Bitcoin-Kurs unter 8.000 US-Dollar – eine Einordnung

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Bitcoin-Kurs unter 8.000 US-Dollar – eine Einordnung

Der Bitcoin-Kurs ist in den letzten 24 Stunden wieder unter die 8.000-US-Dollar-Marke gesunken. Damit verzeichnet er ein Minus von knapp acht Prozent in den letzten 24 Stunden. Was ist passiert?

Nachdem der Bitcoin-Kurs in der letzten Woche kurzzeitig die 9.000-US-Dollar-Marke durchquert hatte, bestand Hoffnung für Hodler: Sollte der Bullenmarkt eingeläutet sein? Zwischenzeitlich ist der Kurs nun jedoch wieder um mehr als 1.000 US-Dollar gefallen, aktuell steht die Kryptowährung Nr. 1 nach Marktkapitalisierung bei 7.970 US-Dollar. Da stellt sich die Frage: Wie kommt es dazu, dass der Bitcoin-Kurs sinkt.

Wale und der Bitcoin-Kurs

Um einen Grund für den aktuellen Dump am Krypto-Markt zu finden, lohnt es sich zunächst, den Kursverlauf genauer anzusehen:

Wie man hier erkennt, ist der Bitcoin-Kurs am 4. Juni zwischen 01:00 Uhr und 02.00 Uhr von 8.500 US-Dollar auf unter 7.800 US-Dollar gefallen. Damit hat der Kurs also innerhalb von zwei Stunden einen Kursverlust von über acht Prozent verkraften müssen. Nach diesem Flash Crash konnte der Kurs temporär wieder auf 8.000 US-Dollar steigen, sank jedoch auf ungefähr 7.850 US-Dollar [bis Redaktionsschluss].


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Wie man den Daten von Whale Alert nun entnehmen kann, kam es kurz vor dem Dump zu massiven Coinbewegungen einer einzelnen Wallet, einem sogenannten Bitcoin-Wal. Dieser bewegte am 4. Juni um 00:37 Uhr die stattliche Menge von 25.160 BTC, also über 210 Millionen US-Dollar von einer unbekannten Wallet auf die Wallet der Krypto-Börse Coinbase. Gegen 2:30 Uhr, also während des Kurssturzes, bewegte ein weiterer (oder derselbe) Wal 14.160 BTC von einer Coinbase Wallet auf eine externe Wallet. Kurze Zeit später kam es dann zu einer weiteren Transaktion von 11.000 BTC. Um das Ganze abzuschließen, gab es im Anschluss eine Bewegung von zehn Millionen Tether, dem Stable Coin, dessen Einheiten jeweils einem US-Dollar entsprechen.

Eine Interpretation eines Reddit-Nutzers: Jemand hat die 25.160 BTC auf Coinbase verkauft, damit den Preis nach unten gedrückt und sie bei einem weitaus niedrigeren Bitcoin-Kurs zurückgekauft. Die Ersparnis von zehn Millionen US-Dollar konnte dann in Tether ausgelöst werden.

Hier ist anzumerken, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Menge von 25.160 BTC in der Lage ist, den Bitcoin-Kurs derartig zu drücken. Denn auch wenn es sich hier um eine umstrittene Größe handelt, ist die Marktkapitalisierung um zwischenzeitlich neun Milliarden US-Dollar gefallen, während die digitale Brieftasche des mutmaßlichen Manipulators lediglich mit circa 210 Millionen US-Dollar gefüllt ist.

Ist eine solche Beeinflussung des Bitcoin-Kurses möglich?

Theoretisch ist eine solche Manipulation dennoch möglich. Denn der Krypto-Markt ist bekanntermaßen nicht reguliert. Marktmanipulation, ob Wash Trading oder Pump-and-Dump-Systeme sind nur bedingt strafbar. Daran lässt sich bis zum Einschreiten etwaiger Behörden nichts ändern, das hat Vor- und Nachteile. Trader können nach wie vor von den Marktzyklen profitieren, solange sie ein ruhiges Händchen bewahren.

Nun stellt sich viel eher die Frage: Wird der Bitcoin-Kurs weiterhin sinken? Das Unterschreiten der 8.000-US-Dollar-Marke könnte sowohl eine Reihe an Verkaufs-Ordern auslösen als auch zu FUD (Fear, Uncertainty and Doubt; Angst, Unsicherheit und Zweifel) führen. Doch gilt festzuhalten: Selbst ein Kurssturz bis auf 6.800 US-Dollar gefährdet den seit Anfang April verfolgten Aufwärtstrend nicht:

Wer den Krypto-Markt jedoch seit längerer Zeit beobachtet und/oder sich mit der Materie beschäftigt, wird feststellen: alles wie gehabt. Die berühmt-berüchtigte Volatilität des Marktes ist zurück, Kursschwankungen im zweistelligen Bereich sind das täglich Brot der Hodler und Trader. Für Langzeitinvestoren bietet sich in solchen Momenten immer die Möglichkeit, noch einmal nachzukaufen.

Die Charts wurden mit TradingView auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp erstellt. 

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