Durchbruch des Bitcoin: “Warum?” und nicht “Wie?” ist die große Frage

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Wenn man sich einmal in der Bitcoin-Cummunity umhört und nachfragt, warum sich Bitcoin als elektronisches online Geld bisher noch nicht durchsetzen konnte, wird die Benutzerfreundlichkeit meist als Hauptargument genutzt. Verglichen mit anderen mobilen Zahlungsmethoden, so denken die meisten, sind die digitalen Währungen einfach nicht benutzerfreundlich genug.

In gewisser Weise ist das auch korrekt. Als Zahlungsmethode könnte man Bitcoin benutzerfreundlicher gestalten und die Branche sollte noch mehr daran arbeiten, die Basis-Features zu verbessern. Für den Durchschnittsbürger muss eine einfache Bedienbargkeit des elektronischen Wallets gewährleistet sein und der Transfer und die Bezahlung in BTC muss kinderleicht vonstatten gehen.

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Aber zu sagen dies sei das größte Problem der Branche ist nicht richtig. Am Ende des Tages ist es egal wie einfach eine Sache zu benutzen ist, wenn sich jeder fragt warum er es überhaupt nutzen soll.

Auf einem von ZapChain veranstalteten Diskussionsforum über das Branding von Bitcoin, diskutierten Daniel Cawrey, Ben Parr (Inc.com) und Paul Vigna vom The Wall Street Journal über die Lücke zwischen dem Medieninteresse an der Technologie und der Massenakzeptanz.

Ein Teilnehmer des Panels fragte, wie Bitcoin einfacher für die weniger technisch versierten Menschen gestaltet werden kann und die Redner hatten eine passende Antwort parat: Bitcoin hat ein “Segway Problem“!

Wichtig zu wissen ist dabei, dass das Segway allgemein dafür bekannt war, dass es schneller und einfacher ist als das Laufen. Dafür wurde das Segway auch in den Medien hoch angepriesen und regelrecht gehyped.

2001 wurde das Segway auch von großen Persönlichkeiten, wie Steve Jobs in den höchsten Tönen gelobt. Jobs sagte damals er könnte sich vorstellen, dass das Segway eines Tages ein  noch größeres Ding werden könnte als der “heimische Desktop Computer”. Einige Enthusiasten sprachen gar davon, es könnte das “Gehen” ersetzen.

Heutzutage glaubt keiner mehr an einer Welt voller Segways. Letztendlich ist den meisten Menschen wohl möglich niemals ein Segway über den Weg gefahren und sie haben nicht verstanden, warum sie in ein solches Gefährt investieren sollen – auch wenn ihnen die Vorteile von der Community und der Presse auf dem goldenen Tablett serviert wurden.

Bitcoin hat ein ähnliches Problem. An diesem Punkt kann man sagen, sind die Vorteile von Bitcoin als Zahlungsmittel bei vielen Menschen bekannt. Ganze Industrie haben davon gehört, dass man mit Bitcoin Geld schneller und kostengünster international transferieren kann und gleichzeitig die Privatsphäre von den Konsumenten geschützt bleibt.

Marc Hochstein vom American Banker Magazin brachte aus auf den Punkt und sagte während der Digital Currencies und Blockchain Konferenz im letzten Monat:

“Was ist wenn euch sage, dass die Pseudonymität von Bitcoin keine Angst, sondern ein Geschenk für den eigenen Schutz war?” “Ich denke die Crypto-Community leistet einen wichtigen Beitrag für die bargeldlose Zukunft.”

Das Bewusstsein ist spürbar. Die große Herausforderung wird die sein, diejenigen die bereits von Bitcoin gehört haben zum Regierung zu bringen.

In Kürze, warum Segway fahren wenn ich laufen kann?

Einfache Handhabung

Neue Technologien sind oftmals nicht von Beginn an raffiniert und meist mangelt es an einer einfachen Handhabung. Man kann jedoch auch nicht sagen, die Community hätte in Sachen Benutzerfreundlichkeit noch keine großen Schritte gemacht.

Man sagt die großen US amerikanischen Bitcoin-Kaufdienste seien, trotz kleiner Macken, bereits sehr benutzerfreundlich.

Bitcoin basierte  Startups wie ChangeTip, Coinbase und Circle erlauben es ihren Nutzern bereits einen Account zu eröffnen, eine Kreditkarte oder ein Bankkonto zu hinterlegen und damit Bitcoin zu kaufen und zu versenden. Das funktioniert in beide Richtungen – es ist auch ganz einfach Bitcoin zu empfangen und zu verkaufen. Viele Dienste bieten diese Möglichkeit bereits, ohne ein jegliches Zutun von Hädnlern.

Fragen wir uns einmal selbst wie der Kaufservice drastisch verbessert werden könnte? Vielleicht ist es möglich und vielleicht wird es eine drastische Verbesserung geben. Aber warum schauen wir uns nicht einmal an was diese Services bereits erreicht haben? Die Herausforderung ist hier wieder, warum der Service in erster Instanz genutzt werden soll.

Dennoch, es ist nicht immer ganz so einfach an die digitale Währung heran zu kommen. Man benötigt in den meisten Fällen eine Kredit- oder Debitoren Karte.

Besonders in Entwicklungsländern, wo Bitcoin als das Tor zu einer Finanzwelt für Menschen ohne Bankkonto angepriesen wird, sieht die Realität ganz anders aus. Wie sollen die Menschen einen Zugang zum Bitcoin-System erhalten? Kein Konto = Kein Bitcoin. Glücklicherweise scheint es aber auch hier, als arbeiten die beiden Startups Abra und 21.co bereits an einer Lösung.

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