Bitcoin ETF: Jay Clayton äußert Sicherheitsbedenken

Quelle: Shutterstock

Bitcoin ETF: Jay Clayton äußert Sicherheitsbedenken

Ein Bitcoin ETF ist ein zum Teil ersehntes Anlagevehikel in der Krypto-Community. Es soll das große Geld ins Ökosystem spülen und institutionelle Investoren anlocken. Nun äußerte sich der Vorsitzende der SEC Jay Clayton zum Thema.

Jay Clayton, Vorsitzender der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC, äußerte sich am 26. November zu einem heiß diskutierten Thema in der Krypto-Community: die Bitcoin ETFs.

Sie haben den Ruf, Sicherheit für potentielle Investoren auszustrahlen – und damit neues Geld in den Markt zu locken. Die börsengehandelten Fonds (Exchange Traded Funds) sind Investmentfonds, die Indizes nachbilden und denselben Kursverlauf wie der zugrunde gelegte Index (in diesem Fall wäre das Bitcoin) haben. Damit können Anleger letztlich von einer Wertentwicklung profitieren, ohne sich das jeweilige Asset tatsächlich zulegen zu müssen. Kurzum: Ein Bitcoin ETF würde die Investition in Kryptowährungen stark vereinfachen.

Die Frage, ob sich die Securities and Exchange Commission endlich bereit erklärt, ETFs zuzulassen, treibt die Community bereits seit längerer Zeit um. Erst im November hieß es vonseiten VanEck, dass alle Bedingungen für eine Zulassung bereits erfüllt seien. Bisher hörte man von einer Zulassung jedoch nichts weiter. Das darf zunächst nicht verwundern, schließlich ist der Fragenkatalog der SEC recht lang. Bei einer dezentralen Technologie und mehr oder weniger unregulierten Marktumgebung ist es nicht unbedingt einfach, Dinge wie Liquidität, Verwahrung, Arbitrage und Manipulation zu überwachen bzw. zu verhindern.

Bitcoin ETF: Sicherheitsbedenken überwiegen nach wie vor

In diesem Zusammenhang äußerte nun auch Jay Clayton Bedenken zu den börsengehandelten Fonds. Laut Bloomberg sagte er, dass Kryptowährungen nach wie vor nicht vor Diebstahl geschützt sind und/oder manipuliert werden können:

„Was die Anleger erwarten, ist, dass der Handel […], der dem ETF zugrunde liegt, ein sinnvoller Handel ist, der frei […] von dem signifikanten Risiko der Manipulation ist. Diese Art von Schutzmaßnahmen gibt es in vielen der Märkte, in denen digitale Währungen gehandelt werden, nicht.“

Demnach sei in naher Zukunft nicht damit zu rechnen, dass Bitcoin ETFs zugelassen werden. Bedenkt man die aktuelle Lage rund um Exchanges, kann man die Bedenken Claytons verstehen. Allein die Debatte um Bitfinex und die angebliche Manipulation bei Tether zeugen nicht unbedingt von einem sicheren Ökosystem. Auch die Causa Envion lässt so manche verprellte Anleger zurück.

Was man hier jedoch nicht übersehen darf: Es sind die Börsen und sonstige Mittelsmänner, die nicht (immer) sicher sind. Die Bitcoin Blockchain an sich ist nur schwerlich zu knacken.

BTC-ECHO

Anzeige

Ähnliche Artikel

Entwicklung vom BTC-ECHO-Musterportfolio Konservativ KW49
Entwicklung vom BTC-ECHO-Musterportfolio Konservativ KW49
Märkte

Der Bärenmarkt fordert auch vom BTC-ECHO-Musterportfolio Konservativ seinen Tribut. Das Portfolio hat jedoch ungefähr zehn bis 20 Prozent besser performt als die Vergleichsassets Bitcoin, XRP und Ethereum.

Top-Bitcoin-News der Woche: Wale, Institutionelle Investoren & die Deutsche Bank
Top-Bitcoin-News der Woche: Wale, Institutionelle Investoren & die Deutsche Bank
Bitcoin

Und was ist letzte Woche so passiert? Während Bitcoin und seine Leidensgenossen nach wie vor dunkelrote Zahlen schreiben, sind unsere LeserInnen interessierter denn je.

Security Token Offering: Neufund und Ledger planen STO-Framework
Security Token Offering: Neufund und Ledger planen STO-Framework
Funding

Das Berliner Fundraising-Start-up Neufund hat sich mit dem Wallet-Hersteller Ledger zusammengetan.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Das Regulierungs-ECHO KW49: Balanceakt in den USA – Über das Für und Wider von Kryptowährungen
    Das Regulierungs-ECHO KW49: Balanceakt in den USA – Über das Für und Wider von Kryptowährungen
    Regulierung

    Die Options- und Futures-Kommission der USA fragt sich: Was sind Smart Contracts?

    Altcoin Deep Dive – 0x (ZRX)
    Altcoin Deep Dive – 0x (ZRX)
    New Coins on the Block

    Mt.Gox, Cryptsy oder Bitgrail zeigen, dass zentralisierte Kryptobörsen ein Single Point of Failure beinhalten.

    Advents-Podcast: Cobinhood – die Exchange ohne Gebühren
    Advents-Podcast: Cobinhood – die Exchange ohne Gebühren
    Szene

    Eine Exchange ohne Gebühren? Cobinhood ist die erste Krypto-Börse, die sich nicht durch Trading-Gebühren finanziert.

    Privatsphäre ist kein Verbrechen
    Privatsphäre ist kein Verbrechen
    Kommentar

    Die Privatsphäre im 21. Jahrhundert schwindet zunehmend. Informationen werden überall abgegriffen und ausgewertet, bei Facebook, Google, Amazon und auch Bitcoin.

    Angesagt

    Bitcoin-Scam-Warnung: Betrüger kopieren Binance auf Telegram
    Sicherheit

    Bitcoin-Scam: Aktuell geben sich Betrüger als Vertreter der Bitcoin-Börse Binance aus, um angeblich den Launch ihrer Dezenztralen Exchange zu feiern.

    Entwicklung vom BTC-ECHO-Musterportfolio Konservativ KW49
    Märkte

    Der Bärenmarkt fordert auch vom BTC-ECHO-Musterportfolio Konservativ seinen Tribut. Das Portfolio hat jedoch ungefähr zehn bis 20 Prozent besser performt als die Vergleichsassets Bitcoin, XRP und Ethereum.

    Top-Bitcoin-News der Woche: Wale, Institutionelle Investoren & die Deutsche Bank
    Bitcoin

    Und was ist letzte Woche so passiert? Während Bitcoin und seine Leidensgenossen nach wie vor dunkelrote Zahlen schreiben, sind unsere LeserInnen interessierter denn je.

    5 Gründe, warum Bitcoin besser ist als Gold
    Insights

    Bitcoin mit Gold zu vergleichen liegt nahe. Beide Medien sind eher Wertspeicher als Zahlungsmittel.