Bitcoin für faire Ressourcenverteilung nutzen

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Anna von Reitz, konservative Kommentatorin und selbst ernannter Richterin aus Alaska, rief die Welt auf, Bitcoin und die Blockchain als die Technologie einer gerechten Ressourcenverteilung zu nutzen. Außerdem solle sich das Oberhaupt der römisch-Katholischen Kirche für die Blockchain aussprechen. 



Frau von Reitz schreibt oft über soziale Gerechtigkeit in den USA und ist der Überzeugung, daß die Probleme des Landes ihren Grund in einer Kleptokratie finden würden. Die Federal Reserve Bank, der Internationale Währungsfonds und andere Finanzorganisationen werden von ihr als hauptverantwortlich für diese Entwicklung gesehen. Im letzten Jahr hat sie zweifelhafte Berühmtheit erlangt, indem sie eine Gefängnisstrafe für Barack Obama forderte.

In einem Brief vom 22. Januar 2016 an Papst Franziskus, dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, hat Frau von Reitz ein dezentrales finanzielles Netzwerk auf Basis der Blockchain-Technologie als die Lösung der oben genannten Probleme beschrieben. Auch wenn sie Bitcoin nicht explizit nennt, spricht sie sich indirekt dafür aus, wenn sie von einer “bekannten weltweiten Währung” spricht:

“Statt eine, zwei oder drei Wirtschaftsgüter als internationalen Standard zu nutzen – womit nur Knappheit, Anhäufung und Manipulation dieser Wirtschaftsgüter forciert werden – könnte man dieses Paradigma auf den Kopf stellen und den Wert aller Wertschöpfung und aller nationalen Ressourcen nutzen, um eine bekannte weltweite Währung zu sichern, die zur Zeit von der Blockchain-Technologie gestützt wird und für jedermann jederzeit erreichbar ist?”

Eine dezentrale Währung würde ihrer Meinung nach es einfacher machen, diese Ziele zu erreichen, da ein womöglich gieriger Einfluß der Mittelsmann-Rolle damit nicht mehr vorhanden wäre.

Blockchain-Technologie für Ressourcenverteilung nutzen

Anna von Reitz fordert in ihrem Schreiben den Klerus auf:

“Laßt von dieser Blasphemie ab, distanziert euch von der Lüge der Knappheit! Verkündet, daß es nur im Handel nur zwei Dinge von Wert auf Erden gibt: Die Wertschöpfung und die natürlichen Ressourcen!”

Im weiteren Brief entwirft sie ein Modell, wie ein solches System ihrer Meinung nach funktionieren würde. Es würden die Ressourcen entsprechend der Weltbevölkerung aufgeteilt werden und jedes Mitglied dieser utopischen Gesellschaft würde über die Blockchain-Technologie verbunden sein und ein Einkommen über diese bekommen.

“Es gibt keinen Grund gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen und ein Anlagekonto für jeden Menschen auf diesen Planeten. Ermöglichen würde man das über zwei getrennte pre-paid Konten, deren Transaktionen über die Blockchain laufen würden.”

Diese Idee wurde in einem anderen Brief über China noch genauer ausgearbeitet:

“Einzelne Transaktionen von Credit tokens können in der Blockchain abgelegt werden – was jedem von uns Geld im Wert unserer Arbeit und zu einer fairen Ressourcenverteilung führen würde. Keine betrügerischen, auf Schulden basierten Währungen! Kein Diebstahl an unserer Zukunft! Keine Kontrolle und Manipulation von Wirtschaftsgütern!”

Abschließend wird im Brief Papst Franziskus mitsamt der gesamten katholischen Kirche aufgerufen, das aktuell existierende Finanzsystem abzulehnen und “sich denen anzuschließen, die korporativen Geiz und den Mangel an Verantwortlichkeit beenden wollen”.

“Korporationen haben diese Probleme geschaffen. Diese Korporationen – und nicht die Völker der Erde – müssen für eine Korrektur bezahlen.”

Ob die Briefe tatsächlich zur römischen Kurie geschickt wurden und ob diese geantwortet hat sagt Frau von Reitz nicht.

 

BTC-Echo
Quelle: Alaskan “Judge” wants Pope Francis to endorse blockchain via Coindesk
Image Source: Fotolia

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet als Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Zudem engagiert er sich aktiv für die Krypto-Community – sowohl online als zentraler Ansprechpartner im Slack-Channel von BTC-ECHO als auch offline als Speaker und Interviewer pflegt er stets den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären. Der promovierte Physiker kann auf jahrelange Berufserfahrung als Projektleiter und technologischer Berater zurückgreifen. Philipp begeistert sich dabei seit vielen Jahren nicht nur für die technologische Dimension von Kryptowährungen, sondern auch für die dahinterliegende sozioökonomische Vision.

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