Bitcoin Kurs: Können Zentralbanken eine neue Rallye auslösen?



CoinDesk BPI 17th-23rd November

Das Kurs-Hoch der vorletzten Woche

Der fallen Bitcoin-Preis und das niedrige Handelsvolumen der letzten Woche stehen im starken Kontrast zu dem Hoch eine Woche zuvor. Am 13. November erreichte der Bitcoin Kurs wieder 458 US-Dollar.

Marktbeobachter fingen schon an zu Sabbern, da viele eine neue Preisrallye erwartet haben. Der Nasdaq Blogger Martin Tillier, der schon sehr viel Erfahrung in den Devisenmärkten gesammelt hat, sah eine bullishe Interpretation in dem kurzzeitigen Aufschwung. Er wies darauf hin, dass der Dollar Index ein Monatshoch erreicht hatte und langsam wieder viel. Das bedeutet, dass Bitcoin gegen den Dollar gehandelt wurde und damit an Wert gewann.

Volume BTCBTC Handelsvolumen der letzten Woche

Daraufhin wurde der BTC wieder regulär bei 350-370 USD gehandelt, die Hoffnung auf eine neue bullische Stimmung bleibt jedoch.

Auch Tilliers Analyse bleibt weiterhin optimistisch. Aber auch in einem Szenario, in dem der Bitcoin Preis keine neuen Höchstmarken erreicht schreibt Tilliers:

“Diesen Abwärtstrend zu beendet hängt ganz davon ab wann höhrere Tiefpukte und höhere Hochs gesetzt werden. Wenn sich der BTC/USD Preis über der 350 Dollar  Marke hält, werden wir dieses neue Muster aber bald beobachten .”

Können Zentralbanken den Bitcoin Preis in die Höhe treiben?

Der Bitcoin-Preis könnte in den nächsten tagen unerwarteten Beistand von der chinesischen Zentralbank bekommen. Noch unglaublicher klingt es , dass die Zentralbanken von Japan und Korea dem Bitcoin ebenfalls einen Schub nach oben geben könnten.

Es ist nicht so, dass sich die Banker in Ostasien dazu entschieden haben eine eigene Regulierung einzuführen. Sie machen etwas besser Vorhersehbares – sie beschießen sich gegenseitig in einem “Krieg” der auch gerne als neuer “Währungskrieg” in der Region gesehen wird.

Es begann alles damit, dass die japanische Zentralbank im Oktober unerwartet die Zinssätze gesenkt hatte. Dies hatte den Yen Preis im Bezug auf den USD gedrückt. Dadurch konnte Japan seine Exporte steigern. Die beiden Konkurrenten Korea und China sind dem Beispiel gefolgt. Die Peoples Bank of China hat letzte Woche eine Zinssenkung angekündigt.

In den letzten sechs Monaten wurde Bitcoinity zufolge  76% des gesamten Handelsvolumen wurde inBTC/CNYgetätigt. Sollte der Yuan also günstiger werden, würde Bitcoin an Wert gewinnen.

US Marshals bereiten dem Markt wieder einmal Sorgen

Es steht eine weitere Bitcoin-Auktion an: Der US-Marshal Service hat eine 50.000 BTC schwere Auktion angekündigt. Die Bitcoins wurden von dem damaligen Online-Schwarzmarkt Silk Road beschlagnahmt. Die Auktion wird genauso ablaufen, wie die Auktion von 30.000 BTC im vergangenen Juli. Damals wurde die Auktion von dem Risikokapitalgeber Tim Draper gewonnen.

Wird eine weitere Auktion dem Bitcoin helfen oder hindern?

Schauen wir was im vergangenen Juli passiert ist. Damals lag der Bitcoin Kurs am 18. Mai bei 444 US-dollar und stieg stetig bis zum 26. Juni auf 579 US-Dollar an. Die Auktion fand am 27. Juni statt. Da die USMS nur sehr wenige Informationen über die Auktion veröffentlichte, gab es in der Zeit bis zur Verkündung des bzw. der Gewinner viele Gerüchte. Am 1. Juli endlich gab der USMS bekannt, dass es nur einen einzigen Gewinner gibt: Tim Draper.

Wenn man den Preis also als einen Indikator sieht, zeigte er sich von der Enthüllung Drapers relativ unbeeindruckt. Der Bitcoin-Kurs stagnierte fast den gesamten Monat bei 600 US-Dollar. Erst zum August hin begann der Preis langsam zu fallen und hat damit bis heute nicht wirklich aufgehört.

Eine weitere Auktion ist also nicht unbedingt das, was die Community hören will wenn sie auf eine so sehr benötigte neue Preisrallye wartet. Tim Draper hat sich bereits für die neue Auktion angekündigt.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Joon Ian Wong via CoinDesk

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Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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