Bitcoin-Futures im Vereinigten Königreich?

Bitcoin-Futures im Vereinigten Königreich?

Die Krypto-Handelsplattform Coinfloor aus dem Vereinigten Königreich möchte eine Futures-Exchange für digitale Assets starten. Unter den gehandelten Produkten sollen auch Bitcoin-Futures sein, die real gehandelt werden können. In Chicago bereitet man sich ebenfalls auf weitere Schritte vor.



Am Mittwoch, dem 14. März, gab die in London beheimatete CoinfloorEX bekannt, in den Markt für Bitcoin-Futures einzusteigen. Bereits nächsten Monat sollen Bitcoin-Futures handelbar sein. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, richtet sich die Exchange-Plattform an Hedge Fonds, Eigenhandelsunternehmen, Kleinanleger und Krypto-Miner.

„Wenn Sie mit den Liquiditätsanbietern sprechen, sagen alle dasselbe: Sie wollen einen Terminkontrakt, der über die Börsen abgesichert ist“, sagte Mark Lamb, Gründer von Coinfloor, am Rande der jährlichen Konferenz der Futures Industry Association in Boca Raton, Florida.

Im Gegensatz zu bereits bestehenden Modellen des Krypto-Futures-Handels wird Coinfloor physisch gehandelte Futures anbieten. Wenn der Terminkontrakt also ausläuft, wird der tatsächlich gehandelte Vermögenswert in Bitcoin ausgezahlt. Die Bitcoin-Futures-Kontrakte, die von CME und CBOE angeboten werden, basieren auf Fiatgeld – Kryptowährungen wechseln dabei nicht den Besitzer.

Auch die CBOE bewegt sich

Auch Chicago Board Options Exchange (CBOE) ist weiter am Handel von Krypto-Futures interessiert. Neben den oben angesprochenen bereits aufgelegten Bitcoin-Futures möchte die Börse gerne weitere Kryptowährungen in das Sortiment mit aufnehmen. Der Handel mit Bitcoin-Futures ist bislang eine Erfolgsgeschichte.

„Unser großes Ziel ist es, einen wahren Krypto-Komplex zu haben. Digitale Währungen sind hier, um zu bleiben“, so Chris Concannon, der Präsident der CBOE. Die Entscheidung der CBOE hängt von der Kundennachfrage ab. Zudem müsse man noch Gespräche mit den Regulierungsbehörden führen.

Auch die CME hatte im Dezember erfolgreich Bitcoin-Futures gestartet. Somit haben beide Chicagoer Börsen einen Präzedenzfall geschaffen und es ermöglicht, an der Börse auf die Kursentwicklung des Bitcoin zu spekulieren. Diesem Vorbild eifern nun immer mehr Handelsplätze rund um den Globus nach. Die britische CoinfloorEX ist nur das jüngste Beispiel.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ähnliche Artikel

Deutsches Start-up Neufund: Partnerschaft mit Binance und der Malta Stock Exchange

Das in Berlin ansässige Blockchain-Start-up Neufund arbeitet zukünftig mit der Kryptobörse Binance und der Malta Stock Exchange zusammen. Im Zuge der Partnerschaft sollen die Coins, die auf der Plattform von Neufund angeboten werden, auch auf Binance gelangen. Malta wird damit immer mehr zum europäischen Brückenkopf für die Börse aus Hongkong. Anzeige Neufund ist ein zwei […]

Twitter-CEO Jack Dorsey äußert sich erstmals zum Giveaway-Scam

Twitters CEO Jack Dorsey äußert sich zum ersten Mal zum Giveaway-Scam. Täglich fallen unzählige Leute auf die Masche herein. Zuvor meldeten sich schon Elon Musk, Vitalik Buterin und John McAfee zu dem Thema. Ein Problem wächst über die Kryptoszene hinaus. Anzeige Die Betrugsmasche gehört mittlerweile zum Alltag der Kryptoszene in allen sozialen Medien, vorrangig auf […]

Goldman Sachs: Wie krypto-affin ist der neue CEO David Solomon?

Bei Goldman Sachs gab es einen Wechsel an der Führungsspitze. David Salomon wird Lloyd Blankfein ablösen, der den Chefposten seit 2006 inne hatte. Salomon, der bislang als COO fungierte, gilt Kryptowährungen gegenüber als aufgeschlossen. Anzeige Die Gerüchte über einen Führungswechsel bei dem US-amerikanischen Bankenriesen haben sich bestätigt: Gestern gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt, […]

Ben and Jerry’s: CO2-neutrales Eis und die Blockchain

Wie nutzt man die Blockchain-Technologie nachhaltig? Auf diese Frage gibt es mittlerweile mehrere Antworten. Eine Ben-and-Jerry’s-Filiale in London und die Poseidon Foundation haben gemeinsam eine Lösung durchgesetzt. Eine Ben-and-Jerry’s-Filiale in London kooperiert mit der Poseidon Foundation. Der Speiseeishersteller nutzt die Stellar-Blockchain im Sinne der Umwelt. Kunden haben nun die Möglichkeit, einen extra Betrag in Höhe […]