Binance: Bitcoin-Börse spendet Gebühren für gute Zwecke

Binance: Bitcoin-Börse spendet Gebühren für gute Zwecke

Binance verkündet auf ihrer Homepage, dass sie künftig die Gestaltung ihrer Gebühren für Token-Listings transparenter machen will. Die Bitcoin-Börse wartet außerdem mit einer Neuerung auf, die guten Zwecken zugute kommen soll.

Börsen, auf denen man Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum & Co. kaufen kann, haben es in Sachen Öffentlichkeitsarbeit in letzter Zeit nicht leicht gehabt. So berichteten wir erst am 8. Oktober darüber, dass Bitfinex derzeit im starken Verdacht steht, nicht länger liquide zu sein. Was noch dazu kommt: Offenbar sehen sie sich nicht gern in der Kritik, sondern gehen dazu über, kritische Stimmen zu zensieren. Auch die japanische Behörde Zaif kam in letzter Zeit nicht gut weg. Hier war es ein Hack, der die Bitcoin-Börse angeblich mindestens 59 Millionen US-Dollar gekostet haben soll. Kein Wunder, dass der Ruf nach praktikablen dezentralen Börsen immer lauter wird. In all das Gewirr tritt nun Binance und will den schattigen Ruf der Börsen in ein etwas besseres Licht rücken.

Binance: Bitcoin-Börse für den guten Zweck

So verkündete das (ehemals) chinesische Unternehmen auf ihrer Homepage, ihre Gebührenstruktur für Token-Listings künftig transparenter zu gestalten. Doch damit nicht genug: Die öffentlich einsehbaren Gebühren will Binance laut Medium-Post an gute Zwecke spenden. Darüber hinaus will Binance künftig davon absehen, eine Gebühr festzulegen. Über diese sollen in Zukunft wohl eher die Nutzer entscheiden – je nachdem wie viel man für richtig hält, spendet man dann. Binance will damit nach eigenen Aussagen „die Nutzung der Blockchain für das allgemeine Wohlergehen [greater good]“ fördern. Als Hinweis fügt Binance jedoch an, dass die Höhe der getätigten Spenden keinen Einfluss auf die Chance einer Listung habe.

Weiter referiert das Unternehmen auf ihre Organisation Blockchain Charity Foundation. Hierbei handelt es sich um die weltweit erste dezentralisierte Charity-Organisation. Ihr durchaus ambitioniertes Ziel ist es, mithilfe der Blockchain-Technologie, Armut und Ungleichheit zu bekämpfen. Zudem fördert die Börse, die zu Beginn des Jahres Opfer von Phishing-Angriffen war, das United Nations Development Programm.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er sammelte während des Studiums mehrjährige Redaktionserfahrung und war danach als freiberuflicher Journalist tätig, bevor er im Januar 2018 begann, als Redakteur bei BTC-ECHO zu arbeiten. Phillip hat einen Master in Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften, für den er an der Uni Konstanz und an der Universidad de Valparaíso studierte.

Bildquellen

  • binance-charity-538699558: shutterstock, PR

Ähnliche Artikel

Die Lage am Mittwoch: Bitcoin – der neue Stable Coin?

Diese Überschrift ist natürlich augenzwinkernd gemeint – die Unabhängigkeit Bitcoins steht nicht auf dem Spiel. Allerdings hat sich der Bitcoin-Kurs in der vergangenen Woche tatsächlich stabiler zum US-Dollar verhalten als die selbsternannte US-Dollar-Abbildung Tether. Überhaupt zeigt sich der Bitcoin – im Vergleich zu diversen Altcoins – zunehmend schwankungsresistent. Was aus Investorensicht langweilig klingen mag, könnte […]

Hard Fork für Monero: Beryllium Bullet jetzt verfügbar

Am 18. Oktober 2018 führt das Monero-Netzwerk eine weitere Hard Fork durch: Beryllium Bullet. Mit dem Protokoll-Update sollen Transaktionen weniger Speicherplatz verbrauchen und günstiger werden. Mittlerweile hat das Monero-Projekt die neuen Wallet-Versionen veröffentlicht (v0.13.xx.xx). Wer Monero hält, muss jetzt seine Software aktualisieren. Ein Überblick: Hard Forks sind für Monero ein alter Hut. Zweimal im Jahr […]

Breaking: Fidelity Investments plant Bitcoin-Trading-Desk

Das billionenschwere Finanzunternehmen Fidelity Investments kündigte in der Nacht zum Dienstag, dem 16. Oktober, einen Trading Desk für Bitcoin & Co. an. Die Firma plant die Gründung eines Tochterunternehmens, welches für die Verwaltung von digitalen Wertanlagen zuständig sein soll. Nach Goldman Sachs kündigt das nächste Wall-Street-Unternehmen ihren Eintritt in den Krypto-Sektor an. Berichten zufolge plant […]

Visa und MasterCard: Kryptowährungen und ICOs als „hochriskant“ klassifiziert

Die beiden Kreditkartenunternehmen Visa und MasterCard könnten zukünftig härter gegen Kryptowährungen und Initial Coin Offerings vorgehen. So wurden Assets aus dem Krypto-Sektor als „hochriskant“ eingeordnet. Damit sichern sich die beiden Unternehmen zu, auch im Nachhinein Krypto-Geschäfte rückabwickeln zu können. Wie das Magazin Finance Magnates unter Berufung auf Insiderquellen berichtet, haben die beiden Kreditkartenanbieter Visa und […]