Aus für private Kryptowährungen in Japan – Coincheck gehorcht FSA

Alex Roos

von Alex Roos

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Alex Roos

Alex Roos absolvierte einen B.Sc. in "Management, Philosophy & Economics" an der Frankfurt School of Finance & Management und schrieb seine Bachelorarbeit über die "Anwendungsfelder und Adaption der Blockchain Technologie". Ihn begeistern vor allem "pure" Kryptowährungen wie Bitcoin und Monero.

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Quelle: ZCash (ZEC) cryptocurrency; physical concept ZCASH coin on the background of the flag of Japan via Shutterstock

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Die japanische Kryptobörse Coincheck gibt bekannt, dass ab Mitte Juni vier Kryptowährungen nicht mehr auf der Platform gehandelt werden können. Dieses Verbot trifft Monero (XMR), Zcash  (ZEC), Dash (DASH) und Augur (REP). Coincheck fügt sich damit den Auflagen der japanischen Finanzbehörde Financial Services Agency (FSA).

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Bereits im März berichtete BTC-ECHO über die Geschehnisse in Japan. Die hiesige Handelsplattform war zu Beginn des Jahres 2018 von einer Hacker-Attacke heimgesucht worden. Die Angreifer erbeuteten New Economy Money (NEM) im Wert von über 400 Millionen US-Dollar. Schon damals übte die FSA Kritik, da Coincheck die Möglichkeit zur Geldwäsche biete.

Wegen Geldwäsche gegen private Kryptowährungen

Die Schwierigkeit bei privaten Kryptowährungen ist, dass sich keine Zahlungsströme nachverfolgen lassen. Die Nutzer der Währungen bleiben komplett anonym, sofern sie sich nicht durch einen KYC-Prozess de-anonymisieren. Während Bitcoins Blockchain komplett transparent ist und sich mithilfe von Computersoftware analysieren lässt, ist dies bei anonymen Kryptowährungen entweder gar nicht oder nur bedingt möglich.

Die japanische FSA versucht der Verbreitung der privaten Kryptowährungen entgegenzuwirken, indem sie keine Börsenlizenzen an Exchanges vergeben, die solche Coins im Sortiment führen. Scheinbar mit Erfolg, denn Coincheck folgt den Anweisungen der Aufsichtsbehörde.


Während die Behörde in Hongkong die Gefahr von Kryptowährungen als harmlos einstuft, sorgt sich Japan um Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Aber Japan ist mit seiner Position nicht allein, denn auch die EU gab jüngst Vorlagen für Kryptobörsen bekannt. In der EU darf man Währungen wie Monero, Zcash & Co. noch handeln, allerdings müssen Börsenbetreiber die Kundendaten bis zu 10 Jahre speichern.

Coincheck zahlt Kunden in Yen aus

Coincheck nimmt die vier Kryptowährungen aus ihren Listings. Kunden, die noch Bestände in einer der Währungen haben, erhalten eine Kompensation. Auf dem eigenen Blog verkündet Coincheck, die restlichen Bestände der Kryptowährungen zum Marktpreis zu verkaufen und den Betroffenen in Yen gutzuschreiben.

Ob die Regulation der FSA tatsächlich die Machenschaften Krimineller unterbindet, bleibt abzuwarten.

BTC-ECHO


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