Bitcoin-Börse Cashierest in Korea angeklagt

Quelle: BTC-ECHO

Bitcoin-Börse Cashierest in Korea angeklagt

Bitcoin-Börse muss sich verantworten: Wie ZDNet Korea berichtet, reichte die Rechtsanwaltskanzlei Aone am Freitag, dem 5. Oktober 2018, beim Landgericht Seoul eine Klage gegen die Bitcoin-Exchange Cashierest ein. Man wirft der Betreibergesellschaft unter anderem vor, sich bei der Ausgabe des eigenen Token und der Berechnung der Transaktionsgebühren nicht an koreanisches Recht gehalten zu haben.

Die Bitcoin-Börse Cashierest aus Korea muss sich nun vor Gericht verantworten. Über den hauseigenen CAP-Token des koreanischen Online-Handelsplatzes wurde die Dividende an die eigenen Kunden ausgezahlt. Rechtsanwalt Kim Dong-joo von der Seouler Kanzlei Aone äußerte sich gegenüber der Presse. Er vertritt die Ansicht, dass es illegal sei, wie Cashierest seinen Kunden Rabatte bei der Berechnung der Transaktionsgebühren eingeräumt hat. Die Börse für Bitcoin und andere Kryptowährungen Cashierest warb damit, dass alle Eigentümer des CAP-Token Umtauschgebühren einsparen konnten, indem man ihnen Rabatte abhängig von der Anzahl der gekauften beziehungsweise in der Wallet vorhandenen Token gewährte.

Die Kanzlei vermutet zudem, dass die Newlink Co. Ltd. den Kurs des Token zum eigenen Vorteil manipuliert haben soll. Die Klage beim Landgericht Seoul habe man zur Wiederherstellung eines fairen und gesunden Finanzmarktes eingereicht, teilte Dong-joo mit. Der Newlink Co. Ltd. wird ebenfalls vorgeworfen, sie habe die angebotene Menge an Token künstlich verknappt, um den Preis nach oben zu treiben. Sowohl mit der Emission als auch mit dem Handel der Token habe Cashierest illegal gehandelt. Eine Preisbildung auf Basis von Angebot und Nachfrage war unter diesen Umständen unmöglich, so der Rechtsanwalt der klagenden Partei.

Cashierest: Werden als nächstes Bithumb, Coinbit und Coinzest angeklagt?

Nach Medienangaben bereitet die Kanzlei Aone derzeit weitere Klagen gegen Bitcoin-Börsen vor. Konkret will man mit vergleichbaren Klageschriften gegen die koreanischen Krypto-Exchanges Bithumb, Coinbit und Coinzest juristisch vorgehen.

Übrigens war dies offenbar nicht die erste Unregelmäßigkeit, die die Newlink Co. Ltd. in den letzten Monaten verantworten musste. Im April dieses Jahres berichtete Bitcoin.com, dass es aufgrund eines Fehlers im Frontend des Handelsplatzes Cashierest zu einem peinlichen Zwischenfall kam. Mehreren Kunden war es möglich, unkontrollierte Mengen an Coins abzuheben. Die Nutzer konnten ihrer Wallet bis zu fünf Mal mehr Coins entnehmen, als sie vorher besessen hatten.

BTC-ECHO

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