Banken kaufen Bitcoin, um Erpresserviren auszulösen

Max Kops

von Max Kops

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Max Kops

Quelle: Shiny golden Bitcoin sign on pile - © Ralf Geithe - Fotolia.com

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Sogenannte Ransomware besetzt den Computer oder Laptop und fordert vom Opfer eine Zahlung, um das Gerät wieder zu entsperren und nutzen zu können. Manchmal drohen sie mit der Löschung der Dateien. Auch Banken kommen nicht um die Erpresserviren umher und sind gezwungen, Bitcoins für die Entsperrung zu zahlen.

Wer hätte sich vorgestellt, dass Banken bereits so früh in Bitcoins einsteigen? Vermutlich Niemand. Bisher sind Banken sehr wohl weniger aus strategischen Gründen im Bitcoin Umfeld unterwegs. Vielmehr sind Banken auf Bitcoins angewiesen, weil sie durch ihre Größe ständig Opfer von Ransomware Angriffen sind.

Banken schützen sich mit Bitcoin-Wallets vor Ransomware

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Wie nun insbesondere aus einer Aussage vom Malwarebytes CEO Marcin Kleczynski hervorgeht, halten Banken sogar einen nicht allzu geringen Bitcoin Bestand in ihrer Wallet, um im Fall der Fälle schnell reagieren und zahlen zu können. Entsprechende Ransomware ist besonders im Bankingbereich gefährlich, weil Daten so droht, gelöscht oder weitergegeben zu werden.

Kleczynski bestätigt sogar:

„Ich habe mit einigen Banken gesprochen und sie sagten, sie hielten  jederzeit 50 bis 100 Bitcoins auf den Wallets bereit, falls eine unerwartete Ransomware Attacke auftritt.“

Banken: Abhängig von großen Informationssystemen

Banken sind im Tagesgeschäft stark von riesigen internen Informationssystemen und Netzwerken abhängig. Ein Angriff auf dieses Netzwerk kann damit den gesamten Arbeitsprozess zum Stillstand bringen. Es besteht ein ständiges Wettrennen zwischen Sicherheitsexperten und Ransomware Hackern.

Kleczynski vermutet, dass es bei den Angriffszielen der Hacker eine Verschiebung gibt. Ziel seien ihm zufolge nicht mehr einzelne Privatanwender, die durch die Masse eine lukrative Angriffsfläche bieten, sondern zunehmend auch einzelne Unternehmen. Erwartet werden von den Hackern oft mehr oder weniger anonym zu nutzende Zahlungsmittel wie Paysafecards oder Bitcoins.

Wenn Ransomware über Leben und Tod entscheidet

Besonders dramatisch kann sich ein Ransomware Angriff neben der Finanzbranche für Unternehmen aus dem Bereichen Healthcare auswirken. Ein Ausfall des IT-Systems könnte nicht nur wirtschaftliche Folgen haben, sondern auch wichtige (u.U. lebenserhaltende) Geräte blockieren und damit Patienten in Lebensgefahr bringen. In den meisten Fällen zahlen diese Unternehmen den geforderten Betrag an den Hacker, statt zu versuchen, den Virus selbst zu beseitigen. Kleczynski unterstützt dieses Vorgehen:

„Es sollte niemals um Menschenleben gehen, aber falls dies – warum auch immer – der Fall sein sollte, würde ich den Betrag zahlen. Es ist nur Geld…Ebenso als Student, der vier Jahre lang an seiner Dissertation geschrieben und kein Backup angefertigt hat. Für jemanden, bei dem es um Familienfotos geht, die sich sowieso noch in Kopie auf der Digitalkamera befinden, würde ich nicht zahlen.“

 Meinung des Autors (Max):

Gerade Menschen, die über etwas Vorwissen in technischen Gebieten verfügen, weigern sich gegen die Zahlungen an Erpressersoftware Anbieter. So versucht man meist in Eigenregie, das Problem mithilfe des Internets zu lösen. Wer es als Privatnutzer schafft, den PC wieder zu entsperren, hat sich damit eine Menge Geld gespart.

Anders sieht es bei institutionellen Anwendern aus: Ihr geschäftliches Leben ist oft davon abhängig, ob der Zugriff auf bestimmte Daten möglich ist. So kann es schnell sehr teuer werden, wenn der Zugriff blockiert ist und das Zahlen des Lösegelds ist u.U. eine sogar wirtschaftlich sinnvollere Alternative. Diese Idee scheint neuerdings auch unter Hackern Anklang zu finden, sodass durchaus mit einer verstärkten Konzentration auf Enterprise Opfer von Ransomware zu rechnen ist.

BTC-ECHO

Originalbeitrag Banks Buy Bitcoin as Ransomware Attacks Wreak Havoc via newsBTC

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