Bitcoin: Das Jahr startet mit einen Flash-Crash

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Tuur Demeester: “Bitcoin: Blut liegt auf der Straße, Hohes Volumen. In anderen Worten: Zeit zum Kaufen.”

Die Marktbeobachter zerrissen sich am Sonntag förmlich den Mund über der “Bitcoin-Crash”. Einige der Beobachter konnten dem Preis-Crash aber auch etwas Positives abgewinnen und sahen in dem Kursverfall eine große Möglichkeit Bitcoin günstig nachzukaufen:

Tuur Demeester: “Bitcoin: Blut liegt auf der Straße, Hohes Volumen. In anderen Worten: Zeit zum Kaufen.”


Dave Shin: “Der Bitcoin-Preisfällt. Meiner Meinung nach ist zwischen 225-250 USD ein guter Kaufkurs. Mich würde es stark wundern wenn der Bitcoin-Preis noch weiter unter 225 USD fällt. Bleib ruhig und bereite dich auf den kauf vor.”

Auch der Bitcoin-Bulle Tim Draper rief die Russen dazu auf den stark am Wert verlierenden Rubel in Bitcoin einzutauschen:
Tim Draper: “Wenn ich Russe wäre, würde ich meine Rubel in Bitcoin eintauschen.”

Ein neuer Bitcoin Flash-Crash?

Was also hat diesen Crash ausgelöst? Eine mögliche Theorie ist, dass Leerverkäufer die Low-Volume Urlaubszeit genutzt haben um ihre BTC zu verkaufen um den Preis schnellst möglich zu drücken um dann günstiger zurück kaufen zu können.

In anderen Worten handelte es sich bei dem Preissturz um einen weiteren Bitcoin Flash-Crash wie wir ihn bereits im August gesehen haben, ausgelöst durch einen Margenausgleich (Margin Call). Im August stürzte der Bitcoin-Preis von 600 USD auf 500 USD.

Das ist die Theorie von Alistair Milne, Portfolio-Manager bei dem in Monaco ansässigen Altana Digital Currency Fund. Milne sagt er habe am besagten Wochenende mehrere hundert BTC schwere  Sell-Orders ohne jegliches Preislimit auf Bitfinex gesehen – ein deutliches Zeichen dafür, dass fremdfinanzierte Positionen automatisch geschlossen wurden.

Auch ein Einbruch der gehebelten Langzeit-Positionen sind ein Indiz für Milns Theorie. US-Dollar Swaps auf Bitfinex vielen beim Bitcoin-Preisverfall am Wochenende  um 12%.
Kurzfristige Swaps haben gegenüber den langfristigen Swaps stark zugelegt. In nur 24 Stunden haben die kurzfristigen Swaps um 25 Prozentpunkte zugelegt und erreichten die 88%-Marke. In anderen Worten wetten die Bitfinex-Trader weiterhin auf einen sinkenden BTC-Preis.

Bitfinex swaps ratio at 11:46 GMT. Source: BFXData

Geld schläft nie, außer Weihnachten

Dei Weihnachts- und Silvesterferien können eine entscheidende Rolle bei den Margin-Calls gespielt haben. Auf den Börsen wird während der Urlaubszeit nur wenig gehandelt. Alleine in der letzten Dezember Woche viel das Handelsvolumen um 24% im Vergleich zur Vorwoche.

Dann gibt es da noch die Praktiken des “modernen”Bankwesens. Vielen Banken haben über die Feiertage geschlossen und erlauben es den Nutzern nicht ihre Online-Konten mit Geld aufzuladen um so neue Bitcoins kaufen zu können, wenn sie benötigt werden –  viele Trader liefen also einfach trocken. Das alles zusammen sind optimale Bedingungen für die besagten Margin-Calls der Verkäufer.

Milne sagt:

“Wenn wir die ganze Sachen einmal bereinigen, sieht es so aus als läge der Bitcoin-Preis derzeit in den Händen von Spekulanten. Für mich sieht es so aus als nutzen erfahrene Trader die unerfahrenen  Enthusiasten aus – das ist auch einer der Gründe dafür, warum unerfahrene Enthusiasten nicht den Gebrauch von Hebeln machen sollten.”

Manche Trader gehen davon aus, dass der Bitcoin-Preis noch weiter fallen wird. Arthur Hayes von BitMEX sagt:

“Das war noch nicht genug der Kapitulation. Es benötigt mehr Medien die sagen: `Wir haben euch gesagt Bitcoin ist ein schlechtes Investment` um den Bitcoin Preis auf den Boden zu treiben.”

Gavin Smith, Deriviate-Anbieter bei First Global Creditadvises hat einen ähnlichen Standpunkt und denkt der Bitcoin-Kurs könnte noch weiter fallen bevor er den Boden erreicht.

Der niedrige Bitcoin-Preis könnte den Bitcoin-Bullen die optimale Möglichkeit bieten günstig in den Markt einzusteigen. So tief war der Bitcoin zuletzt im November 2013. Damals begann kurz darauf legendäre Bitcoin-Bullenrun.

Milne habe von einigen Investoren gehört, dass sie bei diesen Preisen langfristig ihren Bestand an Bitcoins aufstocken wollen.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Joon Ian Wong via CoinDesk

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Image Source: CoinDesk

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