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Coinbase & ARK Invest: Bitcoin ist eine neue Art der Wertanlage

Quelle: © zhu difeng - Fotolia.com

Coinbase & ARK Invest: Bitcoin ist eine neue Art der Wertanlage

Ein neuer Bericht argumentiert Bitcoin sollte als eine neue Art von Anlageklasse betrachtet werden.

Veröffentlicht wurde der Bericht von der Bitcoin-Börse Coinbase und dem Investment Unternehmen ARK Invest, welches sich auf neue Technologien und Bitcoin-Produkte spezialisieren konnte.

Der Bericht beruht auf Daten von Coinbase, TradeBlock, dem S&P 500 Index und vielen anderen Benchmarks die vier typische Charaktere von Anlagevermögen darlegen. Fazit der Untersuchung ist, dass Investoren Kryptowährungen wie Bitcoin als eine ganz neue Art von Anlegeklasse sehen müssen.

ARK Invest Analyst Chris Burniske zufolge begann das Projekt ursprünglich mit einer Untersuchung der beiden Unternehmen, wie Menschen das Edelmetall Gold nutzen um Bitcoin zu kaufen.

Burniske sagte in einem Interview mit CoinDesk:

“Wir haben schnell gemerkt, dass es hier um viel mehr geht als nur einen Vergleich zwischen Bitcoin und Gold zu ziehen. Es geht darum wie sich Bitcoin und andere digitale Währung zu einer eigenen Anlageklasse entwickeln.”

Der 1997 Seiten starke Bericht charakterisiert Anlagegüter in drei verschiedene Klassen: Kapitalvermögen, wandelbare Vermögenswerte und Wirtschaftsgüter als Wertanlage.

 

Burniske und Coinbase Vizepräsident Adam White definieren zudem vier verschiedene Merkmale der traditionellen Anlageklassen bei denen Bitcoin sowohl innerhalb als auch außerhalb dieser Definitionen fällt.

Liquidität und Unterscheidbarkeit

Die erste Charakteristik einer Anlageklasse wird als “Investierbarkeit” beschrieben. Unter Investierbarkeit verstehen die beiden Autoren, ob und in wieweit ein Anlagegut genügend Liquidität und die Möglichkeit eines Investments bietet.

Um herauszufinden ob Bitcoin den Investoren genügend Liquidität bietet, wurde das Bitcoin-Handelsvolumen in der Zeitspanne vom Juli 2011 bis zum ersten Quartal 2016 herangezogen.

Anhand der Daten von Bitcoinity und dem Tradeblock XBX Index fanden Burniske und White heraus, dass das Handelsvolumen seither stetig ansteigt und im April diesen Jahres gar die 1 Mrd. Dollar Grenze überstieg.

Als nächstes wurde untersucht in welchem Verhältnis traditionelle Währungen zu “politisch-ökonomischen Merkmalen” stehen.  Um ein Anlagegut zu sein, so der Bericht, muss der Wertgegenstand ein einzigartiges Profil besitzen, das sich letztendlich durch den Wert, der Governance und der Verwendbarkeit zusammensetzt.

 

In jeder Hinsicht sieht der Bericht hier einen Unterschied zwischen Bitcoin und herkömmlichen Anlageklassen.

Hier wird z.B. das operative Modell von Bitcoin genannt, in dem alle Transaktionen in einem offenen Netzwerk öffentlich gemacht werden was wiederum durch eine “mathematische Berechnung” eine Vorhersage der Verfügbarkeit ermöglicht. Im Jahr 2140 wird es demnach alle 21 Millionen Bitcoin geben. Bis dato wurden bereits 15.6 Mio Bitcoins geschürft.

Genau hier liegt der Unterschied zur Verfügbarkeit von Geld und Gold, welche im Fall der USA sporadische auf Daten der Federal Reserve Bank of St. Louis basieren.

In dem Bericht steht geschrieben:

“Im Vergleich zu Bitcoin kann keines der Anlagegüter einen solch schnellen Store of Value von mehreren Milliarden Dollar aufweisen. Zudem gibt es kein Vermögenswert dessen Verfügbarkeit derart vorhersehbar ist.”

Ausreichend unterschiedlich

Das dritte Merkmal definiert traditionelle Vermögenswerte und hilft dabei Kryptowährungen in Bezug auf auf die “Preisunabhängigkeit” einer eigenen Klasse zuzuordnen. Unter Preisunabhängigkeit versteht der Bericht die Korrelation von Vermögenswerten in Bezug auf den Ertrag anderer am Markt verfügbaren Vermögenswerten.

Um es etwas einfacher auszudrücken: Ein Vermögenswert muss ausreichend unabhängig von dem Wert anderer Vermögenswerte sein.

Anhand von Bloomberg- und Tradeblock Daten vergleichen ARK Invest und Coinbase Bitcoin mit dem S&P500 zusammen mit Daten von US-Anleihen, Gold, Immobilien, Öl und Währungen von Schwellenländern.

“Es ist auffällig, dass sich die Bitcoin-Kursbewegungen deutlich von diesen Anlageklassen in den letzten fünf Jahren unterscheiden. Bitcoin ist der einzige Vermögenswert der eine niedrige Korrelation zu anderen Vermögenswerten beibehält.”

Zuletzt argumentieren ARK Invest und Coinbase, dass die ersten drei Charaktere von traditionellen Anlagevermögen zwischen dem Risiko- und Ertragsprofil des Anlagegutes unterscheiden müssen.

Anhand der Reward-to-Variability-Ratio Kennzahl, die den Ertrag einer Anlage pro Risikoanteil misst, analysieren Burniske und White die Zeitspanne von Mai 2011 bis Mai 2016.

Anhand der XBX Index Daten geht hervor, dass die anfängliche Volatilität von Bitcoin innerhalb von fünf Jahren von 10% auf 4% gefallen ist.

Im Mai wies Bitcoin nur noch ein Drittel der anfänglichen Volatilität von vor fünf Jahren auf. Das sind 24% weniger als im Mai 2015.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Michael del Castillo via CoinDesk

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