Ben and Jerry’s: CO2-neutrales Eis und die Blockchain

Ben and Jerry’s: CO2-neutrales Eis und die Blockchain

Wie nutzt man die Blockchain-Technologie nachhaltig? Auf diese Frage gibt es mittlerweile mehrere Antworten. Eine Ben-and-Jerry’s-Filiale in London und die Poseidon Foundation haben gemeinsam eine Lösung durchgesetzt.

Eine Ben-and-Jerry’s-Filiale in London kooperiert mit der Poseidon Foundation. Der Speiseeishersteller nutzt die Stellar-Blockchain im Sinne der Umwelt. Kunden haben nun die Möglichkeit, einen extra Betrag in Höhe von weniger als einem Penny zu zahlen, um den CO2-Ausstoß der Eisproduktion wieder auszugleichen.

Bis zur fertigen Kugel Eis entstehen durch die Kühe, die mit ihrer Milch an der Produktion beteiligt sind, den Transport, die Kühlung & Co. um die 0,11 Kilogramm Kohlendioxid. Durch den Einsatz der Blockchain-Technologie wird für jeden Kunden ein CO2-Emissionswert berechnet und die Möglichkeit geboten, diesen Wert für weniger als einen Penny zu neutralisieren. Dafür werden sogenannte Carbon Credits eingesetzt. Die von Poseidon verwendete Stellar-Blockchain bietet durch die praktisch nicht vorhandenen Transaktionskosten die passende Lösung für die vielen Mikrotransaktionen.

Transparenz als Vertrauensbonus

Über die Poseidon-Plattform erfährt der Kunde von Ben and Jerry’s nach der Zahlung, dass sein Kauf kohlendioxidneutral ist. Für den Ausgleich kauft die Poseidon Foundation Emissionszertifikate. Gleichzeitig werden alle Transaktionsdaten transparent und unveränderbar in der Blockchain gespeichert. Dadurch kann der Kunde genau nachvollziehen, wofür die Carbon Credits ausgegeben werden. Dafür arbeitet Poseidon beispielsweise mit Aufforstungsprojekten.

Ursprünglich erweckte Laszlo Giricz das Projekt zum Leben. Der Poseidon-Gründer stellte fest, wie kostengünstig der Kohlenstoffausgleich ist, wenn jeder selbst seinen Beitrag leistet. Seitdem arbeitet Ben and Jerry’s daran, Menschen den aktiven Kampf gegen den Klimawandel zu erleichtern.

Dass die Blockchain nachhaltig sein kann, zeigen mittlerweile mehrere Projekte. Kürzlich berichtete BTC-ECHO über das FrenchDreamTower-Projekt in China, in dem umweltfreundliche Wolkenkratzer mithilfe der Blockchain-Technologie effizient gesteuert werden sollen. Aber auch indirekt kann die Blockchain das Leben zwischen Mensch und Natur verbessern. Durch Smart Homes, das Internet of Things und eine Shared Society basierend auf der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) gibt es für die Gesellschaft weitreichende Möglichkeiten effizienter und umweltfreundlicher zu handeln. Diese Effizienz und das kluge Einsetzen von Energie führen dann langfristig zu deutlich weniger überflüssigem Energieverbrauch.

BTC-ECHO

Über Kai Baum

Kai BaumKai Baum entwickelte bereits in seinen jungen Jahren ein hohes Maß an Interesse für neue Technologien. Nach dem Abitur lernte er die Blockchain-Technologie kennen und ist seitdem auf der ganzen Welt unterwegs, um möglichst viele Krypto-Projekte kennen zu lernen.

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