Auf zu neuen Ufern: Jamaica Stock Exchange will STOs anbieten & probt Bitcoin-Handel  

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Auf zu neuen Ufern: Jamaica Stock Exchange will STOs anbieten & probt Bitcoin-Handel  

Die Jamaica Stock Exchange (JSE) will ihren Nutzern künftig die Herausgabe digitaler Wertpapiere, sogenannter Security Token, ermöglichen. Neben einer Plattform für STOs will die Börse offizieller Handelsplatz von Digitalwährungen wie Bitcoin und Ether werden. Zu diesem Zweck ist die JSE im vergangenen Jahr eine Partnerschaft mit dem kanadischen Fintech-Unternehmen Blockstation eingegangen. Nun soll die Probelistung der Kryptowährungen folgen.

Jamaika Börse JSE boomt: Alleine in den vergangenen fünf Jahren ist der Handelsplatz um das Dreifache gewachsen. Nun will der bereits im Jahr 1968 gegründete Börsen-Newcomer das nächste Kapitel aufschlagen und damit auch zukünftiges Wachstum absichern:

Wie die JSE an diesem Mittwoch, dem 3. April, in einer Presseerklärung verkündete, will sie Kunden künftig einerseits die Herausgabe digitaler Wertpapiere, sogenannte Security Token Offerings (STOs), ermöglichen. Andererseits will die Börse mit dem Segen der jamaikanischen Wertpapieraufsicht JCSD offizieller Handelsplatz für Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether werden. Künftig will man so weltweit das Interesse von Investoren auf die Karibik-Insel lenken.

Hierfür ist der Handelsplatz mit Sitz in der Hauptstadt Kingston bereits im vergangenen Jahr eine Partnerschaft mit dem kanadischen FinTech-Unternehmen Blockstation eingegangen. Gemeinsam mit Investoren wollen beide nun die Potentiale des Krypto-Handels in einem Pilotversuch ausloten.

Dies ist eine nie dagewesene Gelegenheit für die JSE, ihr Produktangebot auszubauen und so neue Investitionen anzuziehen. Wir heißen sowohl lokale als auch weltweite Privatanleger und Unternehmen willkommen, bei uns digitale Vermögenswerte unter sicheren, effizienten und transparenten rechtlichen Rahmenbedingungen zu handeln,

beschreibt JSE-Direktorin Marlene Street Forrest den gemeinsamen Vorstoß mit Blockstation.

STOs sollen kleinen und mittleren Unternehmen unter die Arme greifen

Wie es in der Presseerklärung weiter heißt, wolle man mit dem Schritt unterstreichen, dass der Handel mit Kryptowährungen durchaus Marktpotentiale besitze, solange dieser vollständig reguliert sei.

Blockchain-Technologien wie Kryptowährungen erfreuen sich in der Karibik großer Beliebtheit. Im Februar vergangenen Jahres hatte die Zentralbank Jamaikas jedoch noch vor Investitionen in Bitcoin & Co. gewarnt. So wären diese beispielsweise nicht von geeigneten Verbraucherschutzmaßnahmen gedeckt.

Anderseits heißt es indes, man wolle mithilfe der STOs vor allem kleinen und mittleren Unternehmen unter die Arme greifen. Denen blieb der Gang an die Börse bisher oftmals verwehrt. Ihnen soll mithilfe der digitalen Wertpapiere nun ein angemessenes Mittel an die Hand gegeben werden, um Kapital zu sammeln.

Gerade bei kleinen Inselstaaten scheint der Trend rund um STOs derweil Fahrt aufzunehmen. Erst im Februar etwa gaben die Behörden der Atlantikinsel Bermuda dem Security Token Fire als erstes digitales Wertpapier des Landes ihren offiziellen Segen.

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