Bitcoin-Kurs volatil bei 900 US-Dollar während Bedenken aus China verweilen

Location China. Red pin on the map.

Der Bitcoin-Kurs zeigte sich am am gestrigen Tag weiterhin volatil, ein Trend der seit vergangener Woche anhält.

Gestern fiel der Anfangskurs von 913 US-Dollar um 5% auf 878 US-Dollar. Kurz darauf zog der Preis pro Bitcoin wieder an und stieg um 3,4% und überschritt erneut mit 908,37 US-Dollar erneut die 900 Dollar Marke.

Bedenken, dass die chinesische Regierung eine Hand auf die digitalen Währungen legen und diese einschränken könnte, sind vermutlich der Grund für die Unsicherheit und das derzeit sehr volatile Verhalten des Bitcoin-Kurs.

Zuvor fand ein Treffen zwischen Vertretern der Chinesischen Peoples Bank of China (PBOC) und Vertretern der chinesischen Börsen OKCoin, Huobi und BTCC statt. Bisher sickerten jedoch nur wenige Details über den Inhalt der Gespräche ans Tageslicht hervor, was für weitere Verunsicherung am globalen Bitcoin-Markt sorgt.

Was wir bisher wissen ist, dass die PBOC am 6. Januar erneut ein Dokument aus dem Jahr 2013 verwies, aus dem hervorgeht, dass Bitcoin keine offizielle Währung ist und sich die Investoren genau über die Risiken im Umgang mit digitalen Währungen erkunden sollen.

Zudem soll die PBOC die Börsen dazu aufgefordert haben ihre Marketing-Maßnahmen einzugrenzen und die Abwertung des Yuan nicht für ihre Promotion-Zwecke zu missbrauchen. Auch sollen sich die Börsen an die gesetzlichen Know-Your-Customer (KYC) und Antigeldwäsche-Richtlinien halten.

Der Kursverfall nach dem Treffen der beiden Parteien erinnerte uns stark an den Kurssturz aus dem Jahr 2013. Auch hier drohte China nach einem starken Kursanstieg mit verstärkten Regulierungen. Stichwort „Kapitalflucht“.

Unterschiedliche Aussagen sorgen für Verwirrung

Auch unterschiedliche Aussagen seitens der Medien und den Börsen über den Inhalt der Gespräche zwischen der PBOC und den Börsen sorgen für Verwirrung.

Das China Securities Journal teilte gestern mit, dass die nationalen Regulatoren eine „Drittanbieter-Hosting-Plattform“ zum Schutz der Investoren in Betracht ziehen.

Vertreter der chinesischen Börsen hingegen sagen, es habe sich bei dem Treffen lediglich um einen ganz gewöhnlichen Austausch gehandelt. Ein Mitarbeiter der chinesischen Börsen sagt die Artikel beruhen nur auf nicht bestätigte Vermutungen.

Mehr zum Thema:  Bitnation: Eine neue Weltordnung auf der Blockchain

In einem Interview mit CoinDesk sagte Star Xu, CEO und Gründer der chinesischen Bitcoin-Börse OKCoin, dass er an dem Meeting teilgenommen habe und dieses keine Auswirkungen oder Veränderungen auf das tägliche Geschäft mit sich ziehe.

Xu:

„OKCoin führt alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen durch. Dazu zählt u.a. das Screening der Kunden, Bestätigung der Guthaben, der ordnungsgemäße Gebrauch der Börse, eine Verifizierung der Bankkonten und wenn nötig die Ablehnung von Kunden, die nicht dem Standard der Börse gerecht werden.“

Beide Börsen, sowohl OKCoin als auch BTCC distanzieren sich von Berichten, die darauf hindeuteten, dass sie aufgrund einer potentiellen Kapitalflucht einer zusätzlichen Prüfung unterzogen wurden.

Gemischte Reaktionen

Inwieweit die aktuellen Ereignisse den zukünftigen Markt beeinflussen werden sind sich die Beobachter unschlüssig.

Angel Investor Chandler Guo beispielsweise glaubt, dass dies “nur der Anfang“ von den geplanten Aktivitäten seitens der chinesischen Regierung sein könnte. Ohne weiter auf das Thema eingehen zu wollen sagte er:

„Der Winter kommt.“

Andere Trader wie Bitcoin-Core Entwickler BTC Drak bekundete sein Misstrauen gegenüber der chinesischen Regierung. Er sagt das „Einschreiten“ der Regierung kam zu Zeiten einer äußerst positiven Preisentwicklung der digitalen Währung:

„Das Timing war kein Zufall. Der Preis pro Bitcoin spielte verrückt und stieg über 1.000 US-Dollar und es wurde sogar im chinesischen Staatsfernsehen darüber berichtet.“

Zukunft ungewiss

Derzeit ist völlig unklar was als nächstes kommen wird.

„Der Bitcoin-Kus durchlebt sowohl stabile als auch sehr volatile Zeiten,“ so Cryptocurrency Fonds Manager Jacob Elliosoff in einem Interview mit CoinDesk.

„Wir befinden uns weiterhin in einem sehr volatilen Modus in dem kleine News große Kursschwankungen auslösen können. Der Kurs wird sich jedoch schon bald stabilisieren in Anbetracht der sich auf beiden Seiten auftürmenden Sell- und Buy-Orders.“

Tim Enneking betonte die Schlüsselrolle der Marktdynamik. Er sagt, durch den jüngsten Kursanstieg wurde der alte Wiederstand zum neuen Support.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via CoinDesk


Bildquellen

  • Location China. Red pin on the map.: © Zerophoto - Fotolia.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.