Bitcoin: Handelsvolumen des Yuan auf Rekordtief gesunken

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Quelle: China Exchange via Shutterstock

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Das weltweite Handelsvolumen chinesischer Anleger ist weltweit auf ein Prozent gesunken. Vor der Regulierung im Herbst letzten Jahres betrug der Anteil des Yuan noch mehr als 90 Prozent. 2014 waren es noch 70 Prozent. Die Statistiken stammen von der Pekinger Zentralbank People’s Bank of China (PBoC).

Wie die Tageszeitung „Global Times“ berichtet, fiel der Anteil chinesischer Händler nach Angaben der Pekinger Zentralbank auf ein Rekordtief von nur einem Prozent. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua wurden seit September letzten Jahres im Rahmen der staatlichen Regulierung in China 88 Online-Handelsplätze und 85 Initial Coin Offerings (ICOs) geschlossen. Seit Herbst 2017 ist in China der Handel mit Kryptowährungen und ICOs ausnahmslos verboten.

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Der Leiter der Forschungsabteilung des Online-Finanzinstituts Zhongguancun gibt sich mit der Entwicklung zufrieden. Die Zahlen würden dafür sprechen, dass die Strategie der Zentralbank erfolgreich sei, so Guo Dahzi. Man habe schon im Vorfeld erwartet, dass beim Bitcoin das Handelsvolumen des Yuan nach der Ankündigung des Handelsverbots sinken würde. Staatliche Stellen melden, sie hätten mit dem Verbot erfolgreich verhindert, dass Anleger mit unseriösen Investments ihr Geld verlieren. Erlaubt ist lediglich das Bitcoin-Mining, in dem Sektor befindet sich China nach wie vor an der Spitze.

Zentralbank will Verbot nicht aufheben

Der Bericht der Pekinger Zentralbank besagt ebenfalls, dass dauerhaft keine Aufhebung des Verbots geplant sei. Der Anteil des Yuan beim Handel mit Kryptowährungen dürfte also so bald nicht steigen. Der Kurs des Bitcoin hat seit dem Verbot eine regelrechte Achterbahnfahrt vollzogen. Aufgrund der Risiken, die nach Ansicht der Regulatoren mit dem Handel mit Kryptowährungen verbunden seien, wird die People’s Bank of China (PBoC) das Verbot so schnell nicht aufheben.

Netzsperren setzen Verbot durch

Um die Aktivitäten der eigenen Bürger besser steuern zu können, wurden zahlreiche Online-Handelsplätze und Anbieter für ICOs für alle chinesischen Internetnutzer gesperrt. Von den neuerlichen Netzsperren der PBoC sollen insgesamt rund 110 Webseiten betroffen sein. Darunter befinden sich auch bekannte Anbieter wie Huobi oder Binance. Diese nahmen chinesische Anleger in der Vergangenheit häufig in Anspruch. Alleine beim Bezahlanbieter Alipay der Alibaba-Gruppe schloss man 3.000 Accounts, weil man darüber nachweislich Yuan in verschiedene Kryptowährungen getauscht hat. Die staatliche Schließung der Accounts betraf aber auch andere Finanzdienstleister. Doch die Aktivitäten gehen noch darüber hinaus: Diverse Anbieter werden seit einigen Monaten auch bei verschiedenen Messengern gesperrt.

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