Aus alt mach neu: Japanische Krypto-Börse und Yahoo-Zögling TaoTao geht an den Start

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Aus alt mach neu: Japanische Krypto-Börse und Yahoo-Zögling TaoTao geht an den Start

In dieser Woche fällt der Startschuss für Japans jüngste Krypto-Börse TaoTao. Diese geht aus dem Handelsplatz BitARG hervor, den der Internet-Konzern Yahoo im vergangenen Jahr zu 40 Prozent erworben hatte. TaoTao will seinen Kunden künftig Trading-Produkte mit fünf Kryptowährungen ermöglichen. Im Vorfeld des diesjährigen G20-Gipfels beraten die japanischen Aufsichtsbehörden derweil über zusätzliche Gesetzesantworten auf die Herausforderungen von Bitcoin & Co.

Kryptowährungen erfreuen sich in Japan immenser Beliebtheit. Kaum verwunderlich scheint es daher, dass sich trotz großer Bedenken der zuständigen Finanzaufsicht FSA eine Vielzahl von Krypto-Börsen hier ansiedelt.

Zuwachs bekommen Fisco, Coincheck & Co. in dieser Woche von dem Yahoo-Zögling TaoTao. Wie die Börse am Wochenende auf ihrem Twitter-Kanal angekündigt hat, soll der offizielle Startschuss für die Trading-Plattform bereits an diesem Donnerstag, dem 30. Mai, fallen.

Dann will die Börse ihren Kunden Trading-Produkte auf der Basis von gleich fünf Kryptowährungen anbieten. Dabei zielt TaoTao einerseits auf den Handel mit Bitcoin und Ether und damit den unmittelbaren Tausch in Yen. Andererseits ermöglicht die Plattform den Margenhandel, also Produkte zur Spekulation auf den Kursverlauf, für Ripple, Litecoin und Bitcoin. Hierfür stellt der Börsen-Neuling seinen Kunden neben einer Online-Plattform zudem eine mobile App bereit.

Hinter TaoTao steht dabei mit Anteilen von 40 Prozent niemand Geringeres als der Internet-Riese Yahoo. Vergangenen März hatte dessen japanischer Arm die Krypto-Börse BitARG in Kooperation mit dem Tech-Unternehmen CMD Labs erworben.

Auf Grundlage des technischen Rückgrats von BitARG soll TaoTao nun als hauseigene Krypto-Plattform Yahoos an den Start gehen. Zwar lässt die Registrierungsmöglichkeit über Yahoo-Accounts einen solchen Hintergrund bereits erahnen. Ansonsten halten sich die Betreiber der bekannten Suchmaschine jedoch noch im Hintergrund.

Japan ist Vorreiter im Bereich Krypto-Börsen – dennoch regiert der Zweifel

Trotz des Internet-Riesen im Rücken muss sich TaoTao ab dieser Woche auf mächtige Konkurrenz einstellen. Denn Japan gilt als einer der Vorreiter im Bereich Krypto-Trading. Nicht nur waren die ostasiatischen Zwillingsinseln im April 2017 einer der weltweit ersten Staaten, die Kryptowährungen als legales Zahlungsmittel akzeptieren und Krypto-Börsen den Betrieb unter Auflagen offiziell erlauben. Seitdem zählt das Land außerdem 19 solcher Online-Tauschplätze für verschiedene Token und digitale Währungen. Bis zu weitere 140 Bewerber sollen derzeit zudem auf die Lizenz der japanischen Behörden warten.

Mit Blick auf den Börsenbetrieb regiert vonseiten der zuständigen Behörden jedoch der Zweifel. Schuld sind eine Serie von Hacks und Diebstählen, die die Inseln zuletzt erschütterten. Im Januar 2018 beispielsweise hatten Hacker allein den Online-Handelsplatz Coinbase um etwa 530 Millionen US-Dollar erleichtert. Darauf antwortete die japanische Finanzaufsicht mit einer ganzen Reihe von Sicherheitsvorschriften und neuen Richtlinien.

Im Vorfeld des anstehenden G20-Gipfels, der im japanischen Osaka im kommenden Juni stattfindet, beraten die Behörden des Landes zudem nun, welche gesetzlichen Antworten die internationale Gemeinschaft auf die Geldwäsche-Potentiale von Kryptowährungen bereitstellen könnte. Kommende Vorschriften dürften dann vor allem Krypto-Börsen betreffen, die den Austausch von Fiat- in Kryptogeld ermöglichen.

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