Bärenmarkt: Warum es gerade jetzt mehr Bitcoin-Nutzer als Bitcoin-Spekulanten braucht

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Bärenmarkt: Warum es gerade jetzt mehr Bitcoin-Nutzer als Bitcoin-Spekulanten braucht

Der aktuelle Bärenmarkt dominiert den öffentlichen Diskurs. Es wird darüber debattiert, wie lange noch das Sommerloch andauern mag, wann Bitcoin-ETFs von der US-Wertpapieraufsicht genehmigt werden und welche Kryptobörsen gerade gehackt worden sind. Die großen Narrative wie „Be your own Bank“, „Banking the Unbanked“ oder „Peer-to-Peer-Payments“ rücken in den Hintergrund, in die Hinterzimmer einiger Nerds – schade!

Gerade im Bärenmarkt ist es wichtig, den Blick vom Kryptoportfolio wegzubewegen und zu schauen, wofür die Krypto-Ökonomie eigentlich gut ist, worin ihre fundamentale Stärke liegt. Auch für diejenigen, die primär aus Investmentgründen im Kryptosektor unterwegs sind, lohnt sich dieser Blick. Vor lauter Markttreiben werden die Kernkompetenzen der Ökonomie unter den Teppich gekehrt. Ein Fehler, denn gerade Investoren sollten sich mit den Narrativen von Bitcoin & Co. auskennen, tragen sie doch maßgeblich zu deren Werthaltigkeit und Wertversprechen bei.

Anstatt sich zu fragen, ob man lieber in Bitcoin-Futures, Derivate oder Bitcoin direkt investiert sollte, sollte man überlegen, was die gegenwärtige Situation aus fundamentaler Sicht für den Kryptomarkt bedeutet. Was passiert gerade hinsichtlich der Second-Layer-Lösungen wie Lightning, wie ist es um die Hashingpower bei Bitcoin bestellt oder was bewirkt die Adaption der Akzeptanzstellen? All diese Fragen sind obligatorisch für den Austritt aus den Bärenmarkt und den Eintritt in eine langfristige, fundamental gerechtfertigte Wertsteigerung der Kryptowährungen. Nur wenn die Blockchain-Technologie überzeugt, ein Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen wird und regulatorische Rahmenbedingungen einen funktionieren Markt zulassen, machen Gedanken über ETFs, Futures oder sonstige Finanzprodukte langfristig Sinn.

Wo Wert wirklich entsteht

Investoren respektive Trader sorgen zwar für Liquidität, an der Weiterentwicklung der Krypto-Ökonomie sind sie aber kaum beteiligt. Innovation und Adaption entsteht nur sehr bedingt an den Kryptobörsen. Substanz, im Sinne eines realen Mehrwertes oder einer fundamentalen Werthaltigkeit, kann nicht an den Finanzmärkten geschaffen, sondern nur abgebildet und gehandelt werden. Substanz wird außerhalb der Finanzmärkte kreiert. Damit die Kurse steigen können, braucht es Menschen, die die Kryptowährungen einsetzen, Use Cases schaffen und technologische Hürden beseitigen.

Lies auch:  Trotz Bärenmarkt: Wieso Factom satte Kursgewinne verzeichnet

Anstatt bei seiner Bank anzurufen und nach Bitcoin-Finanzprodukten zu fragen, lohnt es sich vielleicht, mal in seinem Lieblingsrestaurant oder Café nachzufragen, ob Bitcoin akzeptiert wird. In den allermeisten Fällen wird die Antwort „nein“ lauten. Gelohnt hat es sich dann trotzdem, da eine Nachfrage signalisiert wurde. Umso mehr Menschen eine Nachfrage schaffen, desto eher werden Händler auf die Idee kommen, Kryptowährungen zu akzeptieren. Auf dieser Mikroebene kann jeder daran mitwirken, die nächste Rally am Kryptomarkt zu erzeugen. Gerade im Bärenmarkt, wo die Transaktionskosten niedrig und die Transaktionszeiten schnell sind, ist das Argument der Peer-to-Peer-Technologie so nahe liegend wie schon lange nicht mehr.

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