Binance-CEO reagiert auf Buterins Angriff auf zentrale Börsen

Michael Preissl

von Michael Preissl

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Michael Preissl

Michael Preissl war über 15 Jahre in der IT tätig und arbeitete 10 Jahre als Verlagschef. Seit 2013 ist er als Trader und Technik-Enthusiast in der Kryptowelt unterwegs. 2014 ist er nach Malta ausgewandert und gründete 2017 seine Kryptotrading-Community Kryptogodz.

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Quelle: Decentralized with a hand in a dark light background via Shutterstock

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In einem Interview mit TechCrunch vergangener Woche, sagte Ethereums Mitgründer Vitalik Buterin, dass er hoffe, dass alle zentralisierten Börsen „in der Hölle schmoren“. Changpeng Zhao von Binance möchte das nicht einfach so hinnehmen und meldete sich dazu über Twitter zu Wort.

Letzte Woche gab der für seine direkte Art bekannte Vitalik Buterin in einem Interview seine Meinung zu zentralen Börsen preis:

„Ich hoffe wirklich, dass zentrale Börsen in der Hölle schmoren werden.“

Ein größeres Herz für zentrale Börsen

Beinahe unnötig zu erwähnen, dass sich diese Aussage wie ein Laubfeuer in der Kryptogemeinde herumgesprochen hat. Changpeng, CEO von Binance, die derzeit nach dem 24-Stunden-Tradingvolumen zweitgrößten Börse, hat sich über Twitter dazu geäußert:

„Wir sollten anderen nicht wünschen, in der Hölle zu schmoren. Wir sollten ein größeres Herz haben und dankbar sein, Teil eines Ökosystems zu sein, und nicht eines unabhängigen Projekts. Außerdem sollte uns klar sein, ohne Fiat (und Zentralisierung) wäre Folgendes:

  1. alle Münzen besäßen viel weniger Liquidität (und Kapitalisierung, niedrigeren Preis, Einfluss usw.)
  2. die Branche wäre viel kleiner
  3. die Entwicklung der Branche wäre viel langsamer

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Außerdem:

  1. Dezentralisierung ist eine Bedeutung, kein Ende. Ziel soll es sein, Freiheit und die Auswahl zu erhöhen. Leute sollten entscheiden können, was sie wollen. Im Moment scheinen sie eher zentralisierte als dezentralisierte Börsen zu bevorzugen, und das aus gutem Grund.
  2. Es gibt keine vollständige Dezentralisierung. Projekte und Kernteams sind immer noch zentralisiert. Heutzutage verfügt Vitalik vermutlich über eine weitaus königlichere Macht als irgendwer sonst in dieser Branche. Genau diese hat er dazu genutzt, beratend für ihre Projekte zur Seite zu stehen. Er wirkte daher sehr ausschlaggebend für ihr Schicksal, zumindest dem Schicksal ihrer ICOs und derer großen Ausweitung.
  3. Dezentralisierung ist standardmäßig nicht sicherer. Weshalb sehen wir den Kampf zwischen ETH und ETC?
  4. Wirksamkeit und Anpassungsfähigkeit ist eine Überlegung. Ein kleiner Schritt in Richtung Dezentralisierung und Freiheit, der von 1,2 Milliarden Menschen getätigt werden kann, ist wirkungsvoller als ein großer Schritt von einem Dutzend Menschen.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin absolut für Blockchain, Dezentralisierung und Freiheit. Aber ich würde nichts und niemandem wünschen, in der Hölle zu schmoren. Diese Aussage ist einfach unschön, selbst wenn sie von Vitalik kommt. Ich habe ihn noch nicht gefragt, meine aber, dass damit einfach seinen Unmut gegenüber der Zentralisierung ausdrücken wollte.

Wir sollten zusehen, dass wir mit dem gesamten Ökosystem vorankommen und nicht nur mit einem Teil nach dem anderen.”

Zhao wies auf die Notwendigkeit hin, dass große Ganze zu sehen. Entsprechend eindringlich betonte er, welche tragende Rolle Fiatwährungen bei der Entwicklung der Dezentralisierung spielen.

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