Bessere Wasserwirtschaft dank Blockchain-Technologie?

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

Quelle: Dry cracked desert with old water pipe

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Obwohl Wasserknappheit in unseren Gefilden kein Problem ist, gibt es doch viele Länder, die mit einer mangelhaften Wasserwirtschaft zu kämpfen haben. Die Blockchain soll dabei helfen, Wasser effizient zu nutzen. Australien und die USA haben bereits erste Konzepte entwickelt.

Zwei Drittel der Erde sind von Wasser bedeckt, aber nur 1 Prozent davon ist für den Menschen nutzbar. Während wir in unseren Breitengraden aus schlechtem Gewissen das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen lassen, haben andere tatsächlich mit Wasserknappheit und entsprechender Rationierung zu kämpfen. Ungefähr 4,5 Milliarden Menschen haben aufgrund der Wasserknappheit keinen Zugang zu einer sicheren Wasserversorgung – Tendenz steigend. Die Blockchain-Technologie könnte dafür sorgen, dass Wasser effizienter genutzt und die Verteilung sichergestellt werden kann. So könnte man auf ihr wichtige Daten zur Wasserqualität und -quantität speichern. Diese Informationen würden sowohl Industrieverbrauchern als auch Privathaushalten helfen, den Wasserverbrauch zu managen. Anhand aktueller Daten könnte man so entscheiden, ob man das Wasser speichern oder nutzen kann. So würden nicht nur Kosten gesenkt, sondern auch die Verteilung effizienter gestaltet werden.

Australien auf dem Vormarsch


Die australische Stadt Fremantle plant derzeit ein Projekt, bei dem die Fähigkeiten der Blockchain für die Wasser- und Energieverteilung getestet werden sollen. Dazu werden robuste, kohlenstoffarme und kostengünstige Systeme mit der Blockchain-Technologie verbunden. Ebenso werden eine große Photovoltaikanlage, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge sowie Systeme zur Wasseraufbereitung und -aufnahme mit der Blockchain-Technologie verbunden. Dieser Umfang des Projektes suggeriert es bereits: Hier wird bereits mit Blick auf zukünftige Smart Cities geforscht.

Auch Melbourne will den Wasserhandel mithilfe der Blockchain-Technologie optimieren. Hierfür hat sich die Stadt mit dem Start-up Civic Ledger zusammengetan. Im Rahmen der Zusammenarbeit haben sie eine Machbarkeitsstudie für eine blockchain-basierte Anwendung abgeschlossen. Diese soll die Transparenz und Leistungsfähigkeit des Wassermarkthandels in Australien erhöhen.

Sauberes Wasser in den USA

Das bei Ölbohrungen verwendete Wasser lagert man vor allem unterirdisch in Fässern, wodurch es unmöglich wird, es noch anderweitig zu nutzen. Nun hat das in den USA ansässige Unternehmen Genesis Research Technology Group ein System entwickelt, das das Wasser chemikalienfrei reinigen kann. Dieser Prozess hat sich in den letzten drei Jahren als sehr erfolgreich erwiesen. Um nun die Wasserqualität manipulationssicher zu prüfen und auszuwerten, nutzt das Unternehmen die Ethereum-Blockchain. Dafür ist es eine Kooperation mit MVP Asia Pacific Inc. eingegangen. Dessen CEO, Darren McVean, erklärte:

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„Die Blockchain stellt ein erstaunliches Potenzial für den Umwelt- und Landrehabilitationssektor dar. In der Vergangenheit hatten Regierungen und Gemeindegruppen keinen Zugang zu Land-, Wasser- und Luftqualitätsaufzeichnungen. Nur wenige haben Vertrauen in die Berichte und dies hat Investitionen in umweltfreundliche Technologien im Keime erstickt. Wir glauben, dass wir durch die Einbindung der Blockchain-Technologie in den bewährten Wasseraufbereitungsprozess von Genesis RTG in großem Umfang enorme Umweltvorteile realisieren und die Blockchain-Industrie vorantreiben können.“

Die Blockchain kann natürlich kein Wasser herbeizaubern, wo keines ist. Sie kann die Menschen aber offenbar dabei unterstützen, das vorhandene Wasser effizient zu verteilen und deren Qualität sicher zu dokumentieren.

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