Bitcoin-Automaten erobern die USA – D-A-CH hinkt hinterher

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Bitcoin-Automaten erobern die USA – D-A-CH hinkt hinterher

Bitcoin-Automaten sind in den USA weiter auf dem Vormarsch. Im vergangenen Monat konnten sich die US-Amerikaner über mehr als 170 neue Bitcoin-ATMs freuen. Bei der D-A-CH-Region herrscht indes Aufholbedarf – das gilt besonders für Deutschland. 

Bitcoin (BTC) am Automaten kaufen – was hierzulande noch Seltenheitswert hat, entwickelt sich in den USA immer mehr zum Massenphänomen. Alleine im Mai wuchs dort die Zahl der Bitcoin-Automaten um 172. Damit stehen mittlerweile über 3.000 Bitcoin-ATMs in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das geht aus Daten der Analyseseite CoinATMRadar hervor.

Bitcoin-Automaten-Entwicklung-USA

Zum Vergleich: Für die D-A-CH-Region werden derzeit insgesamt 330 BTC-Automaten und -Tauschstellen angezeigt. Alleine 271 davon stehen in Österreich. Auf Deutschland und die Schweiz entfallen lediglich 31 respektive 59 BTC-Automaten und -Tauschstellen. Die Österreicher sind damit im D-A-CH-Gebiet die Vorreiter in Sachen Bitcoin-Automaten. Allerdings haben die Schweizer ein Ass im Ärmel, das von CoinATMRadar nicht erfasst wird.

Denn seit November 2018 besteht für die Eidgenossen die Möglichkeit, Bitcoin an Fahrkartenautomaten der Schweizerischen Bundesbahn (SBB) zu kaufen. Zwar verbietet ein Tageslimit von maximal 500 Schweizer Franken den Umtausch größerer Beträge; dennoch bedeutet die Bitcoin-Adaption durch die SBB, dass die Schweizer de facto an über 2.300 Automaten Bitcoin kaufen und verkaufen können.

Bitcoin-Automaten in Deutschland

Deutschland bildet mit derzeit 31 Bitcoin-Automaten und -Händlern das Schlusslicht im D-A-CH-Gebiet. Das liegt vor allem an den rigorosen Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). So ist es hierzulande deutlich schwieriger, ein lizenziertes Geschäft mit BTC-Automaten zu betreiben. Dieser Hemmschuh für die Bitcoin-Adaption hat den Hintergrund, dass die BaFin der Geldwäsche vorbeugen möchte. In einem Urteil von 2016 strafte die BaFin den Betreiber einer BTC-Tauschseite vor einem Berliner Amtsgericht mit der Begründung ab, dass er illegalen Wertpapierhandel betrieben hat. Der Verurteilte legte Berufung ein – und bekam im Oktober 2018 recht.

So revidierte das Berliner Kammergericht das Urteil des Amtsgerichts. In der Urteilsbegründung hieß es unter anderem, die BaFin habe mit der Einstufung Bitcoins als Finanzinstrument im Sinne des Kreditwesengesetzes ihre Kompetenz überschritten. Seitdem sprießen die BTC-Automaten in Deutschland wieder – wenn auch sporadisch.

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