Bank of Japan äußert sich zu Kryptowährungen

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Die japanische Zentralbank (BoJ) spricht sich für den Nutzen von Kryptowährungen aus. Der soziale Faktor sei nicht zu unterschätzen. Preiswerte Transaktionen sind möglich, welche das Leben der Menschen bequemer gestalten können. Allerdings müsse der Staat regulierend eingreifen, damit die positiven Aspekte dauerhaft überwiegen.

Ende März nahm die Bank of Japan (BoJ) auf ihrer Webseite Stellung zum Thema Kryptowährungen. Dort heißt es, virtuelle Währungen müssen nicht verboten werden, auch wenn sie noch nicht jeder Bürger des Landes versteht. Kryptowährungen seien dazu entwickelt worden, soziale Aktivitäten zu entfalten und preiswerte Transfers zu ermöglichen. Japanische Behörden müssen sich – ähnlich wie bei der Verwaltung von Fonds – einschalten, um Verbrechen, Terrorismusfinanzierung oder Geldwäsche zu unterbinden. Vor allem müsse die Identifikation der Nutzer von staatlichen Stellen überprüft werden. Ebenfalls weist man auf kürzlich geschehene Datendiebstähle hin und die Notwendigkeit, alle Online-Handelsplattformen des Landes sicherer zu gestalten.

Wer mit Kryptowährungen handeln will, muss sich auskennen

bank of japanVor all zu großen Investitionen in virtuelle Währungen wird gewarnt. Es bestehe die Möglichkeit, dass diese eines Tages ohne Vorwarnung wertlos seien. Wer dennoch damit handeln will, müsse über das nötige technische Wissen verfügen und sich zudem über die Risiken im Klaren sein.

Im Gegensatz zu Aktien gebe es keinerlei Indizien für die Wertbestimmung der einzelnen Coins. Der Wert entwickelt sich unvorhersehbar. Objektive Faktoren für die Einschätzung des weiteren Kursverlaufes gebe es nicht. Virtuelle Währungen können grundsätzlich profitabel sein – das müssen sie aber nicht zwingend. Der Bitcoin-Wertgewinn im Vorjahr, sage nichts über die Kursentwicklung im Jahr 2018 und darüber hinaus aus.

Bank of Japan: Die Welt ist nicht schwarz oder weiß

Die Anleitung der Bank of Japan schließt, dass es – wie auch sonst im Leben – gute und schlechte Aspekte gibt. Man möchte die Digitalwährungen auf der Webseite weder verteufeln noch in den Himmel loben. Die BoJ hebt hervor, dass sich die Technik der Coins noch in der Entwicklung befindet. Man müsse sorgfältig über den staatlichen Umgang mit Kryptowährungen nachdenken, damit zum Wohl der Bevölkerung die positiven Aspekte dauerhaft überwiegen.

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Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen bei gulli.com als neue Schwerpunkte Netzpolitik und Urheberrecht dazu. Nachdem er bis Oktober 2012 dessen Redaktion leitete, arbeitet er nun bei verschiedenen Online-Magazinen auf freiberuflicher Basis und natürlich für sein eigenes Projekt, Tarnkappe.info. Außerdem bringt Lars Sobiraj an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.

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