Binance und Kraken: Verstoß gegen New Yorker Kryptoregulierung?

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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In einem kürzlich erschienenen Bericht des New Yorker Justizministeriums werden die Geschäfte der Kryptobörsen, die in dem Bundesstaat aktiv sind, genauer unter die Lupe genommen. Mit Binance und Kraken hatten sich zwei der weltweit größten Kryptobörsen diesem Kontrollmechanismus entzogen. Gemeinsam mit dem kleineren Kollegen Gate.io wurden sie nun an das New Yorker Finanzministerium zur näheren Untersuchung weitergeleitet.

Im vergangenen April hatte das Justizministerium des US-amerikanischen Bundesstaats New York eine breit angelegte Untersuchung der bedeutendsten Kryptobörsen gestartet. So sandte das Jusizministerium einen Fragebogen mit insgesamt 34 Punkten an 13 verschiedene Kryptobörsen. Gegenstand der Untersuchung, die auf die freiwillige Kooperation der betroffenen Kryptobörsen fußte, waren unter anderem Binance, Bitfinex, Bittrex, Coinbase und Kraken.

Kryptobörsen stellen sich quer – weitere Untersuchungen eingeleitet


Vier der 13 angefragten Kryptobörsen weigerten sich im April, an der Untersuchung teilzunehmen. So gaben die Handelsplattformen Binance, Huobi und die etwas kleinere Kryptobörse Gate.io an, kein Geschäft in New York zu betreiben. Am lautesten protestierte Kraken-CEO Jeff Powell, der die Anfrage des Justizministeriums eine „Frechheit“ nannte und sich in der Entscheidung bestätigt sah, drei Jahre zuvor New York verlassen zu haben.

Die vier Börsen entgingen also einer genaueren Analyse durch das Justizministerium. Stattdessen untersuchte das Ministerium, ob Binance, Kraken und Gate.io tatsächlich nicht in Geschäfte in New York involviert sind. Um einem möglichen Bruch der New Yorker Kryptoregulierung nachzugehen, wurden die Fälle also an die dafür zuständige Behörde übermittelt. Binance, Kraken und Gate.io müssen sich nun also vor dem New Yorker Finanzministerium verantworten.

Der Report ist nicht gerade zufriedenstellend

Darüber hinaus zeigten sich die meisten anderen Plattformen kooperativer. Nach einigen Monaten der Beobachtung präsentierte die New Yorker Justizministerin Barbara Underwood den „Virtual Markets Integrity Initiative Report“ der Öffentlichkeit. Aus dem Report geht hervor, dass auch die untersuchten Börsen nicht alle den Standards des Bundesstaates entsprechen. Dementsprechend zeigten sich zahlreiche Kryptobörsen anfällig für Marktmanipulationen und wiesen in den Bereichen interne Kontrolle und Überwachung der Aktivitäten Schwächen auf. Diese Erkenntnisse dürften auch die Debatte um die Entstehung von dezentralisierten Börsen in der Krypto-Community weiter anheizen.

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