coinhive, Bärenmarkt fordert neues Opfer: Coinhive schließt die Pforten

Quelle: Shutterstock

Bärenmarkt fordert neues Opfer: Coinhive schließt die Pforten

Der anhaltende Bärenmarkt bei Kryptowährungen hat in den vergangenen Monaten schon etliche Firmen in den Ruin getrieben. Jetzt hat es den nächsten Anbieter erwischt: Der bekannte Krypto-Mining-Service Coinhive schließt Anfang März für immer seine Pforten. Grund: Der Dienst sei wirtschaftlich nicht mehr tragbar gewesen. Ein tragischer Verlust oder doch eher Grund zum Aufatmen? Das Team von Coinhive verkündete die Entscheidung am 26. Februar auf dem offiziellen Firmen-Blog. Demnach wird der Mining-Service am 8. März 2019 eingestellt. Registrierte Benutzer können das Dashboard aber noch bis zum 30. April nutzen und offene Auszahlungen einfordern.
Coinhive schließt die Pforten: Mining-Software lohnt sich nach Monero-Absturz nicht mehr

Team von Coinhive verkündete die Entscheidung am 26. Februar auf dem offiziellen Firmen-Blog. Demnach wird der Mining-Service am 8. März 2019 eingestellt. Registrierte Benutzer können das Dashboard aber noch bis zum 30. April nutzen und offene Auszahlungen einfordern.

Coinhive schließt die Pforten: Mining-Software lohnt sich nach Monero-Absturz nicht mehr

Hauptgrund für die Schließung sei der massive Absturz der Monero-Hash-Rate um über 50 Prozent nach der letzten Hard Fork. Dazu komme die allgemeine Flaute im Krypto-Markt: Der Marktwert von XMR sank im Verlauf des letzten Jahres um fast 85 Prozent. Für den 9. März sind außerdem eine weitere Hard Fork und ein Update des Algorithmus geplant. All dies hätte zu einer Schlussfolgerung geführt: Coinhive lohnt sich einfach nicht mehr. Die Einstellung sei deshalb der einzig logische Schritt gewesen. Coinhive war in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten, allerdings meist nicht gerade mit erfreulichen Neuigkeiten. Der Dienst bietet einen JavaScript-basierten Code an, den man in Webseiten einbinden kann, um im Hintergrund Monero zu minen – natürlich ohne das Wissen oder das Einverständnis der Besucher. Coinhive wurde deshalb auch immer wieder als Malware bezeichnet und war vor allem für das sogenannte Cryptojacking äußert verbreitet.

Malware-Experten warnen vor Cryptojacking mit Coinhive

Erst im Januar 2019 hatte die israelische Sicherheitsfirma Check Point ihren jüngsten Bedrohungsindex für Malware veröffentlicht. An der Spitze befand sich erneut das Mining-Skript von Coinhive – und zwar zum dreizehnten Mal in Folge. Einem Bericht der Sicherheitsspezialisten von Kaspersky Labs zufolge, zählt Cryptojacking, also der unerlaubte Einsatz von Rechenressourcen zum Minen, inzwischen zu den größten Sicherheitsrisiken im Netz. Vor allem im Nahen Osten, der Türkei und in Afrika hätte sich die Anzahl der Mining-Attacken im Verlauf eines Jahres fast vervierfacht und sei auf etwa 13 Millionen Vorfälle im Jahr 2018 gestiegen. Die Experten warnen, dass solche Vorfälle in Zukunft eher zunehmen werden.

Ist das Ende des Mining-Services ein Verlust?

Bleibt die Frage: Ist das Ende von Coinhive jetzt ein echter Verlust für die Industrie? Das ist vermutlich Ansichtssache, ursprünglich war der Dienst aber mit guten Absichten gestartet. Das Versprechen: Anstatt mit Werbeanzeigen und Affiliate-Programmen sollten Webseiten-Betreiber die Seiten durch die Einnahmen aus dem Mining von Monero monetarisieren. Eigentlich eine gute Idee – die in der Praxis aber nicht so ganz funktionierte. Abgesehen von einigen löblichen Ausnahmen kam Coinhive hauptsächlich auf dubiosen File-Sharing-Portalen und Pornoseiten zum Einsatz. Nicht gerade die beste Werbung und auch die zahlreichen Hacker-Angriffe in Verbindung mit Coinhive sorgten nicht gerade für Vertrauen. Was wohl aber noch schwerer wiegt: Wirklich gelohnt hat sich eine Mitgliedschaft für die Mehrzahl der Nutzer nicht. Eine Studie der Technischen Hochschule Aachen zeigte, dass sich die Einnahmen durch Coinhive extrem ungleich verteilten. Das Mining generierte zwar über 250.000 US-Dollar im Monat – allerdings ging der Großteil dieser Summe an gerade einmal zehn Personen.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

coinhive, Bärenmarkt fordert neues Opfer: Coinhive schließt die Pforten
Ethereum in der Finanzwelt: ConsenSys investiert in ACTUS-Protokoll
Blockchain

ConsenSys Labs investiert in das schweizerische FinTech-Start-up Atpar. Das Unternehmen entwickelt das ACTUS-Protokoll, das eine Interoperabilität von Finanzdienstleistungen im Bankenwesen verspricht. ConsenSys fördert Projekte, die Finanzanwendungen im Ethereum-Ökosystem unterstützen.

coinhive, Bärenmarkt fordert neues Opfer: Coinhive schließt die Pforten
Blockchain-Bank: Tencent erhält Lizenz für Hongkong
Blockchain

Der chinesische Großkonzern Tencent baut sein Blockchain-Engagement weiter aus. Künftig darf der Internetriese in Hongokong blockchainbasiertes Banking anbieten.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

coinhive, Bärenmarkt fordert neues Opfer: Coinhive schließt die Pforten
Ethereum in der Finanzwelt: ConsenSys investiert in ACTUS-Protokoll
Blockchain

ConsenSys Labs investiert in das schweizerische FinTech-Start-up Atpar. Das Unternehmen entwickelt das ACTUS-Protokoll, das eine Interoperabilität von Finanzdienstleistungen im Bankenwesen verspricht. ConsenSys fördert Projekte, die Finanzanwendungen im Ethereum-Ökosystem unterstützen.

coinhive, Bärenmarkt fordert neues Opfer: Coinhive schließt die Pforten
Bitcoin kämpft mit 9.000 US-Dollar, Kurs von Dx Chain Token explodiert: Altcoin-Marktanalyse
Kursanalyse

Auch diese Woche schafft es der Kryptogesamtmarkt nicht die Marke von 245 Milliarden US-Dollar auf Tagesbasis zu überwinden. Aktuell oszilliert die Gesamtmarktkapitalisierung um den exponentiell gleitenden Mittelwert der letzten 200 Tage bei 236 Milliarden US-Dollar.  Somit bewegt sich der Gesamtmarkt in einer engen Spanne von knapp zehn Prozent. Der Unterstützungsbereich um 230 Milliarden US-Dollar auf Wochensicht gibt dem Kurs weiterhin Halt und lässt den Markt abermals seitlich tendieren.

coinhive, Bärenmarkt fordert neues Opfer: Coinhive schließt die Pforten
Singapurs Zentralbank und J.P. Morgan testen Blockchain-Überweisungen
Blockchain

Die Monetary Authority of Singapore (MAS), die Zentralbank Singapurs, hat gemeinsam mit J.P. Morgan ein Blockchain-Netzwerk für grenzüberschreitende Zahlungen entwickelt. Das blockchainbasierte Netzwerk Ubin unterstützt Transaktionen in verschiedenen Währungen über dieselbe Plattform und führt den Zahlungsverkehr über eine Schnittstelle zusammen.

coinhive, Bärenmarkt fordert neues Opfer: Coinhive schließt die Pforten
Blockchain-Bank: Tencent erhält Lizenz für Hongkong
Blockchain

Der chinesische Großkonzern Tencent baut sein Blockchain-Engagement weiter aus. Künftig darf der Internetriese in Hongokong blockchainbasiertes Banking anbieten.

Angesagt

Bobby Lee: Bitcoin-Kurs bis 2030 bei 500.000 US-Dollar
Märkte

Bobby Lee, Mitgründer der ersten Bitcoin-Börse Chinas, hat dem Krypto-Space eine Runde Bullenfutter spendiert. Er sieht den Bitcoin-Kurs in weniger als einer Dekade bei einer halben Million US-Dollar. Und bemüht dazu das Stock-to-Flow-Modell und eine gute Dosis „Hopium“.

USA: Heimatschutzministerium investiert in neue Blockchain-Plattform
Blockchain

Die Blockchain-Technologie eröffnet bekanntlich verschiedenste Möglichkeiten der Überwachung und Kontrolle von Produkten und Lieferketten. Das macht sie nicht nur für die Privatwirtschaft interessant. Auch Sicherheitsbehörden entdecken zunehmend den Nutzen der Technologie. So auch das US-Amerikanische Department of Homeland Security.

Regulierungs-ECHO: Stürmische Zeiten für Libra
Insights

In Großbritannien sind Krypto-Werte weder Währungen noch Wertpapiere, während die zuständige Wertpapieraufsicht in den USA den Herausgeber des VERI Token zur Kasse bittet und die Wertpapierkommission in Ontario den Prospekt von 3iQ unter Vorbehalt zulässt. Fernab von Wertpapieren warnt die BaFin vor Krypto-Assets und Facebook hat bei der Kryptowährung Libra erneut Rückschläge einstecken müssen. Das Regulierungs-ECHO.

Bitcoin und traditionelle Märkte – Öl und DAX holen auf
Märkte

Die Korrelation Bitcoins mit den Vergleichsassets ist weiterhin sehr gering. Mit vier Prozent ist die Volatilität von BTC zwar sehr hoch, jedoch seit einiger Zeit stabil bei diesem Level. Zudem ist die Performance Bitcoins immer noch besser als die der Vergleichsmärkte, allerdings scheinen diese aktuell aufzuholen.