Australischer Regulator: Bitcoin ist kein Finanzprodukt

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © Ina van Hateren, Fotolia

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Digitale Währungen sind keine Finanzprodukte und somit müssen Bitcoin-Börsen für den Handel keine bestimmten Lizenzen besitzen, so das die australische Komission für Investments und Sicherheit (ASIC). Zudem benötigen sie auch keine bestimmten Lizenzen für die Finanzberatung Dritter.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Der Beschluss der ASIC ist Bestandteil eines 32-seitigen Berichts der australischen Untersuchung zu digitalen Währungen. Wie auch das Urteil der australischen Steuerbehörde im August, gilt die ASICS Vorlage nur vorübergehend bis die Regierung in der Lage ist, die Rechtsvorschriften formell zu klären.

Eine Lizenz kann dennoch erforderlich sein

Auch wenn diese Nachricht bei manchen Bitcoin-Enthusiasten Euphorie hervorrufen wird, gilt es Ruhe zu bewahren denn es wird noch genau geprüft werden, ob eine Lizenz erforderlich sein wird. Unternehmen die Bitcoin mit Fiat-Währungen oder anderen gesetzlich geregelten Finanzprodukten verknüpfen müssen weiterhin eine Finanzdienstleistungslizenz besitzen. In dem Bericht steht: “Wenn es zwischen der Vereinbarung für den Verkauf und der tatsächlichen Lieferung der digitalen Währung zu einer Verzögerung kommt, ist der Vertrag als Derivat anzusehen und es ist wie gewohnt das übliche Finanzdienstleistungs- und Finanzmarkt-System anzuwenden.”

Beispiele


ASIC hat sich in dem Bericht zur Veranschaulichung zwei bekannte australische Bitcoin-Unternehmen herausgepickt: CoinJar und Living Room of Satoshi. Im Detail bezieht sich ASIC auf das Swipe Card System bei dem der Nutzer die Möglichkeit hat, das Bitcoin-Guthaben von CoinJar direkt auf eine Art Debitorenkarte in Dollar zu transferieren. Mit Living Room of Satoshi hat der Nutzer die Möglichkeit seine Rechnungen über das elektronische BPAY Netzwerk in Bitcoin zu begleichen. Das Unternehmen hat erst kürzlich wieder das Geschäft aufgenommen. Grund für die “Pause” waren diverse steuerlichen Angelegenheiten. Gründer Daniel Alexiuc erzählte in einem Interview mit CoinDesk, dass sich sein Unternehmen mit dem ASIC Team ausgetauscht hat und das er sich darüber freut, an der zukünftigen Regulierung von Bitcoin in Australien beteiligt zu sein.

“Momentan benötigen wir unter bestimmten Umständen keine besondere AFS Lizenz. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich dies in Zukunft ändern wird und wir eine Lizenz benötigen werden.”

In einem Markt der von etablierten Anbietern dominiert wird, hofft Alexiuc dass die Regulierungsbehörden die Gesetze so gestalten, dass neue Unternehmen nicht gleich aus dem Markt gedrängt und Startups nicht zu sehr verunsichert werden. BTC-Echo Englische Originalfassung von Jon Southorst via CoinDesk Image Source: Fotolia


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