Bitcoin, Ether und Ripple weiter auf Tauchgang

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Bitcoin, Ether und Ripple weiter auf Tauchgang

Der Krypto-Markt sieht nach wie vor rot. Nach den massiven Kursrückgängen der vergangenen Woche bleiben Signale, die auf eine Trendumkehr hindeuten, bislang aus. Stattdessen geht der Abwärtstrend für die meisten Kryptowährungen weiter.

Am 14. November fand der Krebsgang der Kurse von Bitcoin & Co. ein jähes Ende, als der BTC-Kurs unter die psychologisch wichtige Marke von 6.000 US-Dollar rutschte und damit den tiefsten Stand seit Ende Juni 2018 erreichte. Der Support von 5.800 US-Dollar konnte nicht gehalten werden, im Gegenteil: Aktuell deutet vieles darauf hin, dass die Abwärtsfahrt weitergeht. Mit derzeit 5.300 US-Dollar und einem Tagesminus von über fünf Prozent hat der Bitcoin-Kurs seinen Tauchgang in Richtung des nächsten Supports (bei etwa 4.400 US-Dollar) fortgesetzt.

Man kennt das Bild: Wenn Bitcoin blutet, sieht es für die Altcoins meist noch schlimmer aus. Schließlich gilt die Mutter der Kryptowährungen trotz allem noch als ein Anker der Stabilität, zumindest für Krypto-Verhältnisse. Von den Top-10-Altcoins musste Bitcoin Cash die größten Kurseinbußen hinnehmen. So verzeichnet die viertgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung im Zuge der Grabenkämpfe angesichts der jüngsten Hard Fork für die letzten sieben Kursverluste von über 30 Prozent. BCH liegt derzeit mit 360 US-Dollar auf einem Jahrestiefstand.

XRP: Bearisher Ausblick nach kurzer Erholung

Der „Banken-Coin“ XRP von Ripple scheint indes Ether als zweitgrößte Kryptowährung nach Bitcoin endgültig abgelöst zu haben. Obwohl auch XRP vom Markteinbruch vergangene Woche nicht verschont blieb, konnte sich der XRP-Kurs – im Gegensatz zu den meisten seiner Altcoin-Kollegen – über das Wochenende etwas erholen.

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Zwar zeigt auch der XRP-Kurs ein deutliches 7-Tage-Minus von fünf Prozent. Verglichen mit dem Rest der Top 10, bei dem sich die Wochenverluste im zweistelligen Prozentbereich bewegen, steht XRP zu Beginn dieser Woche zwar (noch) gut da. Allerdings fiel der XRP-Kurs nach der kurzen Wochendendrallye erneut auf den gleitenden Mittelwert MA200 im Stundenchart und durchbrach dabei die durch die Mittelwerte MA50 und MA200 beschriebenen Supports. Dadurch gestaltet sich die kurzfristige Prognose für den XRP bearish – trotz der im Vergleich zur den anderen Top-10-Coins glimpflichen Verluste. Darauf deutet auch der Aroon-Down-Indikator (blaue Linie) hin.

Es finden sich unter den Top 100 wenige Kryptowährungen mit substantiellen Kursgewinnen. Eine auffällige Ausnahme bildet Factom (FCT). Das Projekt, das sich um die Entwicklung von Programmen auf der Bitcoin-Blockchain dreht, kann ein Wochenplus von satten 78 Prozent vorweisen.

Man muss allerdings bedenken, dass die aktuellen Kurseinbrüche nicht mit einem Scheitern des Krypto-Marktes in der Breite gleichzusetzen sind. Sie sind vielmehr ein Symptom dafür, dass der Markt noch stark von wenigen, dominierenden Akteuren – den „Walen“ – abhängig ist. Die Volatilität, die Bitcoin nach wochenlanger Windstille wieder erfasst hat, ist vor allem auf den OTC-Handel zurückzuführen.

BTC-ECHO

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