Australien: Unternehmertalent plant erste Kryptobank des Landes

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Australien: Unternehmertalent plant erste Kryptobank des Landes

Australien könnte innerhalb der nächsten 18 Monate eine eigene Kryptobank erhalten. So lautet zumindest der Plan von Fred Schebesta, einem der jüngsten Selfmade-Millionäre des Landes. Die neue Bank wäre die erste ihrer Art für den australischen Kontinent.

Während hierzulande hitzige Diskussionen um das Auf und Ab von Bitcoin und Konsorten anhalten, fällt es in der südlichen Hemisphäre gerade leichter, einen kühlen Kopf zu bewahren. Fred Schebesta, ein 26-jähriges Unternehmertalent und Mitbegründer des Vergleichportals Finder.com zeigt sich von der vielzitierten Rede von einer „Kryptoblase“ wenig beeindruckt:

„Die Leute sprachen von einer Blase, als der Bitcoin-Kurs bei 10 US-Dollar stand, bei 100 US-Dollar, bei 1.000 US-Dollar. Nach der 100-US-Dollar-Marke fiel er auf etwa zwölf US-Dollar, was bedeutend tiefer ist als sein Sturz von 20.000 US-Dollar auf 6.000 US-Dollar“,

sagte Schebesta der australischen Nachrichtenwebsite news.com.au. Sein Krypto-Optmismus schlägt sich in einem neuen „Milliarden-Dollar-Projekt“ nieder: Er will Australiens erste Kryptobank gründen.

Das Interesse „boomt“

Nur weil der Bitcoin-Kurs nach seinem Rekordhoch gefallen und Menschen sauer aufgestoßen ist, sei das nicht mit einem schwindenden Interesse an Kryptowährungen zu verwechseln. Ganz im Gegenteil:

„Das Interesse boomt. Ich war bei Consensus in New York, zusammen mit 8.000 anderen. […] Neue Technologien werden gerade entwickelt, es ist wie der Übergang von Basic zu DOS. Bitcoin ist wie Gold, es wird einfach herumliegen, sein Ding machen und weiterlaufen. Ich denke nicht, dass Bitcoin sterben wird.“

Mit wachsender Adaption steige die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen für Besitzer von Kryptowährungen, so Schebesta weiter. Um seiner Vision einer australischen Kryptobank einen Schritt näherzukommen, hat Schebesta sich nach eigenen Angaben „bedeutende“ Anteile an der westaustralischen Bank Goldfields Money gekauft. Die Bank unterliegt als „Authorised Deposit taking Institution“ (Autorisierte Depotbank, ADI) der australischen Finanzaufsichtsbehörde APRA. Durch die Zusammenarbeit mit Goldfields will sich Schebesta die Beantragung einer eigenen ADI-Lizenz bei der APRA ersparen. Dass die Bank mit einer Marktkapitalisierung von 35 Millionen australischen Dollar zu den kleinen Fischen gehört – geschenkt:

„Es ist ein kleines Business, aber eine Bank – und in West-Australien die einzige Bank mit ADI-Lizenz“,

so Schebesta weiter. Außerdem sehe man am Beispiel der Deutschen Bank, dass Größe und Profit nicht immer in proportionalem Verhältnis stehen müssten:

„Die Deutsche Bank hat 98.720 Angestellte. Sie hat im ersten Quartal 146 Millionen US-Dollar Profit gemacht. Binance dagegen hat 300 Mitarbeiter und im selben Zeitraum 200 Millionen US-Dollar Gewinn gemacht. Irgendwas geht hier vor sich.“

Dabei setzt Schebesta vor allem auf das potenzielle Geschäft mit Kryptokrediten. Schließlich sei das Verleihen von Geld das Rückgrat der Fiatökonomie. Kredite für Kryptowährungen würden diese „auf ein ganz neues Level“ befördern.

Lies auch:  Malaysia: Erste physische Blockchain-Bank der Welt geplant

Kein Neuling im Kryptospace

Schebesta hatte schon vor der Bekanntgabe der Pläne für eine Kryptobank seine Finger im Geschäft mit dem digitalen Geld. So ist auf dem von ihm und Frank Restuccia gegründeten Portal finder.com auch der Vergleich von Kryptowährungen möglich. Darüber hinaus betreibt er mit Kollege Restuccia eine eigene Kryptobörse namens HiveEx, deren wöchentliches Transaktionsvolumen sich im Millionen-Dollar-Bereich bewegen soll. Mit HiveSpend folgte ein Service zur Begleichung von BPAY-Rechnungen.

Schebesta vertraut bei seinem neuen Projekt auf seinen unternehmerischen Instinkt, der auch finder.com zum Erfolg gemacht habe:

„Das Vergleichen war kein großes Geschäft, weil die Australier nicht wirklich verglichen haben. Aber ich wettete darauf, dass sich das ändern würde und investierte viel. Im Fall der Kryptowährungen gehe ich davon aus, dass die Menschen ihre eigene Währung besitzen und gegen Fiatwährungen absichern wollen.“

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