Besser spät als nie? New York gründet Krypto-Taskforce

Leopold Bosankic

von Leopold Bosankic

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Leopold Bosankic

Leopold Bosankic hat Wirtschaftsinformatik studiert. In seiner Freizeit bloggt und programmiert er für Researchly (researchly.info), einer Plattform für Blockchain- und Krypto-Research.

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Der Bundesstaat New York hat eine Blockchain-Taskforce gegründet. Die Taskforce soll untersuchen, wie man Kryptowährungen regulieren, definieren und nutzen kann.

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Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Fred Dressel

Am Mittwoch, dem 2. Januar, verkündete Clyde Vanel in einem Facebook-Post, dass der Bundesstaat New York eine Blockchain-Taskforce gegründet hat. Clyde Vanel ist Abgeordneter im New Yorker Unterhaus. Die genauen Mitglieder der Taskforce sind noch unbekannt, die Gruppe soll jedoch u. a. aus Konsumenten, Investoren, Blockchain-Firmen und Wissenschaftlern bestehen. Die Taskforce wird ausarbeiten, wie man Investoren und Konsumenten schützen und die lokale Krypto-Industrie unterstützen kann. So Clyde Vanel:

Die Experten-Taskforce wird uns helfen, ein Mittelmaß zwischen einer robusten Blockchain-Industrie und einem wirtschaftlichen Umfeld für Kryptowährungen zu finden und gleichzeitig New Yorker Investoren und Verbraucher zu schützen.

Erste Aufgaben: Krypto-Industrie verstehen

Die Taskforce soll bis zum 15. Dezember 2020 Berichte zu folgenden Themen einreichen; eine Übersicht der New Yorker Krypto-Industrie (z. B. Krypto-Börsen), der entsprechenden Investoren, aller handelbaren Kryptowährungen und Gesetze bzw. Regulierungen die außerhalb New Yorks (national und international) existieren.

Weiters wollen sie das Mining (insbesondere die Kosten) und die Auswirkungen von digitalen Währungen auf Steuern untersuchen. Einen Fokus legen sie zudem auf die Transparenz von digitalen Währungen, d. h. das Potenzial für Marktmanipulationen und andere illegale Aktivitäten. Zudem soll die Taskforce auch, falls notwendig, entsprechende rechtliche und regulatorische Empfehlungen abgeben.

Die Krypto-Industrie verstehen: Besser spät als nie?

Auffallend ist, dass viele dieser Berichte Überblicke sind. In anderen Worten: New York nimmt sich ab jetzt zwei Jahre Zeit, um die Grundlagen einer Industrie zu verstehen, die es bereits seit zehn Jahren gibt. Treffend ist daher aus New Yorks Sicht Clyde Vanels Aussage, dass Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie noch in den Kinderschuhen stecken. Wenn man jedoch bedenkt, wie rasant sich die Technologie entwickelt, könnten zwei Jahre sogar zu kurz sein. Denn wie Clyde Vanel meinte: „Bei Kryptowährungen und Technologie generell, kommen einem Monate wie Jahre vor.“ Die Gefahr ist, dass die Gruppe dadurch Empfehlungen äußert, die auf unvollständigem Wissen beruhen. Die Taskforce hätte früher gegründet werden sollen. Jedoch ist später wohl besser als nie.

Erste Fortschritte

Eine ungefähre Meinung zu Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie hat Clyde Vanel bereits. Er zeigt sich beiden gegenüber optimistisch. Er sieht sie als Tauschmittel, Wertaufbewahrung, Währung und digitales Register. Zudem geht er auf Kryptowährungen als Utility Token ein und beschreibt sie als Technologie, die „Informationen speichern kann“. So meint er in der Ankündigung, dass die Regierung Blockchains u. a. bei Wahlen einsetzen soll. Auch in diesen doch sehr allgemeinen Beschreibungen zeigt sich, dass die Taskforce mit ihren Untersuchungen noch sehr am Anfang steht.

Andere Taskforces

Laut Clyde Vanel ist New York einer der Vorreiter in Sachen Kryptowährungen und Blockchains. So meint er, dass New York als erster Bundesstaat Krypto-Börsen regulierte (mit der 2015 verabschiedeten BitLicense). Bei Taskforces ist New York jedoch nicht der Vorreiter. Schon im Dezember 2017 gründete die Schweiz eine Blockchain-Taskforce (im Oktober 2018 hat die „Swiss Blockchain Federation“ diese Taskforce abgelöst). Eine Art Taskforce gibt es auch in Deutschland mit dem „Blockchain Bundesverband“. Dieser hat bspw. im November auf das BaFin-Rundschreiben „Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit virtuellen Währungen – Hinweise für ein angemessenes risikoorientiertes Vorgehen“ geantwortet.

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