Bitcoin-ATMs in finanziell schwachen Gegenden: Fluch oder Segen?

Kai Baum

von Kai Baum

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Kai Baum

Kai Baum entwickelte bereits in seinen jungen Jahren ein hohes Maß an Interesse für neue Technologien. Nach dem Abitur lernte er die Blockchain-Technologie kennen und ist seitdem auf der ganzen Welt unterwegs, um möglichst viele Krypto-Projekte kennen zu lernen.

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Der Bitcoin-Kurs befindet sich seit einiger Zeit im Sinkflug, trotzdem werden zunehmend Bitcoin-ATMs aufgestellt. Kritisch wird dies vor allem in den finanziell schwachen Gegenden betrachtet.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Über 2.000 solcher Bitcoin-ATMs gibt es mittlerweile in den Vereinigten Staaten. Die Bitcoin-Geldautomaten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, überraschenderweise auch dort, wo Menschen mit geringem Einkommen zu kämpfen haben. Woran liegt das?

„Menschen, die die Automaten nutzen, haben höchstwahrscheinlich kein Bankkonto“,

sagt Andy Attisha, Besitzer einer Tankstelle in Oak Park, Illinois.

Menschen aus Haushalten mit geringem Einkommen tendieren dazu, ihre Finanzen außerhalb des Banksektors zu organisieren. Sie haben sich von den Banken abgewandt. Attisha beobachtet, wie viele Menschen große Geldsummen in den Automaten vor seiner Tankstelle einzahlen. So werden die Bitcoin-ATMs für viele zum Hilfsmittel, um ihr Fiatgeld zu digitalisieren. Um eine Rechnung zu bezahlen, wird das Fiatgeld einfach wieder abgehoben.

Bitcoin: Glücksspiel, Investment oder Chancenbringer?

„Bitcoin-ATMs sind kein sicherer und angemessener Weg um Haushalten mit geringem Einkommen finanzielle Dienstleistungen zu bieten“,


betont Micheal S. Barr, Dekan der Gerald R. Ford School für öffentliche Ordnung.

Barr sagt, dass Kursschwankungen und Unsicherheit, die der Bitcoin mit sich bringt, das Letzte seien, was Menschen in finanziell schwachen Gegenden brauchen. Er denkt, es sei keine gute Idee, dass arme Menschen den Bitcoin als Investment nutzen.

„Die Menschen sehen den Bitcoin vielleicht als ein einziges Lotterie-Ticket“,

stellt John Sedunov, Assistenzprofessor der Finanz für die Villanova Universität in Pennsylvania, heraus. Damit unterstützt er Barrs Meinung, dass mehr als das Kaufen und Halten dazugehört, um mit Bitcoins Profit zu machen.

Zuspruch erhalten die Bitcoin-ATMs hingegen in der Online-Kryptoszene. Hier werden vor allem die Chancen gesehen. Zudem sieht man, dass nun auch Menschen in sozial schwachen Gegenden sich näher mit dem Thema Kryptowährungen und Blockchain auseinandersetzen. Das führt wiederum zu einem Fortschritt für die sozioökonomische Entwicklung von Kryptowährungen. Wie die Menschen die ATMs letztlich nutzen, bleibt ihnen selbst überlassen.

Im Oktober 2017 berichtete BTC-ECHO über die Rolle des Bitcoins als Mittel zur Geldwäsche in den USA. Dies ging aus dem Drogenbericht der amerikanischen Strafverfolgungsbehörde DEA hervor. Inwiefern die Bitcoin-ATMs hier eine Rolle spielen, wird sich zeigen.

BTC-ECHO


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