Bekannte Gründer und Investoren: Wie stehen sie zu Kryptowährungen?

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Bekannte Gründer und Investoren: Wie stehen sie zu Kryptowährungen?

Viele Kritiker sehen in Bitcoin die große Tulpenmanie. Doch was sagen jene dazu, die sich mit erfolgreichen Investitionen einen Namen gemacht haben?

Viele Kritiker sind von den Finanzmärkten, Silicon Valley und Kryptowährungen weit entfernt und besitzen oft keinen einzigen Coin. Wir schauen uns einmal die Investoren an, die bereits in der Vergangenheit ein glückliches Händchen mit ihren Entscheidungen hatten und sich aktiv mit Kryptowährungen beschäftigen. Sie alle versprechen sich von Kryptowährungen etwas anderes, von einem finanziellen Spekulationsgewinn bis hin zur Weltverbesserung. Sie sind sich mehr oder weniger einig, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen und eine blühende Zukunft vor sich haben.

Jack Dorsey

Der Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey sieht in Bitcoin die große Zukunft. Die Kryptowährung setzt sich in seinen Augen als Hauptwährung gegen alle anderen digitalen Währungen durch. In spätestens zehn Jahren soll es soweit sein. Dorsey berichtet in einem Interview jedoch auch offen über die derzeitigen Unzulänglichkeiten und Probleme von Bitcoin. Er ist kein abgehobener Idealist, sondern vielmehr ein Realist. Technische Erweiterungen und Veränderungen an der Blockchain sollen Bitcoin für noch mehr Menschen attraktiv machen. Dafür setzt sich Dorsey selber ein. Im März dieses Jahres investierte er umgerechnet mehrere Millionen US-Dollar in das Lightning-Network-Projekt. Ziel des Projektes ist es beispielsweise, die Geschwindigkeit von Bitcoin-Transaktionen deutlich zu erhöhen – auf ein Niveau, das die Kryptowährung in den Augen vieler massentauglich macht.

Wences Casares

Wences Casares sitzt im Vorstand von Paypal und hat sich einen Namen als Bitcoin-Investor gemacht. Ursprünglich kommt er von Xapo und besitzt entsprechend einen Krypto-Background. Ähnlich wie Jack Dorsey erwartet er in den nächsten fünf bis zehn Jahren große Sprünge bei der Kryptowährung. Den Wert eines Bitcoins schätzt er auf über eine Million US-Dollar über den Zeitraum.

Bill Gates

Der Name Bill Gates ist für viele mit dem Technologiekonzern Microsoft verknüpft und weniger mit aktuellen technologischen Entwicklungen. Doch der Microsoft-Gründer hat sich länger als bekennender Verfechter der Kryptowährungen dargestellt, jüngst jedoch in einem Reddit-AMA etwas unreflektiert Kritik an Kryptowährungen geäußert. Gates konzentriert sich seit seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen vermehrt auf internationale Entwicklungshilfe und die Verbesserung der Gesundheitsstandards. Seine Bill & Melinda Gates Foundation ist eine der größten privaten Stiftungen weltweit. Für Gates sind daher auch die Verbreitung von Zahlungslösungen und deren Kosten ein wichtiger Gesichtspunkt. Viele Menschen in Entwicklungsländern haben noch immer keinen Zugang zu einem Bankkonto. Kryptowährungen sind für sie eine vielversprechende Option in der nahen Zukunft. Gates misst den digitalen Währungen ein großes Potenzial zu, vor allem bei der Transformation der Finanzwirtschaft.

John McAfee

Der Gründer des Softwareherstellers McAfee ist von dem grandiosen Wachstum der nächsten Jahre vermutlich am meisten überzeugt. Zumindest so überzeugt, dass er seine Männlichkeit dafür opfern würde. Der Preis klettere bis zum Jahr 2020 auf über 500.000 US-Dollar, ist McAfee überzeugt. „Falls nicht, esse ich mein bestes Stück live im Fernsehen”, twitterte er vor genau einem Jahr. Später erhöhte er seine Prognose sogar auf eine Million US-Dollar. Ob diese Prognose erreicht werden kann, kann man bezweifeln. Für ihn ist Bitcoin der neue „Goldstandard” im Internetzeitalter. Im Januar 2018 verließ er sein Unternehmen, „um sich ausschließlich auf Kryptowährungen zu konzentrieren”, wie er den Schritt begründete. John McAfee wird nicht müde, in den Medien zu erscheinen. Sei es mit der McAfee Redemption Unit, einer Kombination aus Krypto- und Fiatwährung, seinem Streit mit der SEC oder jüngst tragisch mit einem Giftanschlag auf ihn. Der Unternehmensgründer weiß genau, wie man die Medien nutzt und wie man sich in Szene setzt. Wie viel an seinen Versprechungen dran ist, werden wir spätestens 2020 im Fernsehen sehen – oder auch nicht.

Peter Thiel

Peter Thiel ist als Gründer von PayPal an der Seite von Elon Musk bekannt geworden und zählt zu den reichsten Business-Angels im Silicon Valley. Er hat nicht nur mit PayPal ein geschicktes Händchen für das richtige Investment bewiesen. Der gebürtige Deutsche zählt auch zu den ersten Kapitalgebern von Facebook. Seine Überzeugung in Bitcoin verleitete ihn sogar zu einem Investment in BitPay, einen Zahlungsdienstleister für Kryptowährungen. Er ist fest von dem Erfolg der Kryptowährungen überzeugt. Diese Währung könne seiner Meinung nach nachhaltig die Welt verbessern.

Chamath Palihapitiya

Der ehemalige Facebook-Manager und Gründer von Social Capital Chamath Palihapitiya sieht in Kryptowährungen den großen Disrupter der Finanzmärkte. Als früherer Investmentbanker betont er weniger die kurzfristigen Spekulationsgewinne mit Bitcoin sondern die langfristigen Veränderungen am Finanzmarkt. Kryptowährungen haben in seinen Augen das Potenzial, die Märkte nachhaltig zu verändern. Transaktionskosten werden fallen und die Partizipation von Investoren deutlich steigen.

Man sieht also insgesamt, dass nicht alle Investoren die Position von Charlie Munger, Warren Buffett oder George Soros teilen. Es fällt zusätzlich auf, dass die Befürworter aus den Kreisen der New Economy stammen, während die härtesten Kritiker häufig schon in Zeiten der Old Economy reich wurden.

BTC-ECHO

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