Australien schafft Mehrwertsteuer für Bitcoin ab

Value Added Tax VAT Finance Taxation Accounting Concept

Das Australische Finanzministerium hat einen ambitionierten Plan vorgestellt: auf der Internetseite wird erklärt, dass die australische Forschungs- und Entwicklungsagenda (NISA) das Land zu einem FinTech-Innovation Hub machen möchte.

Den Weg ebnen

Der Plan der NISA sieht vor, Australien für die kommenden wirtschaftlichen Veränderungen stark zu machen. So soll die Bezeichnung “Bank” gelockert werden. Ursprünglich gab es in Australien ein Verbot für Finanzunternehmen mit einem geringeren Eigenkapital als 50 Millionen US-Dollar, sich als “Bank” zu bezeichnen.

FinTech-Unternehmen könnten von der Bezeichnung “Bank” profitieren, da die Bezeichnung alleine schon ein – Achtung –  Grundvertrauen hervorrufen kann.

Crowd-Funding und gesetzliche Rahmenbedingungen

Ein Problem, das besonders in Deutschland existiert, ist der fehlende gesetzliche Rahmen. Während Österreich und die Schweiz bereits heute durch innovative FinTech-Unternehmen ganz vorne an der Spitze mitwirken, fährt Deutschland mit angezogener Handbremse. Es braucht Rechtsklarheit und Rechtssicherheit, ergo muss eine passende Regulierung her.

Die NISA sieht in Australien neue Regulierungen vor, die die Gründung innovativer FinTech-Unternehmen begünstigen wird. Innerhalb von 24 Monaten soll dort eine Testphase absolviert werden, die die kommerziellen Auswirkungen der neuen Regulierungen testen soll.

Ebenso soll es einfacher werden sogenanntes Crowd-Sourced Equity Funding (CSEF) zu betreiben. CSEF erlaubt privaten Unternehmen Geld von vielen Kleinanlegern anzunehmen. Das Geld wird in einen Topf eingezahlt und erlaubt neuen Unternehmen schneller zu starten.

Steuerhürde verringern

In Australien galt bisher ein Äquivalent der Mehrwertsteuer auf den Kauf und Verkauf von digitalen Währungen wie Bitcoin. Dies soll zum 1. Juni abgeschafft werden. Die sogenannte Goods-and-Services-Tax ist derzeit eine Hürde für die Akzeptanz beim Endverbraucher. In Japan gibt es ebenfalls Bestrebungen die 8-prozentige Mehrwertsteuer auf digitale Währungen zu erlassen.

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Über Danny de Boer

Danny de BoerDanny de Boer arbeitet als Social-Media-Redakteur für BTC-ECHO und ist dabei insbesondere auf die Produktion von Videos und Videoreportagen spezialisiert. Er studiert Medien- und Kommunikationsinformatik an der Hochschule Kamp-Lintfort. Seit Jahren ist Danny großer Verfechter des revolutionären Potentials von Kryptowährungen und konzentriert sich entsprechend auch in seinem Studium auf die Bereiche IT-Sicherheit und Kryptographie.

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