Bitcoin & Ethereum mit Kursanstiegen: Ist der Winter vorbei? Die Lage am Mittwoch

Quelle: Shutterstock

Bitcoin & Ethereum mit Kursanstiegen: Ist der Winter vorbei? Die Lage am Mittwoch

Bitcoin, Ethereum, Ripple & Co. konnten in den letzten Wochen grüne Zahlen schreiben. Ein Blick auf die Entwicklungen im Ökosystem der Kryptowährungen zeigt: Ganz ungerechtfertigt ist das nicht. Die Lage am Mittwoch.

Lässt man seinen Blick über das Bitcoin-Ökosystem schweifen, will man fast meinen: Der lange Krypto-Winter ist vorbei. Der Bitcoin-Kurs marschiert tapfer auf die 6.000-US-Dollar-Marke zu, während der Ethereum-Kurs am gestrigen Dienstag, dem 7. Mai, um zwischenzeitlich zehn Prozent ansteigen konnte. Während man im Krypto-Ökosystem häufig nach Gründen für Kursanstiege suchen muss und oft (leider zurecht) von Spekulation, Pump and Dump sowie Wash Trading die Rede ist, sprechen aktuell einige Gründe dafür, von fundamentalen Entwicklungen auszugehen. Denn: Es geht voran.

Ethereum: Satte Kursanstiege – gerechtfertigt?

Der gestrige Kursanstieg bei Ethereum scheint über bloße Spekulation hinauszugehen. So sieht es derzeit aus, als ob wir bald mit Ether Futures aus Übersee rechnen können. Doch damit nicht genug: Joseph Lubin plant fest, die Konkurrenz um EOS und TRON mindestens auf die hinteren Reihen zu verbannen. Dafür sprechen auch die Bewegungen im Netzwerk – dieses verzeichnet aktuell ein Allzeithoch an Ether-Transaktionen im dApp-Bereich. Dennoch betont auch Lubin: Das Ethereum-Netzwerk muss noch an sich arbeiten, einige Baustellen sind noch offen.

Studie bescheinigt Ethereum gute Chancen

Das bestätigt eine aktuelle Studie. Forscher der Frankfurt School of Finance vergleichen Ethereum, R3 Corda, Hyperledger Fabric und Quasar (für Stellar) und fassen ihre Ergebnisse in einem wissenschaftlichen Paper zusammen. Zwar sei, so eine Aussage der Forscher, gerade im Bereich der Smart Contacts noch mit Sicherheitslücken zu kämpfen. Dennoch steche Ethereum die Konkurrenz in einigen Punkten aus. In puncto Sicherheit kann die Kopfgeburt von Vitalik Buterin die Autoren überzeugen:

Insgesamt scheint aber Ethereum kurz- und mittelfristig die höchste Investitionssicherheit zu bieten: Ethereum ist Open Source, besitzt eine große Community sowie gleichzeitig eine hohe globale Verteilung. So kann die Investition in signifikante Geschäftsprozesse auf einer selbst oder gemeinsam mit anderen Akteuren kontrollierten Ethereum Blockchain mit der höchsten Wahrscheinlichkeit lange genutzt werden.

Dass die Ethereum-Entwickler indes nicht aufhören, ihr Projekt weiterzuentwickeln, überrascht wenig. So soll bis Ende Juni der Code für Proof of Stake fertiggestellt sein. Damit tut das Team letztlich alles, um sich Richtung Ethereum 2.0. zu entwickeln.


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Kursanstiege können – zumindest aus technologisch-fundamentaler Sicht – durchaus als gerechtfertigt gesehen werden. Wie sieht es beim Bitcoin-Kurs aus?

Bitcoin-Kurs lässt sich von Querelen um Bitfinex nicht beeinflussen

Was aktuell bei Bitfinex passiert, ist alles andere als professionell. Nach den Unstimmigkeiten um den instabilen Stable Coin Tether und einer damit zusammenhängenden 850-Millionen-US-Dollar-Klage der US-Justiz plant das Unternehmen von den Caymaninseln nun kurzerhand, einen neuen Token herauszugeben.

Damit will sich die Bitcoin-Börse offenbar aus der Affäre ziehen und die letzten Reserven von leichtgläubigen Kunden einsammeln. Da darf es kaum verwundern, dass der Bitcoin-Kurs auf Bitfinex knapp 300 US-Dollar mehr notiert als auf anderen Börsen. Das nahm etwa die Rankingseite Coinmarketcap zum Anlass, die Börse kurzerhand aus ihren Berechnungen des Bitcoin-Kurses und anderer Kurse zu verbannen.

Während solche Player nurmehr als abschreckende Beispiele gelten dürften, scheint sich der Rest des Ökosystems (man will schreien: endlich!) in eine professionellere Richtung zu entwickeln.

Das Bitcoin-Ökosystem wird professioneller

So kündigte etwa besagte Krypto-Ranking-Seite Coinmarketcap erst kürzlich mehr Transparenz an. Demnach startete Coinmarketcap eine Initiative gegen Wash Trading und für eine erhöhte Offenlegung von Daten.

Nutzer der Apple Watch dürften indes jubilieren. Mittels des Bitcoin Lightning Network können diese offenbar bald über ihre digitalen Uhren mit Bitcoin bezahlen.

Auch für Fans von Stable Coins gibt es Neuigkeiten zum richtigen Zeitpunkt: Offenbar arbeitet der MIT-Forscher Christian Catalani an einem Stable Coin. Hoffen wir, dass die digitale Münze des Massachusetts Institute of Technology stabiler wird als Tether.

Kommen jetzt die institutionellen Investoren?

Allen Unkenrufen der vergangenen Monate zum Trotz ist das Narrativ der institutionellen Investoren noch nicht gestorben. Wird das Bitcoin-Ökosystem reifer, so die Hoffnung, kommen auch die institutionellen Investoren und werfen ihr Kapital freizügig auf die Blockchain.

Eine Studie aus dem Hause Fidelity nährt hier nun neue Hoffnung. Das Interesse von Großinvestoren an Bitcoin, so eine der Essenzen der Studie, wächst. Dementsprechend wollen deutlich mehr Investoren ihr Portfolio um Kryptowährungen erweitern. Zu den Befragten gehörten unter anderem Family Offices, Hedgefonds (Krypto und klassisch) sowie Renten- und Pensionsfonds. Von diesen seien 22 Prozent bereits in Kryptowährungen eingestiegen, weitere 40 Prozent wollen in den nächsten fünf Jahren nachziehen.

Auch die in Krypto-Kreisen bekannte Börse Bakkt machte kürzlich erneut von sich reden. Das Unternehmen, das uns „bald“ mit Bitcoin Futures beglücken will, gab dahingehend zu, sich am Krypto-Brachland der letzten Wochen bereichert zu haben. Demnach nutzten sie die Möglichkeit, Kryptowährungen günstig nachzukaufen, um sich so auf den viel erwarteten, dennoch wenig bestätigten Kurs- und Kundenanstieg vorzubereiten.

Man mag fast schon die Bullen riechen.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Die Top Bitcoin-, IOTA und Ripple-News der Woche
Die Top Bitcoin-, IOTA und Ripple-News der Woche
Kolumne

Bitcoin steuert auf die 18 Millionengrenze zu, IOTA rühmt sich mit vielversprechenden Anwendungsfällen und wir haben das Ripple-Ökosystem im Blick. Das interessierte unsere Leser in der vergangenen Woche am meisten.

Bitcoin: „Blind, taub und dumm“ – Das Meinungs-ECHO
Bitcoin: „Blind, taub und dumm“ – Das Meinungs-ECHO
Kolumne

Bitcoin sei mit bewussten Einschränkungen konzipiert worden, meint IOHK-Chef Charles Hoskinson. Indessen erhält Libra, dessen regulatorischer Spießrutenlauf nach Brad Garlinghouse noch bis 2023 andauern könnte, moralische Unterstützung von VanEck-Direktor Gabor Gurbacs. Das Meinungs-ECHO.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Die Top Bitcoin-, IOTA und Ripple-News der Woche
Die Top Bitcoin-, IOTA und Ripple-News der Woche
Kolumne

Bitcoin steuert auf die 18 Millionengrenze zu, IOTA rühmt sich mit vielversprechenden Anwendungsfällen und wir haben das Ripple-Ökosystem im Blick. Das interessierte unsere Leser in der vergangenen Woche am meisten.

Wie ticken zentralisierte Krypto-Börsen?
Wie ticken zentralisierte Krypto-Börsen?
Wissen

Einer der größten Stolpersteine bei der Analyse von Krypto-Assets sind zentralisierte Börsen. Während on-chain ein Großteil des Verhaltens verschiedener Akteure verfolgt werden kann, arbeiten Börsen wie Bitfinex, Bithub oder Kraken immer noch weitgehend off-chain. Nur ein Bruchteil ihres Verhaltens kann direkt auf verschiedenen Blockchains beobachtet werden. Für Investoren und andere Akteure auf dem Markt könnten jedoch Blicke hinter diese Barriere viele Vorteile bringen: Anleger könnten eindeutig große Transaktionen zwischen verschiedenen Börsen verfolgen. Derartige Transaktionen stehen häufig im Verdacht, einen nachhaltigen Einfluss auf die Kurse zu nehmen, sodass ein schnelles Wissen über derartige Ereignisse hilfreich wäre. 

Krypto- und traditionelle Märkte: Bitcoin – trotz schwacher Performance attraktiv?
Krypto- und traditionelle Märkte: Bitcoin – trotz schwacher Performance attraktiv?
Märkte

Der Bitcoin-Kurs weist aktuell eine sehr geringe Korrelation zu den Vergleichsmärkten auf. Die Volatilität vom Bitcoin-Kurs liegt auch weiterhin bei 3 Prozent. Leider ist die Performance auch in dieser Woche noch vom Kurssturz von Ende September geprägt.

Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Sicherheit

Krytpo-Scammer schlugen erneut im Darknet zu. Um ahnungslosen Kunden von Darknet-Märkten die Bitcoin aus der Tasche zu ziehen, kam dieses Mal eine infizierte Variante des Tor Browsers zum Einsatz.

Angesagt

IOTA im Fokus: Mikrotransaktionen und das Tangle
Altcoins

IOTA könnte sich als entscheidende Technologie im Internet of Things etablieren. Dabei sticht vor allem die Möglichkeit kleinster Transaktionen in Echtzeit heraus. Die Killerapp treibt die Autonomisierung von Maschinen voran.

Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Blockchain

In Zukunft könnte der Verkauf der Broadway Tickets über eine Blockchain-Lösung laufen. So hat es zumindest der größte Ticketverkäufer des Broadways, die Shubert Organization, geplant. Die Blockchain-Lösung für das Projekt stellt das Bostoner Start-up True Tickets zur Verfügung.

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.