Denn sie wissen nicht, was wir tun Aztec-Netzwerk startet Mainnet auf Ethereum

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Quelle: Shutterstock

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Das Privacy-Netzwerk Aztec hat den Sprung ins Mainnet gewagt. Aztec ermöglicht das Erstellen privater Assets in Ethereum – und langfristig die Verschleierung von Smart Contract Codes. Das zweitgrößte Krypto-Netzwerk nach Marktkapitalisierung erhält damit weitere Möglichkeiten, die Transparenz der Ethereum Blockchain mit einem verbesserten Datenschutz zu vereinbaren.

Spätestens seit der Istanbul Hard Fork im vergangenen Dezember sind für Ethereum die Weichen in Richtung Datenschutz gestellt: Die Implementierung von EIP [Ethereum Improvement Proposal] 152 ermöglicht es Ethereum, Transaktionen des Privacy-Protokolls Zcash kosteneffizient zu verarbeiten. Die dadurch geschaffene Interoperabilität mit Zcash erlaubt unter anderem Atomic Swaps – das instantane Tauschen von Kryptowährungen zwischen zwei Blockchains – zwischen Ethereum und Zcash.

Seit Kurzem hat sich ein weiterer Weg aufgetan, der die öffentliche Ethereum Blockchain um Datenschutz-Features erweitert. Das Mainnet des auf Ethereum aufbauende Privacy-Protokolls Aztec wurde offiziell lanciert. Wie das Projekt auf seiner Medium-Präsenz mitteilt, kommt Aztec zunächst mit zwei technologischen Kernkomponenten daher. Die Aztec Crypto Engine (ACE) überprüft private Transaktionen, die über Smart Contracts in Ethereum abgewickelt werden, auf ihre Korrektheit. Das Privacy SDK [Software Development Kit] soll es Programmierern dezentraler Anwendungen (dApps) ermöglichen, private Token in ihre dApps einzubinden.

Zero Knowledge: Aztec verschleiert Ethereum Token

Aztec bietet Nutzern die Möglichkeit, eigene private Assets in Form von „zk Token“ zu erstellen. „Zk“ steht dabei für Zero Knowledge. Ein Zero Knowledge Proof beschreibt in der Kryptographie eine Methode, mit der eine Partei (der Beweiser) anderen Parteien (den Verifizierern) beweisen kann, dass sie einen Wert x kennt, ohne irgendwelche Informationen zu übermitteln, die darüber hinausgehen. Angewendet auf Kryptowährungen bedeutet das, dass zwei Parteien miteinander Werte (in Form von Krypto-Token) austauschen können, ohne ihre jeweilige Identität beziehungsweise ihre Wallet-Adresse (und damit ihren „Kontostand“) zu offenbaren. ZKPs versprechen damit einen deutlich größeren Datenschutz, als es bei Transaktionen auf öffentlichen Blockchains (beispielsweise bei Bitcoin, Ethereum oder Ripple – Ausnahmen bilden etwa Privcay Coins wie Monero) häufig der Fall ist.


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Zunächst ermöglicht Aztec dApp-Entwicklern, eine zk-Variante des Ethereum Stable Coins Dai (zk DAI) in ihre Programme einzubinden. Innerhalb der kommenden sechs Wochen sollen sechs weitere zk Token Einzug in Aztec halten. Mittelfristig – im Blogeintrag ist die Rede von zwei Monaten – will Aztec Entwicklern die freie Erschaffung eigener Assets ermöglichen. Zudem verschleiert Aztec bislang nur die Höhe der bewegten Beträge. Beobachter können derzeit noch immer feststellen, welche Adressen (bzw. IDs) miteinander handeln. Langfristig sollen jedoch nicht nur die Nutzer-IDs, sondern letztlich auch der Code von Smart Contracts vor neugierigen Blicken verborgen werden.


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