Bakkt: Start von Bitcoin Futures nicht mehr in diesem Quartal

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Bakkt: Start von Bitcoin Futures nicht mehr in diesem Quartal

Bis die Bakkt Bitcoin Futures ausgerollt werden, dürfte noch etwas Zeit ins Land gehen. Denn die Komplexität des eingereichten Prospekts stellt die zuständige Aufsichtsbehörde, die CFTC, vor große Schwierigkeiten. Auch der Shutdown der US-Regierung Ende letzten Jahres war einer schnellen Genehmigung nicht gerade zuträglich.

Es ist still geworden um Bakkt. Mehr als ein halbes Jahr ist es nun her, dass die Intercontinental Exchange (ICE) den Hype um eine neue Generation von Bitcoin-Terminkontrakten schürte. Ursprünglich visierte man Mitte Dezember als Starttermin an, der jedoch platzte. Auch aus dem eilig angekündigten neuen Termin, dem 24. Januar, wurde nichts. Mittlerweile handelt die Szene Ende März für den potenziellen Launch.

Aber, man ahnt es bereits, auch dieser Termin ist nicht mehr einzuhalten. Denn selbst wenn die zuständige Aufsichtsbehörde, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), noch heute ihr Go geben würde, müsste sie eine Frist von 30 Tagen verstreichen lassen, während der die Öffentlichkeit Kommentare zum Prospekt einreichen kann. Ein theoretisch möglicher Termin wäre also frühestens im April.

US-Government Shutdown trifft auch Bakkt

Die Gründe für die abermalige Verzögerung sind vielfältig. Allerdings dürfte der Shutdown der US-Regierung eine Hauptrolle gespielt haben. Schließlich lagen seit dem 22. Dezember 2018 bis einschließlich 25. Januar 2019 alle Bundesbehörden der US-Administration lahm. Es war die längste Zwangsauszeit in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Nach dem Erwachen aus dem unfreiwilligen Winterschlaf gab es seitens der CFTC offenbar Dringenderes abzuarbeiten, als den umfangreichen Prospekt aus dem Hause Bakkt zu diskutieren.

Physische Natur von Bakkt Futures erschwert Genehmigung


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Und da wären wir auch schon bei Problem Nr. 2: Die Bakkt Bitcoin Futures sind ein komplexes Finanzprodukt; die Regulierung ist entsprechend kompliziert. Konkret krankt die Genehmigung wohl an der Frage, welcher Trust, respektive welche Bank die physisch gehandelten BTC beaufsichtigen wird. Sofern man den Ausführungen eines namentlich nicht genannten Ex-Mitarbeiter der CFTC Glauben schenken darf, will Bakkt die BTC nämlich in eigener Obhut behalten. Das wäre für Derivate dieser Art eine unkonventionelle Handhabung und stünde im Widerspruch zu den Bitcoin Futures der Chicagoer Börsen Cboe und CME.

Diesen Aspekt diskutieren einem Bericht zufolge derzeit verschiedene Mitarbeiter der Behörde.

Derweil prescht Bakkt nach vorn. Denn wie BTC-ECHO berichtete, konnte das Unternehmen eine Reihe von kapitalen Vermögenswerten akquirieren.

Die Akquisition unterstreicht, dass wir nicht stehen bleiben, während wir auf die Genehmigung der CFTC […] warten,

kommentierte CEO Kelly Loeffler den Kauf der Rosenthal-Collins-Assets Mitte Januar.

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