Was bewegt eigentlich den Bitcoin-Preis?

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © kebox, Fotolia

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Mittlerweile haben sich die Langzeit-Bitcoinhändler an die volatilen Bitcoin-Umgebung gewöhnt. Nehmen wir mal als Beispiel die Preisschwankung Mitte des Monats. Da viel der Bitcoin-Kurs von einem 596 US-Dollar Hoch nur  sechs Tage später um 15% auf nur noch 503,96 US-Dollar.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

d Verkaufs-Gebote (Asks) zu verschiedenen Preisen über oder unter dem aktuellen Marktpreis aufgelistet werden.

In dem her aufgeführten Beispiel würde der nächste Handel bei einem Preis von 96,281 USD stattfinden, wenn ein Verkäufer einsteigen würde oder bei 98 USD, wenn ein Käufer zu diesem Preis einsteigen würde. Später mehr dazu.


Es ist wichtig zu wissen, dass ein Handel nur zustande kommt, wenn es zu einem bestimmten Preislevel ein Kauf- (ask) und ein Verkaufsgebot (bid) gibt. Das wird man so aber wohl fast nie sehen. Es fehlt also ein Stück vom Puzzle. Um zu sehen, wie die Börsen wirklich funktionieren, müssen wir uns zwei Arten von Aufträgen (Orders) anschauen.

Limit Orders vs Market Orders

Die in dem Auftragsbuch aufgeführten Aufträge sind alles “Limit Orders”, d.h. Aufträge die nur zu einem bestimmten Preis ausgeführt werden.

“Verkaufe 2,3 BTC bei einem Preis von 593,18 USD” ist ein Beispiel für eine Limit Order (ask). „Kaufe 0.32 BTC bei einem Preis von 592,03 USD“ wäre ein Beispiel für eine Limit Order (bid).

Auf der anderen Seite gibt es die “Market Order” ohne jeglicher Preisangabe. Diese tauchen aus diesem Grund auch in keinem Auftragsbuch auf. Sie werden einfach bei der nächstbesten Limit-Order direkt ausgeführt.

Händler die Market Orders erstellen wollen, dass ihre Aufträge schnellst möglich ausgeführt werden (im Trader-Jargon auch „filled“ genannt). Der Preis spielt hierbei nur eine sekundäre Rolle.

Was also bringt den Preis in Bewegung?

Nehmen wir für einen Moment einmal an, es gibt an einer Börse gerade keine übereinstimmende Limit- und Market-Orders.

Es gibt zwar sehr wie in dem obigen Beispiel viele Limit-Orders im Auftragsbuch, jedoch führt keine Market-Order eine Transaktion aus. Logischerweise bleibt dann der Bitcoin Marktpreis auf dem Preis der letzten Transaktion stehen.

Der Preis stagniert jetzt so lange, bis eine neue Market-Order ausgeführt wird und dann tritt eins der folgenden Szenarien ein:

a) Sollte es noch genügend Limit-Order Volumen zum Preis der letzten Transaktion geben, bleibt der Preis weiterhin gleich, da das Limti-Order Volumen die Market-Order zum alten Preis abdeckt.

b) Gibt es nicht genügend Limit-Order Volumen um die Market-Order auszuführen, nimmt die Börse automatisch das nächste Angebot zu nächst besten Preis um das nachgefragte Volumen bedienen zu können. In diesem Fall wechselt der Preis zum nächstbesten Preislevel und -volia`- der Preis hat sich soeben bewegt.

Eine kurze Antwort auf die Frage was den Bitcoin-Preis bewegt: Käufer und Verkäufer die Market Orders ausführen bewegen den Preis.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Christoph Cronimund via Coindesk

Image Source: Fotolia


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