Bitcoin hat eine einprogrammierte Zukunft

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: Jason Devaun (The Absurdity of Time [Explored]) via flickr.com (CC)

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Travis Patron forscht an digitalem Geld und ist Autor des Buches “The Bitcoin Revolution: An Internet of Money”. In seinem Buch erklärt er warum der Bitcoin eigentlich eine sehr wertvolle Form von Geld ist, da er an zeitgebundenen regulierten Algorithmen hängt.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Einer der größten Kritikpunkte am Bitcoin ist einerseits eine angeblich fehlende Deckung und dass er an sich keinen Eigenwert besitzt. Doch vielmehr haben Kritiker ebenso argumentiert, dass der Dollar und das Gold keinen Eigenwert besitzen.

Die zugrundeliegende Fehleinschätzung dieses ökonomischen Prinzips im Bezug auf Bitcoin ist zu groß und zu wichtig um ignoriert zu werden. Angefangen bei dänischen Tulpen im 15. Jahrhundert bis Stapel voller US Dollar, alles hatte gewissermaßen einen Eigenwert. Worüber man eigentlich diskutieren sollte, ist die Qualität der Eigenwerte die wir jedem zusprechen.


Was Kryptowährungsentwickler und Enthusiasten verstehen müssen, ist dass der Bitcoin nicht nur ein finanzielles Mittel mit erheblichen Eigenwert ist, sondern dass er durch eine universelle Konstante reguliert wird, die man in keinem anderen mensch-gemachten Finanzsystem wieder finden kann – durch die Zeit selbst.

Durch dieses universelle Gebilde sind wir in der Lage den Verlauf des Bitcoin darzustellen, was bedeutet dass er höchst vorhersehbar und gleichzeitig nicht so manipulierbar wie traditionelle Währungsstrategien ist.

Algorithmische Regulierung

Das Argument lautet, dass der Dollar durch die US Regierung und die größte militärische Streitmacht der Welt gedeckt wird, jedoch was deckt den Bitcoin? Obwohl es programmierbar ist, bringt digitales Geld einen immensen Eigenwert mit sich, aber wie können wir Vertrauen darin haben, wenn es keine Gruppe gibt die ihre Einführung und Annahme überwacht?

Der Ursprung der das Bitcoin Netzwerk ticken lässt ist ein regulierender Algorithmus der bestimmt, dass neue Bitcoin Blöcke im Durchschnitt alle 10 Minuten gemined werden. Diese “unmanipulierbare” Mathematik versichert, dass weder die vorherbestimmte Ausgaberate noch die Blockhalbierungs-Rate des Bitcoins verändert werden kann.

Alle 10 Minuten werden auf inflationsrückgängiger Rate neue Bitcoin verfügbar. Diese mathematische Sicherheit, formuliert durch eine grobe künstliche Intelligenz, ist genau das was ein System mit einem immensen Eigenwert deckt.

Friedmans k-Prozent Regel

Der amerikanische Ökonom, Statistiker und Autor Milton Friedman vertrat schon die Idee das zentrale Bankenwesen durch einen Computer zu ersetzen, der mechanisch in der Lage ist den Nachschub an Geld zu verwalten.

Er schlug einen festen finanzielle Regel vor, die Friedman k-Prozent Regel, bei der die Geldmenge an bekannte Makroökonomische und finanzielle Faktoren gebunden ist, welche ein bestimmtes Level oder eine bestimmte Spannweite an Inflation anvisieren.

Nach dieser Regel hätte die Notenbank keinen Spielraum mehr, da die Geldmenge durch einen Computer geregelt wäre und der Markt (und seine Bürger) ein Mitspracherecht bei finanziellen Entscheidungen hätten.

Werden wir jemals Friedmans informatisiertes Bankenwesen in Aktion erleben? Bedenkt man, dass das Mining Netzwerk das naheliegendste zu einer Autorität innerhalb des Bitcoins wäre, und wenn das Mining stärker spezialisiert und dadurch zentralisierter würde, dann könnten wir heute schon auf dem Weg dorthin sein.

Eine intelligente Kraft

Bitcoin gibt dem wirtschaftlichen Rückhalt mehr Unterstützung, viel intelligenter und überzeugender als das Versprechen einiger Männer und des Militärs: eine sichere, gut vorhersagbare, zeitliche Geldmengenplan durch Friedmans k-Prozent Regel.

Friedman sagte das Aufkommen von Computern voraus, welche automatisch in der Lage sind sich an die Inflationsrate des Gelds anzupassen. Dies ist genau das was wir beim Bitcoin sehen, dort als ein regulatorischer Algorithmus welcher die Mining Schwierigkeit zu der Erstellung von Blöcken erhöht oder verringert, abhängig von der Nachfrage des Netzwerks nach Hashing Power.

Die informarisierte Funktion des Bitcoin Systems stärkt den Eigenwert und wird mit jedem Nutzer wachsen, dadurch wird das Netzwerk wertvoller für jeden Teilnehmer.

Kein Geldsystem kann bis heute von sich behaupten, dass es zeitlich reguliert ist. Das universelle Gebilde der Zeit ist die Deckung der digitalen Bitcoin Wirtschaft.

 

BTC-Echo

Englischer Originaltext von Travis Patron via coindesk.com

Image Source: Jason Devaun (The Absurdity of Time [Explored]) via flickr.com (CC)


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