Begriffsklärung: Was ist Hard- und Soft-Cap?

Begriffsklärung: Was ist Hard- und Soft-Cap?

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Hard- und Soft-Cap: Was ist mit diesen beiden Begriffen bei ICOs eigentlich gemeint?

Wer häufiger in ICOs (Initial Coin Offerings) seine Bitcoin, Ethereum & Co. investiert, hat nicht nur die Chance zu den Ersten zu gehören und folglich hohe Rendite zu verzeichnen, sondern ist sicher auch schon häufiger über die Begriffe Hard- und Soft-Cap gestolpert. Beides wird bei seriösen ICOs in transparenter Art und Weise durch das Projekt selbst angegeben und liefert für den Krypto-Investor viele wertvolle Informationen.

Definition und praktische Anwendung von Hard- und Soft-Cap

Die beiden englischen Begriffe lassen sich am ehesten als „harte“ beziehungsweise „weiche“ Grenze übersetzen. Gemeint sind damit zwei separat voneinander existierende Finanzierungsziele für das Projekt. Der Hard-Cap ist das Finanzierungsziel, welches nicht überschritten wird, selbst wenn das Projekt noch mehr Geld einsammeln könnte. Deshalb spiegelt das Hard-Cap auch die Marktkapitalisierung (folglich den Marktwert) von einem Projekt wider, sobald es den ICO abgeschlossen hat. Lag der Hard-Cap beispielsweise bei 50 Millionen US-Dollar und wurde auch erreicht, besitzt das Projekt danach eine Marktkapitalisierung (Market Cap) von ebenfalls 50 Millionen Euro. Diese kann sich später verändern, sobald die Token veröffentlicht worden und das Projekt an einer Börse gehandelt wird.

Das Soft-Cap ist eine weiche Grenze und gilt als das Finanzierungsziel, was mindestens zur Realisierung des Projekts und damit für einen erfolgreichen ICO benötigt wird. Es ist in der Regel wesentlich niedriger als das Hard-Cap und sollte unbedingt erreicht werden. Ist das nicht der Fall, bieten seriöse Projekte den Anlegern die Möglichkeit an, das transferierte Geld zurückzuerhalten, da in dieser Situation nicht gewährleistet ist, dass das Projekt über ausreichend Geld verfügt, um alle Ziele zu realisieren. Folglich muss der ICO als gescheitert erachtet werden, wenn ein ausgegebenes Soft-Cap nicht erreicht wird. Liegt ein Hard-Cap beispielsweise bei den oben erwähnten 50 Millionen, könnte sich ein Soft-Cap bei 8 Millionen US-Dollar bewegen. Jede abgeschlossene Finanzierung zwischen diesen 8 und 50 Millionen gilt dann als ein erfolgreicher ICO, wobei die Projekte natürlich im Idealfall ihr Hard-Cap erreichen möchten.

Methoden zur Realisierung und Gliederung einer Kappung

Es existieren mehrere Varianten, wie eine Kappung in der Praxis umgesetzt werden kann. Gemeint ist damit, wie das jeweilige Soft- und Hard-Cap erreicht werden, was für Investoren ebenfalls interessant sein könnte. Nachfolgend sollen diese einmal kurz erläutert werden, denn sie spielen auch eine Rolle mit Hinblick auf das Erreichen der Soft- und Hard-Caps.

Capped First & Come First & Served First

Hierbei ist die maximale Anzahl (die Kappung) der Token festgelegt, welche im Gegenzug zu einem ebenfalls festen Preis verkauft werden. Wer zu langsam war und erst investieren möchte, wenn die Kappung schon erreicht wird, bekommt letztlich keine Token mehr. Teilweise werden diese Kappungen etwas schneller erreicht, da beispielsweise bei einem Pre-Sale zusätzliche Boni auf die Investition ausgegeben werden könnten. Es handelt sich dabei um die häufigste Variante, um ein Soft- beziehungsweise Hard-Cap zu erreichen.

Uncapped ICOs

Eine seltener angewandte Methode, die für Investoren auch viele Risiken birgt. Hierbei wird eine unbegrenzte Anzahl von Token über einen normalerweise langen Zeitraum ausgegeben. Daher existieren gewissermaßen weder ein Soft- noch ein Hard-Cap, weshalb sich auch der direkte Marktwert des Projekts nach dem ICO nicht beurteilen lässt.

Auktion nach ungekappter oder gekappter Methode

Bei einer gekappten Auktion haben Investoren die Gelegenheit einen bestimmten Preis zu bieten. Man nennt einzelne Verfahren bei solch einer Auktion auch holländische oder blinde Aktion. Eine variable Anzahl wird dann in Relation zum gebotenen Preis ausgegeben, weshalb auch niedrigere Gebote bedient werden.

Bei einer ungekappten Auktion, die nur selten angewandt wird, platzieren Investoren ihr Gebot sowohl hinsichtlich des Preises als auch der gewünschten Anzahl von Token, wobei dann in absteigender Reihenfolge vorgegangen wird, bis die Anzahl der Token erschöpft ist. Es existiert hierbei erneut keine direkte Begrenzung.

Kappung mit einer Re-Distribution

Aufgrund der Komplexität und des Aufwands ein kaum angewandtes Verfahren, bei dem Investoren die gewünschte Ausgabe bieten. Später wird dann nach den gebotenen Gesamtausgaben auch die jeweilige Anzahl von Token ausgegeben. Bei sehr populären ICOs führt das aber dazu, dass weniger Token als meist gewünscht erhalten werden. Wer mehr über ICOs und Kryptowährungen wissen möchte, sollte sich auf Kryptopedia informieren.

Die Differenz zum Gebot und der Auszahlung der Token wird erstattet. Für Investoren wie auch das Projekt selber ist diese Erstattung bei einem überzeichneten Verkauf wenig ideal.

Kappung mit einem Limit pro Käufer

In diesem Fall können Käufer nur eine bestimmte Anzahl von Token zu einem festen Preis kaufen. „Wer zuerst kommt mahlt zuerst“ gilt auch hier. Die Identifikation erfolgt normalerweise über das KYC-Verfahren (Know Your Customer), um sicherzustellen, dass nicht ein Käufer viele Pakete erwirbt.