Bärenmarkt fordert neues Opfer: Coinhive schließt die Pforten

Selim Baykara

von Selim Baykara

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Selim Baykara

Selim Baykara ist seit 2015 im Tech-Journalismus unterwegs. Davor hat er Englisch an der Universität Mainz studiert und war mehrere Jahre als freiberuflicher Autor und Übersetzer tätig.

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Der anhaltende Bärenmarkt bei Kryptowährungen hat in den vergangenen Monaten schon etliche Firmen in den Ruin getrieben. Jetzt hat es den nächsten Anbieter erwischt: Der bekannte Krypto-Mining-Service Coinhive schließt Anfang März für immer seine Pforten. Grund: Der Dienst sei wirtschaftlich nicht mehr tragbar gewesen. Ein tragischer Verlust oder doch eher Grund zum Aufatmen? Das Team von Coinhive verkündete die Entscheidung am 26. Februar auf dem offiziellen Firmen-Blog. Demnach wird der Mining-Service am 8. März 2019 eingestellt. Registrierte Benutzer können das Dashboard aber noch bis zum 30. April nutzen und offene Auszahlungen einfordern.
Coinhive schließt die Pforten: Mining-Software lohnt sich nach Monero-Absturz nicht mehr

Team von Coinhive verkündete die Entscheidung am 26. Februar auf dem offiziellen Firmen-Blog. Demnach wird der Mining-Service am 8. März 2019 eingestellt. Registrierte Benutzer können das Dashboard aber noch bis zum 30. April nutzen und offene Auszahlungen einfordern.

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Hauptgrund für die Schließung sei der massive Absturz der Monero-Hash-Rate um über 50 Prozent nach der letzten Hard Fork. Dazu komme die allgemeine Flaute im Krypto-Markt: Der Marktwert von XMR sank im Verlauf des letzten Jahres um fast 85 Prozent. Für den 9. März sind außerdem eine weitere Hard Fork und ein Update des Algorithmus geplant. All dies hätte zu einer Schlussfolgerung geführt: Coinhive lohnt sich einfach nicht mehr. Die Einstellung sei deshalb der einzig logische Schritt gewesen. Coinhive war in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten, allerdings meist nicht gerade mit erfreulichen Neuigkeiten. Der Dienst bietet einen JavaScript-basierten Code an, den man in Webseiten einbinden kann, um im Hintergrund Monero zu minen – natürlich ohne das Wissen oder das Einverständnis der Besucher. Coinhive wurde deshalb auch immer wieder als Malware bezeichnet und war vor allem für das sogenannte Cryptojacking äußert verbreitet.

Malware-Experten warnen vor Cryptojacking mit Coinhive

Erst im Januar 2019 hatte die israelische Sicherheitsfirma Check Point ihren jüngsten Bedrohungsindex für Malware veröffentlicht. An der Spitze befand sich erneut das Mining-Skript von Coinhive – und zwar zum dreizehnten Mal in Folge. Einem Bericht der Sicherheitsspezialisten von Kaspersky Labs zufolge, zählt Cryptojacking, also der unerlaubte Einsatz von Rechenressourcen zum Minen, inzwischen zu den größten Sicherheitsrisiken im Netz. Vor allem im Nahen Osten, der Türkei und in Afrika hätte sich die Anzahl der Mining-Attacken im Verlauf eines Jahres fast vervierfacht und sei auf etwa 13 Millionen Vorfälle im Jahr 2018 gestiegen. Die Experten warnen, dass solche Vorfälle in Zukunft eher zunehmen werden.

Ist das Ende des Mining-Services ein Verlust?

Bleibt die Frage: Ist das Ende von Coinhive jetzt ein echter Verlust für die Industrie? Das ist vermutlich Ansichtssache, ursprünglich war der Dienst aber mit guten Absichten gestartet. Das Versprechen: Anstatt mit Werbeanzeigen und Affiliate-Programmen sollten Webseiten-Betreiber die Seiten durch die Einnahmen aus dem Mining von Monero monetarisieren. Eigentlich eine gute Idee – die in der Praxis aber nicht so ganz funktionierte. Abgesehen von einigen löblichen Ausnahmen kam Coinhive hauptsächlich auf dubiosen File-Sharing-Portalen und Pornoseiten zum Einsatz. Nicht gerade die beste Werbung und auch die zahlreichen Hacker-Angriffe in Verbindung mit Coinhive sorgten nicht gerade für Vertrauen. Was wohl aber noch schwerer wiegt: Wirklich gelohnt hat sich eine Mitgliedschaft für die Mehrzahl der Nutzer nicht. Eine Studie der Technischen Hochschule Aachen zeigte, dass sich die Einnahmen durch Coinhive extrem ungleich verteilten. Das Mining generierte zwar über 250.000 US-Dollar im Monat – allerdings ging der Großteil dieser Summe an gerade einmal zehn Personen.

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