Bank of Montreal blockiert Kryptowährungen

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Bank of Montreal blockiert Kryptowährungen

Die Bank of Montreal lässt ab sofort keine Krypto-Transaktionen mehr zu. Das Verbot gilt für Kredit-, Debit-Karten und Online-Transaktionen.

Während Unternehmen, Regierungsbehörden und Finanzinstitute sich für den Verkehr mit Kryptowährungen öffnen, hat die Bank of Montreal offenbar beschlossen, jeglichen Handel mit digitalen Währungen zu unterbinden.

Die Änderung der Richtlinien wurde bislang nicht öffentlich gemacht, sondern sind nur in einem internen Memo auf Reddit geleakt worden.

Kunden der Bank erhalten derzeit offenbar nur die Fehlermeldung „Transaktion nicht möglich“, wenn sie entsprechende Bewegungen versuchen. Die Bank begründet das Verbot in dem Memo folgendermaßen:

„Diese Entscheidung wurde wegen der unbeständigen Natur der Kryptowährungen getroffen und um die Sicherheit der Bank und unseren Kunden zu wahren.“

Diese Maßnahme ist besonders fragwürdig, da die gleiche Bank schon seit Längerem selbst aktiv bei Blockchain-Initiativen beteiligt ist. Erst kürzlich ist sie eine Partnerschaft mit der TMX-Group eingegangen, die eine Vermittlungsplattform für Kryptowährungen gestartet hat.

Kanada ansonsten kryptofreundlich

Auch ansonsten ist das kanadische Klima in Sachen Kryptowährungen und Blockchain eher freundlich. So ging im November vergangenen Jahres die Meldung um, dass es Kanadiern bald möglich sein sollte, ihre Identität via Blockchain nachzuweisen. Zusammen mit SecureKey arbeitet IBM dort an einer Software-Lösung für die Speicherung und Überprüfung von Informationen zur Identität.

Außerdem startete die Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken erst im Januar eine Marketing-Kampagne, die sich auf Bitcoin bezog. Dazu verkündete sie, dass sie Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiere. Darüber hinaus versprach man dem echten Satoshi Nakamoto eine kostenlose Mahlzeit – allerdings nur, sofern er seine Identität Preis geben sollte. Bis jetzt hat er sich seinen Eimer mit Hühnchen allerdings nicht abgeholt.

Schließlich hat dann ein kanadischer Energieversorger im Januar dazu aufgerufen, nach Quebec überzusiedeln, um dort Kryptowährungen zu schürfen. Um die regionale Wirtschaft anzukurbeln, sprach Hydro-Québec in diesem Zusammenhang davon, dass es 5.000 Megawatt überschüssigen Strom gebe, um im nordamerikanischen Land Kryptowährungen zu schürfen. Der Aufruf kam letztlich so gut an, dass der Energieversorger Probleme bekam, mit dem großen Andrang umzugehen.

BTC-ECHO

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