Bitcoin in den Schlagzeilen: UK-Regulierung toppt Schwarzmarkt-Kollaps

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Bitcoin-News

Quelle: © treenabeena, Fotolia

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Das britische Finanzministerium gab in der vergangenen Woche den positiven Ton in den Bitcoin-News an. Aus einem langen Bericht des britischen Ministeriums geht hervor, dass die Regierung eine Regulierung der digitalen Währungsbranche in Erwägung zieht.

Während sich die englische Bitcoin-Community in den News schwelgte, schien der Untergang eines weiteren Bitcoin-Schwartzmarktes, der den Bitcoin-Preis kurzzeitig ins Trudeln brachte, völlig unterzugehen.

Schauen wir uns die Schlagzeilen der letzten Woche einmal etwas genauer an:

Englands großer Moment: Die Regulierung von Bitcoin


Das normalerweise eher zurückhaltende britische Bitcoin-Ökosystem kam letzte Woche in den News ganz groß raus. Das britischen Finanzministerium veröffentlichte einen Bericht aus dem hervor ging, dass zukünftig evtl. auch das englische Anti-Geldwäsche-Gesetzt (AML) auf digitale Währungen angewendet werden soll.

Gerade in England war die Ungewissheit rund um die digitalen Währungen bisher ein großes Problem für die weitere Mainstream Akzeptanz. Unternehmen berichteten davon, dass es sehr schwierig sei digitale Währungen zu akzeptieren und gleichzeitig die ordentliche Bankenbeziehung aufrecht zu erhalten. Mit einer Regulierung seitens des Finanzministeriums würde England einen wichtigen Schritt in Richtung der Akzeptanz von digitalen Währungen gehen.

Auch wenn dieser Vorschlag erst im nächsten Parlament abgestimmt wird, scheinen die News auf positiven Anklang in der Nachrichtenwelt gestoßen zu sein. Die Google Suche mit den Key Words “Bitcoin” und “UK budget” brachte mehr als 70 Treffer.

Jane Wild von den Financial Times berichtete kurz über den Sinneswandel der britischen Regierung, die kurz vorher noch vor den großen Risiken der neuen Technologie gewarnt hat. Auch Katie Collins von dem Online-Magazin Wired zeigte sich positiv über den neuen Bericht:

“Es ist zu hoffen, dass die neue Regulierung nicht nur den kriminellen Missbrauch der digitalen Währungen eindämmt, sondern auch die Innovation weiter fördert.”

Collins sagte zudem: “Idealerweise erlaubt der zukünftige neue Rechtsrahmen einen effizienten und schnellen Transfer von Besitztümer aller Art über das Internet.”

Der Skandal der letzten Woche

Während auf der einen Seite  zunehmend mehr über die Regulierung von Bitcoin gesprochen wurde, sorgte auf der anderen Seite  ein weiterer betrügerischer Schwarzmarkt für große Unruhe. Kriminelle haben wieder einmal andere Kriminelle um ihr Geld gebracht. Die Evolution Administratoren Verto und Kimble haben sich mit Nutzer-Bitcoins im Wert von rund 12 Millionen US-Dollar aus dem Staub gemacht.

Egal wie man die Geschichte auch auslegt, für die Presse war es ein gefundenes Fressen.

Das Forbes-Magazin beschrieb die Seite als “größere und böswilligere Version des Drogenbasars Silk Road”.

Mit Hinblick auf die Sicherheit der Bitcoin-Transaktionen sagte der Autor:

“Ironischerweise nutze die Seite ein Sicherheitsmerkmal, was die Gelder erst nach Bestätigung beider Parteien freigegeben hatte.”

Auch wenn Drogen zu den am häufigsten gehandelten Waren auf Evolution zählten, so konnte man auf der Schwarzmarkt-Plattform u.a. auch gestohlene Kreditkarteninformationen und persönliche Daten erwerben, was die Frage offen lässt, was uns zukünftig noch so an kriminellen Machenschaften in der Bitcoin-Branche erwarten wird.

Am Rande des Mainstreams

Mit den UK-News über eine mögliche Regulierung von Bitcoin und dem Verschwinden der Schwarzmarkt-Börse Evolution im Hinterkopf, richten sich alle Augen auf Ilya Pozin vom Forbes Magazin. Pozin stellte die Frage der Fragen: “Ist die Welt und der Mainstream bereit für Bitcoin?”

Pozin:

“Bitcoin verändert die Zahlungsmethoden der Menschen und die Charakteristik einer ganzen Wirtschaft. Auch wenn die digitale Währung bei vielen Menschen noch für Unsicherheit und Verwirrung sorgt, so scheint es, dass Bitcoin beinahe täglich weltweit mehr Aufmerksamkeit und Zuspruch erlangt. Und das nicht nur in der Technologiebranche, sondern im weltweiten Mainstream.”

Zudem beruft sich Pozin auf einen aktuellen Goldman Sachs Bericht der besagt, dass Bitcoin das Potential hat den kompletten Finanzsektor auf den Kopf zu stellen. Damit es soweit kommt, so Pozin, muss Bitcoin in den Alltag der Nutzer integriert werden.
Ob es Bitcoin jemals in den Mainstream schaffen wird bleibt abzuwarten. Derzeit scheint es jedoch, dass wir uns auf dem  richtigen Weg befinden.

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Englische Originalfassung von Yessi Bello Perez via CoinDesk
Image Source: Fotolia
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