Aus der Wissenschaft: Blockchain und Energieversorung

Aus der Wissenschaft: Blockchain und Energieversorung

In einem Vorbericht zu wissenschaftlichen Untersuchungen für Blockchain-Anwendungen im Energiesektor beleuchten Wissenschaftler der Forschungsstelle für Energiewirtschaft die Blockchain-Technologie. Die Ergebnisse verraten, an welchen Stellen sich die Technologie noch entwickeln muss.

Blockchain-Anwendungen, allen voran Bitcoin, haben einen schlechten Ruf, was den Energieverbrauch angeht. Allen voran die CO2-Billanz soll beim Bitcoin-Mining recht hoch sein. Doch wie die Forschungsstelle für Energiewirtschaft nun in einem Bericht veröffentlicht, hat zumindest die Blockchain-Technologie das Potential, die Energieversorgung zu verbessern.

Momentan ist es laut der Studie nach wie vor das hohe CO2-Aufkommen, das beim Bitcoin-Mining zu bemängeln ist:

„Ein häufiger Kritikpunkt sind die enormen Mengen an Rechenleistung und somit elektrischer Energie, die benötigt werden, um das Netzwerk zu betreiben. Aktuell (Stand: Juni 2018) benötigt allein die Bitcoin-Blockchain ca. 68 TWh pro Jahr, vergleichbar mit dem Energieverbrauch von Österreich und entsprechend 0,31 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs. Dies entspricht im Mittel einem Energieverbrauch von über 950 kWh pro Transaktion.“

Dennoch: Die Blockchain-Technologie an sich kann für den Energiesektor nützlich sein. So ist es vor allem die selbstverwaltende Funktion der von Ethereum bekannten Smart Contracts, die die Transportwege in der Energieversorgung verbessern können. Dahingehend ist es vor allem der Schutz vor Manipulation, den die Autoren als großen Vorteil der Blockchain-Technologie sehen:

„Die Stärken der Technologie liegen unter anderem in der Transparenz des Transaktionsverlaufs, ihrer Manipulationssicherheit, der möglichen Pseudonymität und einem hohen Grad der Verfügbarkeit. Limitationen bestehen heute vor allem noch im Bereich der Skalierung, Transaktionskosten und -geschwindigkeit, Anonymität und Interoperabilität sowie des Energieverbrauchs. Anhand aktueller Entwicklungen zeigt sich, dass derzeit eine Vielzahl an Lösungsansätzen entwickelt werden, welche darauf abzielen, die vorhandenen Limitationen v. a. in den Bereichen Skalierung, Anonymität und Interoperabilität zu verbessern. Dazu gehören u. a. Sharding, State Channels, Sidechains, Zero Knowledge Proofs oder Ring-Signaturen.“

Blockchain-Technologie muss noch wachsen

Die Blockchain-Technologie steckt wie all ihre möglichen Anwendungsbereiche momentan noch in den Kinderschuhen. Die Technologie stehe laut Bericht also noch vor großen Herausforderungen. Trotzdem ist der Ausblick des Papers optimistisch. Vor allem seien es die Smart Contracts, die die Technologie in Zukunft auch für die Energiewirtschaft attraktiv machten. Nach Beseitigung von Skalierbarkeitsproblemen und vor allem regulatorischen Fragen stünden dem Voranschreiten der Technologie jedoch deutlich geringere Hürden im Weg. Zudem müsse man für Standardisierung sorgen.

Ebenso wie die Anwendungen im Energiesektor muss es jedoch auch in der Forschung noch weitergehen. So dient der Forschungsbericht allen voran als Grundlage, um die Anwendbarkeit der Technologie im Detail zu untersuchen. Wer die komplette Studie lesen will, kann das hier tun.

BTC-ECHO

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