Bitcoin-Kurs stabilisiert sich: Was kommt als Nächstes?

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Im Verlauf der vergangenen Woche pendelte sich der Bitcoin-Kurs verhalten stabil zwischen 450 und 460 US-Dollar. Das Handelsvolumen verhielt sich ähnlich.

Auch wenn das ganze Aufmerksamkeit erregende Tam Tam um Craig Wright, dem angeblichen Erfinder von Bitcoin, die digitale Währung in die Schlagzeilen einiger großen Magazine und Zeitungen katapultieren konnte, verschwindet das Ereignis allmählich wieder von der Bildfläche. Große Auswirkungen auf den Preis hatte das Hin und Her glücklicherweise nicht, aber einen netter PR Effekt war sicherlich mit drin.


Nach dem Wiederauftreten von Craig Wright nach nur 5 Monaten als möglicher Satoshi Nakamoto diskutieren die Marktbeobachter wieder über die grundlegenden Herausforderungen von Bitcoin. Gerade das Skalierungsproblem der digitalen Währung steht hier an vorderster Spitze.

Solange die Entwickler keine Update einstellen, was “erfolgreich die Basis von Bitcoin” verändert, werden wir keine großen Preisschwankungen sehen, so Chen Xin von der chinesischen Bitcoin-Börse OKCoin.

Andere Marktbeobachter zeigten sich etwas optimistischer, so auch Daniel Masters, Berater beim Bitcoin Investment Fonds:

“Ich denke es gibt konkrete Fortschritte bei den Lightning-Netzwerken und Segregated Witness (SegWit), von denen beide erhebliche Kapazitäten im Netzwerk freigeben werden. Ich denke die gute Zusammenarbeit ist eine Folge von Mike Hearns “Wut”-Austritt aus dem Core Team.

Masters wies darauf hin, dass das Bitcoin Block-Halvening im Juli nicht mehr lange hin ist, er die derzeitige Lage aber als “stabil” einschätzt.

Relative Bitcoin Preisstabilität

Die Bitcoin-Preisstabilität sieht man recht gut in den letzten sieben Tagen. Hier legte der Preis pro Bitcoin im Verlauf der vergangenen Woche konstant um 1,4 % zu und setzt damit den trägen Wertzuwachs der vorherigen Wochen weiter fort.

Die Wochen High- bzw. Lowlights waren wohl der 09. und der 10. Mai. Hier erreichte Bitcoin von Schlag auf Schlag den Wochen-Höchst bzw. Wochen-Tiefstpreis von 464,21 bzw. 447,76 US-Dollar.

Nach dem Up and Down pendelte der Kurs bei einem Handelsvolumen von 10,4 Mio Bitcoins konstant zwischen 450 und 455 US-Dollar. 48,35% der Bitcoins wurden hier auf der chinesischen Börse Hobby gehandelt. Gefolgt von OKCoin mit 45,10% – ebenfalls China.

Die moderaten Preisbewegungen stehen in Kontrast zu den letzten Preisausbrüchen der Wochen zuvor. Auch wenn sich die Volatilität allmählich beruhigt hat, so sagt Tim Enneking vom Crypto Currency Fonds im Interview mit CoinDesk, dass Bitcoin weiterhin viel volatiler sei als normale OECD Fiat-Währungen.

“Bitcoin ist zwar in den letzten Monaten durchaus stabiler geworden, jedoch noch weit entfernt von herkömmlichen Fiat-Währungen. Bitcoin muss sich noch weiter beruhigen um eine Genehmigung wie die meisten konventionellen Währungen zu bekommen.”

Andere Marktbeobachter sagen, dass die geringe Volatilität dafür spricht, dass den Menschen der Wert von Bitcoin bewusst wird und sie Bitcoin halten wollen. Joe Lee, Manager der Trading Plattform Mager sagt:

“Das Ausbleiben den spekulativen Handels im Zuge der Satoshi News ist ein Indiz dafür, dass die Menschen glauben es sei sicherer Bitcoin zu halten, als damit zu spekulieren. Sie sehen in Bitcoin zunehmend mehr ein langfristiges Anlagegut und weniger das spekulative Spielgeld mit dem man die schnelle Mark machen kann.”

Die Ruhe vor dem großen Sturm

Wenn man sich die Zahlen der Trading-Plattform Whaleclub vom 11. Mai anschaut, könnte das alles gerade auch die Ruhe vor dem großen Sturm sein. Hier sehen wir derzeit eine Long-Short Ratio von 5,1:1. In der Vergangenen Woche lagen wir hier noch bei 3,1:1.

Peter Zivikovski vom Wahlclub sagte in einem Interview mit CoinDesk:

“Wir beobachten, dass viele Trader ihre Longs von 440 USD auf 465 USD gelegt haben. Aufgrund der hohen Anzahl von Long-Positions die sich im Laufe des positiven Kursverlaufs seit Erreichen der 400er Marke angestapelt haben, denke ich es gibt hier noch viel mehr.”

Zivkovski rechnet schon in naher Zukunft mit größeren Kursbewegungen.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Charles Bovaird via CoinDesk

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