Bitcoin-Kurs bricht über 15 % ein – Kurs unter 1000 USD

Fire in the  plane cockpit

Eigentlich sah alles sehr rosig für den Bitcoin-Kurs aus. Trotz der Ablehnung der US-Wertpapieraufsicht SEC vor einer Woche gegen den Bitcoin-ETF der Winklevoss Brüder, erholte sich der Bitcoin-Kurs kontinuierlich. Schnell war der Kurs wieder über die 1250 US-Dollar-Marke gesprungen und es schien als könnte dem Bitcoin-Kurs nichts anhaben.

Doch dann begann sich die Aufmerksamkeit vom Bitcoin-ETF zur Skalierungsdebatte und den damit verbundenen Problemen im Bitcoin-Netzwerk zu verschieben. Wie wir bereits gestern schon berichtet haben, herrscht eine große Anspannung in der Community, da eine Hard Fork im Raum steht, um endlich der Überlastung des Netzwerkes entgegenzuwirken. Die Transaktionskosten sind massiv angestiegen und die Dauer der Abwicklung hat massiv zugenommen – das Netzwerk schreit förmlich nach einer Lösung in der Skalierungsdebatte.

Verständlicherweise bringen solche Wendepunkte eine große Verunsicherung mit sich. Sollten sich die Befürworter für eine Hard Fork durchsetzen, dann hätte das enorme Auswirkungen auf die Zukunft des Bitcoin-Netzwerks. Genau diese Zuspitzung des Konfliktes, können wir im signifikanten Einbruch des Bitcoin-Kurses sehen:

In den letzten 24 Stunden ist der Bitcoin-Kurs um über 15 % eingebrochen. Ein Sinkflug, den wir nicht einmal bei den Unruhen vor ein paar Wochen in China erlebt haben, als die chinesische Zentralbank durch ihr Vorgehen den Bitcoin-Markt und die Bitcoin-Börsen verunsichert hatte.

Entsprechend ist zu hoffen, dass sich die streitenden Parteien, also Bitcoin Core und Bitcoin Unlimited, kompromissbereit zeigen, um den Markt nicht weiter zu verunsichern. Deren Entscheidungen werden den Bitcoin-Kurs, zumindest kurz bis mittelfristig, mehr beeinflussen als alles andere, was zum Gegenwert im Zeitpunkt abgesehen werden kann.

Blickt man in die Vergangenheit, so waren es gerade die gelösten Probleme, die zu einem erstarken von Bitcoin geführt haben. In genau solchen Krisen zeigt sich die Stärke eines Vermögenswertes bzw. einer Währung. Folglich ist zu erwarten, dass nach einer Lösung, egal wie diese aussieht, wieder mehr Klarheit gegeben ist, die wiederum zu mehr Vertrauen und Zuversicht im Netzwerk führt.

Mehr zum Thema:  Ruhe bewahren? Entwickler haben keine Angst vor einem Fork

Im Nachhinein kann von Glück gesprochen werden, dass der Bitcoin-ETF abgelehnt worden ist. Wäre dieser genehmigt worden, dann hätte es zu einem enormen Hype und Mittelzufluss in das Bitcoin-Netzwerk geführt. Das Netzwerk ist aber bereits am Limit, was die Verarbeitung von Transaktionen angeht. Die kurzfristige Kurs-Rallye, die wahrscheinlich ausgelöst worden wäre, hätte das Bitcoin-Netzwerk vielleicht endgültig an seine Grenzen gebracht. Am Ende wäre durch die Überforderung des Bitcoin-Netzwerkes der Schaden größer als der Popularitäts- und Kapitalzuwachs gewesen.

Nichtsdestotrotz, der Druck der auf den Bitcoin-Entwicklerteams lastet ist groß.

Was heißt das für die Anleger?

Klingt blöd, ist aber so: Ruhe bewahren. Wer in stürmischen Zeiten einen kühlen Kopf bewahrt, hat langfristig bessere Erfolgsaussichten, als diejenigen, die aus blindem Aktionismus heraus handeln, sprich zu Panik-Verkäufen neigen oder kaufen, wenn der Markt bereits vollkommen überhitzt ist. Konkret heißt das die Füße Still zu halten und die fallenden Kurse zum Nachkaufen zu nutzen.

Bitcoin wird auch diese kleine Krise überleben. Schließlich funktioniert das Bitcoin-Netzwerk nach wie vor, nur eben nicht so schnell, effizient und kostengünstig, wie es sein sollte, um weiterhin zu wachsen. Diese Pausen und Rückschläge gehören dazu. Auch jedes erfolgreiche Unternehmen hat mit Hürden zu kämpfen, um anschließend gestärkt wieder in den Angriff zu wechseln.

Ein passendes Zitat von Carl Mayer von Rothschild lautet:

“Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.”

In diesem Sinne…

Disclaimer: Die im Artikel gemachten Einschätzungen spiegeln lediglich die persönliche Meinung des Autors wieder und stellen keine Kaufs- oder Verkaufsempfehlung dar.

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Bildquellen

  • Chart BTC 18.3: www.cryptocompare.com
  • Fire in the plane cockpit: © ambrozinio - Fotolia.com