Big Bitcoin Business: Bitcoin-Mining als Familienunternehmen

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: Youtube

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In Raleigh (North Carolina) stemmen sich ein Vater und sein Sohn gegen den Trend des industriellen Bitcoin-Minings.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

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Jason zufolge reicht das Familienunternehmen auf das Jahr 2010 zurück. Hier liegen Jasons ersten Berührungspunkten mit der digitalen Währung Bitcoin. Damals kaufte er sich ein paar Bitcoins um damit zu experimentieren. Größere Anteile legte er sich  jedoch nicht zu. Zum Glück auch, denn schon bald ereignete sich eine technische Tragödie. Jason verlor durch einen Computeraustausch alle seine privaten Keys und damit seine frühen Bitcoins:

„Zu diesem Zeitpunkt hatte ich also alle Bitcoins verloren. Ich hatte gar nichts mehr und so sollte es auch vorerst bleiben bis zum Jahr 2014: Es kamen die ersten ASICs auf den Markt und mein Interesse wurde erneut geweckt,“ so Jason.

Zuerst konfigurierte Jason eine Bitcoin-Mine und kurz darauf folgte eine Mine von Vernon. Beide Minen werden größtenteils von AntMiner aus dem Hause Bitmain (China) betrieben.

Jason zufolge generiert das Familienunternehmen mit den beiden Minen derzeit insgesamt 600 Terahashes pro Sekunde. Da bleiben den beiden nach Abzug der Strom- und Betriebskosten noch am Monatsende noch satte 9,000 US-Dollar. Aktuell zahlen sie 6,5 Cent pro kWh.

Die ersten Mining-Versuche


Es war jedoch ein weiter Weg den die beiden in Kauf nehmen mussten.

Diejenigen unter uns, die selbst eine kleine Bitcoin-Mine von zu Hause aus betreiben wissen, dass Bitcoin-Mining mehr ist als nur ein Mining-Rig in die Steckdose zu stecken und abzuwarten bis sie anfängt das magische Geld zu drucken.

Das Betreiben einer Bitcoin-Mine ähnelt ein wenig dem Job eines Babysitters. Miner müssen ihre Maschinen genauestens beobachten und stetig die Performance verbessern. Zudem ist es wichtig die Temperaturen zu beobachten, sofort auf technische Probleme reagieren zu können und alle Einflüsse, die das Mining zum Erliegen bringen können zu eliminieren.

In einem Video auf YouTube zeigen die beiden mit welchen Problemen sie tagtäglich konfrontiert werden. Gerade im Sommer machen ihnen z.B. überhitzte Transformatoren zu schaffen.

Und wenn es nicht die Hitze ist, dann sind es die Überschwemmungen. Im vergangenen Monat als der tropische Sturm Hermine ihr Unwesen trieb, verwandelte sich die Mining Farm in einen echten Pool.

Ein Blick in die Zukunft

Wie zu erwarten hängt die Zukunft der Gantz Familien-Mine von den zukünftigen Investments ab.

Leistungsstärkere Mining-Rigs und Klimaanlagen stehen hier ganz oben auf der Agenda. Aber auch ein Shift auf alternative Kryptowährungen wird hier nicht außer Acht gelassen. Derzeit werden in einer Miner mit Hilfe von unzähligen Grafikkarten u.a. auch Ether geschürft.

Um die Minen noch schneller noch größer zu machen erwägen die sich eventuell Investoren mit ins Boot zu holen. Dadurch könnten sie noch schneller und effizienter wachsen. Einen genauen Plan gibt es dazu aber noch nicht. Jason denkt hier an 1-2 Investoren oder einem Crowdfunding.

Ziel ist eine Rechenkapazität von 15 Petahashes pro Sekunde bis Ende 2016. Ein ambitioniertes Ziel, was vor allem von dem Erfolg und dem Output der dritten Mine abhängt.

Die beiden stehen jedoch nicht alleine dar. Sie haben eine ganze Bitcoin-Community hinter sich stehen die gerne aushilft und mit rat und Tat zur Seite steht, sollte es einmal zu Problemen kommen.

„Die Bitcoin-Community ist einfach genial, freundlich und sehr hilfsbereit. Immer wenn es zu einem Problem kommt fragen wir die Community und erhalten prompt eine Antwort,“ so Jason.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Stan Higgins via CoinDesk


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