Bitcoin: BTC-Hodler trotzen der Bärenstimmung

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Mehr als 55 Prozent der Bitcoin liegen aktuell in Wallets, in denen mehr als 200 BTC gehalten werden. Ein Drittel der Bitcoins in diesen „Investoren-Wallets“ haben noch keine einzige ausgehende Transaktionen verbucht. Die große Zahl an unbewegten Coins lässt auf Hardcore-Hodler schließen – oder auf verlorene Private Keys.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Die Mehrzahl der Bitcoin liegt auf den Wallets von Millionären. Zu diesem Schluss kommt zumindest die Kryptopublikation von Diar. So seien mehr als die Hälfte der Bitcoin auf Wallets mit einem Kontostand von über 200 BTC (bei derzeitigem Kurs etwa 1.083.000 Euro). Diar hat ferner festgestellt, dass etwa ein Drittel der Coins in diesen „Investoren-Wallets“ noch nie ausgegeben wurden.

Selbst zu Bitcoin-Hochzeiten wurde gehodlt

Diar hat außerdem herausgefunden, dass mehr als 40 Prozent der Bitcoin bereits seit Dezember 2017 in den 200-Plus-BTC-Wallets liegen – und dennoch nicht bewegt wurden. Hier sind möglicherweise ein paar orthodoxe Hodler am Werk – und/oder schusselige Private-Key-Verlierer. Für Ersteres spricht zumindest die Tatsache, dass 27 Prozent dieser Wallets weitere Bitcoin erstanden haben.


Diar verweist außerdem auf eine Studie von Chainalysis, die im Juni veröffentlicht wurde. Chainalysis kommt zu dem Schluss, dass etwa ein Drittel der Bitcoin bereits verloren bzw. noch nicht gemint worden sind. Diese Analyse deckt sich mit der Einschätzung von Diar, die ebenfalls 30 Prozent der Coins als verloren oder nicht liquide einstuft.

Alle Zahlen der Diar-Studie zur Bitcoin-Verteilung:

  • 15 Prozent der Bitcoin befinden sich auf Exchange-Wallets
  • 13 Prozent der BTC werden für Transaktionen aufgewendet
  • 25 Prozent der BTC sollen langfristigen Investment-Zielen dienen
  • 17 Prozent dienen der kurzfristigen Spekulation
  • 30 Prozent der BTC sind verloren oder noch nicht gemint

Der Bitcoin-Kurs stagniert derweil

Keine Frage, wer schon in der Rekordzeit im Dezember BTC gehodlt hat, wird sich auch von dem derzeitigen Bärenmarkt nicht von seiner Linie abbringen lassen. Der Bitcoin-Kurs tuckert derweil gemächlich in Gewässern oberhalb der 6.300-US-Dollar-Marke. Die Befürchtung, dass der Bitcoin nach seinem Fünf-Tage-Tief am 17. September weiter abstürzen könnte, hat sich indes nicht bestätigt. Mit einem Tagesplus von einem knappen Prozent hat der Bitcoin wieder das Niveau von letzter Woche erreicht und steht mit 6.337 US-Dollar aktuell um ein Prozent besser da als noch vor sieben Tagen.

BTC-ECHO


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