Bitcoin Miner aus Singapur von US-Gericht angeklagt

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

Bitcoin Miner vor US-Gericht wegen Identitätsdiebstahl

Quelle: Shutterstock

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Ein Mann aus Singapur muss sich für die Beteiligung an einem Bitcoin-Mining-Betrug vor Gericht verantworten. Dies entschied das U.S. Department of Justice (DoJ), das Justizministerium der Vereinigten Staaten. Der Mann nutzte gestohlene Identitäten für das Mining von Bitcoin mithilfe Cloud Computing. Bei einer Verurteilung drohen dem Miner 30 Jahre Haft.

Ein Bitcoin-Miner aus Singapur wird vom US-Justizministerium, dem U.S. Department of Justice (DoJ) angeklagt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Behörde hervor. Das Ministerium wirft dem 29-Jährigen vor, mit gestohlenen Daten Accounts auf Cloud-Computing-Portalen eröffnet zu haben. Anschließend nutzte der Miner die erhaltenen Energiekapazitäten zum Mining von verschiedenen Kryptowährungen.


Demnach stahl der 29-jährige Mann die Cloud-Computing-Energie größerer Versorger. Zu diesen gehören beispielsweise Amazon Web Service und Google Cloud. Mit dem Diebesgut an Cloud-Datenvolumen schöpfte der Miner anschließend Kryptowährungen. Die Anklage weist insgesamt 14 Punkte auf, unter ihnen Identitätsdiebstahl in besonders schwerem Maße. Die lokale Polizei in Singapur nahm den Mann vor einigen Tagen in Gewahrsam. Da es ein Auslieferungsauskommen zwischen den USA und Singapur gibt, wird der Miner voraussichtlich vor ein US-Gericht gestellt. Ihm drohen bei Verurteilung bis zu 30 Jahre Haft.

Bitcoin Miner stahl Identitäten und Daten von US-Bürgern

Der Miner Ho Jun Jia eignete sich offenbar persönliche Daten sowie Zahlungsinformationen von US-Bürgern an. Besonders Personen aus den Bundesstaaten Kalifornien und Texas waren betroffen. Auch ein prominenter Entwickler von Computerspielen war unter den Opfern. Die Daten nutzte der Miner für die Registrierung auf Cloud-Computing-Portalen bekannter Provider. Diese Computerkraft verwendete er dann für das Mining von Bitcoin, Ether und Litecoin.

Der Mann aus Singapur begann demnach Ende des Jahres 2017 mit den kriminellen Aktivitäten. Mit den geschöpften Kryptowährungen bewegte der Miner sich auf Peer-to-Peer-Handelsplattformen wie beispielsweise LocalBitcoins und LocalEthereum. Auch auf Social-Media-Plattformen war er nachweislich aktiv, wo er die wachsende Aufmerksamkeit für Bitcoin & Co. für sich nutzte.

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Unterdessen spielt Identitätsdiebstahl im Bereich der Krypto-Kriminalität eine große Rolle. So können Hacker beispielsweise Mining Malware, welche Computer infiziert, um Kryptos in großem Stil zu schöpfen, auch für den Diebstahl von persönlichen Daten verwenden.


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