Bitcoin-Kursbericht (Juli): Zuversicht nach Bitcoin-Halving so groß wie nie

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © magele-picture - Fotolia.com

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Der Bitcoin-Kurs ist zeigte sich im Juli sehr volatil – wenn auch bullisher als zunächst nach dem Bitcoin-Halving erwartet. Nach einigen Ups and Downs in der Zeitspanne von 31 Tagen, beruhigte sich der Markt zum Ende des Monats jedoch spürbar. Die anfängliche Volatilität fiel von 30% zu Monatsbeginn auf 27% zum Monatsende.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Arthur Hayes, CEO der Trading Platform BitMEX sagte, dass dieser Effekt sowohl positive, als auch negative Auswirkungen auf den Markt gehabt habe.


Hayes sagte in einem Interview mit CoinDesk:

„Wenn die Volatilität sinkt, sinkt auch das Interesse der Trader und damit auch der Bitcoin-Preis.“

Das Top-Ereignis im Juli war ohne Zweifel das Bitcoin Blockhalving. Am Samstag dem 01. Juli 2016 wurde mit Block 420.000 der Block-Reward von 25 auf 12,5 BTC halbiert. Der Bitcoin-Kurs zeigte sich jedoch wider  Erwarten einiger Trader unbeeindruckt von dem Event.

Im Markt herrscht große Zuversicht

Es gab aber noch weitere nennenswerte Ereignisse im Juli.

Im Juli war die Marktstimmung zuversichtlicher als in jedem vergleichbaren Monat zuvor, so die Daten der Bitcoin-Handelsplattform WhaleClub. Im Juli standen 82% aller Handelspositionen auf Long. Ein klares Zeichen für eine optimistische Haltung der Trader.

Dieser Indikator hat sich seit Januar 2016 (43%) nahezu verdoppelt. Im Februar lag der Anteil der Long-Positions bei 55%. In den darauf folgenden Monaten lag der Durchschnittswert bei 62%. Die Zuversicht und das Vertrauen in Bitcoin hat somit stark zugelegt.

Der Preis pro Bitcoin stieg im Juli von 672,48 US-Dollar am 1. Juli um 5% auf 704,42 US-Dollar. Nach einem Run auf die 800 US-Dollar-Marke fiel der Kurs dann „plätzlich und aprupt“ auf 550 US-Dollar. „Der erneute Anstieg auf 700 US-Dollar war dann eine natürliche Marktreaktion der Trader, die hier den Preisdruck für sich nutzen ,“ so Petar Zivkovkski vom Whalesclub.

Er betonte, dass die Plattform vor dem Preisverfall von 13% ein rekordverdächtiges Long-Short Verhältnis von 22:1 verzeichnen konnte.

„Es kam kein frisches Geld in das System und nach ein paar Tagen mit einem niedrigen Handelsvolumen um dem Nicht-erreichen neuer Höchstwerte, lösten ein paar profithungrige Früheinsteiger eine Verkaufswelle los,“ so Zivkovski.

Auswirkungen des Block-Halvings

Als das lang-ersehnte Bitcoin Blockhalving stattfand, fiel der Kurs nach dem 09. Juli um 11% im Vergleich zum Jahreshoch.

Tim Enneking, Investmentmanager bei EAM, sagt der Preisverfall war schon vorher abzusehen:

„Das Bitcoin-Blockhalving hat den Preis von 400 USD auf knapp 800 USD getrieben. Dieser Effekt hielt jedoch nicht lange an und es dauerte nicht bis der Kurs zuerst mit 700 und dann mit 600 US-Dollar auf den Boden der Tasachen zurückgeholt wurde.“

Auch wenn der Wert der digitalen Währung nach dem Halving zunächst einmal stark gefallen ist, so bleibt die Stimmung im Markt weiterhin bullish und optimistisch.

Marktdaten vom Whaleclub zufolge stehen 81% aller Positionen auf Long und der Confidence Indikator bei 76%.

Bitcoin Mining-Output

Eine weitere wichtige Baustelle ist mit Blick auf das Bitcoin-Blockhalving das Bitcoin-Mining.

In Anbetracht der Halbierung der pro Block ausgezahlten Bitcoins von 25 auf 12,5 BTC, zweifelten einige Experten an der Überlebensfähigkeit einiger Mining-Unternhemen.

ARK Invest Analyst Chris Burniske sagte, dass sich diese Zweifel als überdramatisiert und zu hochgekocht erwiesen haben. „Die Hash-Rate zeigte sich seit dem Halving beruhigend stabil.“

Dennoch, Burniske sagte auch, dass eine relativ stabile und gering steigende Hash-Rate in den kommenden Jahren die Gefahr einer 51%-Attacke schüren könnte. Derzeit würde die Kapitalisierung einer solchen Attacke jedoch rund 680 Mio US-Dollar kosten. Burniske sieht das als Beweis für ein „extrem robustes“ Netzwerk – auch während der Halving Phase.

Brexit Einfluss auf Bitcoin

Auch wenn das Bitcoin-Halving und die damit verbundene Marktstimmung das Highlight im Juli darstellten, gab es auch noch einige andere wichtige Faktoren, die den Wert der digitalen Währung beeinflusst haben.

Einige Analysten sagen, dass der Brexit Englands den Bitcoin-Preis im Juli deutlich beeinflusst hat. Die Mehrzahl der Briten stimmte für einen Austritt aus der EU. Die makroökonomischen Folgen können sich über die nächsten Jahre ziehen und für große Unsicherheit an der globalen Finanzmärkten sorgen. Offiziell hat Großbritannien den Antrag zum Austritt noch nicht unterschrieben, denn Artikel 50 des EU Vertrages gewährt dem Land hierfür ein Zeitfenster von bis zu zwei Jahren. Von den Verhandlungen zum Austritt einmal ganz zu schweigen.

Experten sehen die EU bereits heute als wichtigen Faktor für die zukünftige Preisentwicklung der digitalen Währung.

Yuan Manipulation

Eine weitere wichtige Entwicklung, die am digitalen Währungsmarkt für großes Aufsehen  gesorgt hat, ist die Manipulation des Yuan seitens der chinesischen Peoples Bank of China (PBOC). Die chinesische Zentralbank pflegte bereits seit Jahren eine Währungsbindung des Yuan an den Dollar. Diesen Wechselkurs hat die Bank jedoch alleine in diesem Jahr bereits 2 Mal reduziert.

Die politische Entscheidung soll einigen Marktbeobachtern zufolge bereits viele Chinesen dazu bewegt haben, ihr Geld in Bitcoin als sicheres Anlagegut zu investieren.

Olaf Carlson-Wee von Polychain Capital sagte zu der aktuellen Situation:

„Der chineische Markt stimuliert gewöhnlicherweise den Bitcoin-Kurs, insbesondere wenn eine bullishe Stimmung herrscht.“

Wee geht davon aus, dass im Juli einige reichen Chinesen einen Teil ihres Geldes in Bitcoin investiert haben um den Kapitalverkehrskontrollen zu entgehen und ihr Vermögen zu sichern.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Charles Bovaird via CoinDesk

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