#AskDraghi: EZB-Chef bekräftigt Regulierungsabsage

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

Teilen
BTC13,718.66 $ 4.81%

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, bekräftigt in dieser Woche seine Regulierungsabsage gegenüber Kryptowährungen. In einem Video, mit dem Draghi Twitter-Nutzern auf deren Fragen antwortet, unterstreicht er die Haltung, Krypto-Regulierung fielen nicht in die Zuständigkeit der EZB. Damit widerspricht der EZB-Chef Spekulationen um kommende gesamteuropäische Regulierungsinitiativen.

Während manch einer spekulieren mag, kommende Krypto-Regulierung in europäischen Breitengraden sei nur eine Frage der ablaufenden Sanduhr, widerspricht EZB-Präsident Mario Draghials Stimme der Europäischen Zentralbank in dieser Woche entschieden.


Im Zuge des PR-Initiative #AskDraghi beharrt der 70-Jährige auf Nachfrage von Twitter-Nutzern auf dem Standpunkt seiner Institution:

“Die Regulierung von Kryptowährungen liegt nicht im Verantwortungsbereich der EZB.”

Draghi empfiehlt im Video, „sorgfältig“ nachzudenken, bevor man in Bitcoin & Co. investiere. Dabei verweist der italienische Zentralbanker auf den „wilden Ausschlag“ etwa des Bitcoin-Kurses. Der Euro im Gegenzug sei stabil. Weiterhin unterstreicht er, keine Zentralbank garantiere für dessen Wert.

„Der Euro wird von der Europäischen Zentralbank gehalten. Der US-Dollar wird von der US-Notenbank gehalten. Währungen werden von Zentralbanken oder deren Regierungen gesichert. Niemand sichert den Bitcoin“,

so Draghi.

Zuletzt wandten sich diese Woche die drei europäischen Finanzaufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA in einer schriftlichen Mitteilung an die Bürger der Europäischen Union. Im Schreiben warnen die Behörden die Bürger vor den möglichen Risiken des Krypto-Handels. Die Warnung hatte in dieser Woche erneute Spekulationen über einen europäischen Regulierungsansatz laut werden lassen.

EZB-Haltung: Nicht zuständig

Mit seiner Regulierungsabsage bekräftigt Draghi nun die entschiedene Haltung der EZB. Bereits im vergangenen Jahr hatte Draghi mehrmals betont, seine Institution treffe keine Zuständigkeit, was die Regulierung der wachsenden Kryptowährungen betrifft. Im September etwa hatte er Entwarnung gegeben, von den digitalen Bezahlalternativen ginge kein „monetäres Risiko“ aus. Damit sei ihr Einfluss zu gering, um ins Handlungsfeld der EZB zu fallen. Diese ist in erster Linie für die Geldwertstabilität in der Euro-Zone verantwortlich.

In diesem Zuge betonte Draghi zudem im September, seiner Institution fehle es an einer Grundlage für die konkrete Handhabung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Es läge „eigentlich nicht in unserer Macht“, diese zu regulieren oder gar gänzlich zu verbieten, so Draghi.

Mit voranschreitender Bedeutung und wachsender Etablierung des Bitcoin auf den internationalen Finanzmärkten wird auch der Ruf nach der Regulierung von Kryptowährungen immer lauter. Während zahlreiche Staaten bereits bestehende Kontroll-Initiativen auf den Weg gebracht haben, hatte zuletzt etwa die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, auf internationale Krypto-Regulierung und umfassende Aufsicht gedrängt.

Aller Absagen zum Trotze verfolgt man in Frankfurt die Entwicklungen im Bitcoin-Dunstkreis dennoch mit wachsamen Augen. So kann sich Draghi etwa vorstellen, dass europäische Banken künftig Bitcoin-Futures halten könnten. Die Sanduhr läuft also weiter.

BTC-ECHO

Anzeige

Krypto-Arbitrage: Geringes Risiko - Hohe Rendite

Verdienen Sie ein passives Einkommen mit der verzinslichen Geldbörse von ArbiSmart und dem vollautomatischen Crypto Arbitrage-Handelssystem. Profitieren Sie von einer EU-lizenzierten und regulierten Plattform, die Anlagen mit einer Rendite zwischen 10,8% und 45% pro Jahr bietet.

Mehr erfahren

Anzeige


Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

Kryptokompass #40

Der Finanzmarkt im Fegefeuer

Polkadot (DOT)

Der Brückenbauer für das Internet von Morgen

Peter Großkopf

Der Blockchain CTO oder „der Banker mit Mütze“

Bitcoin.de

Der Bitcoin-Marktplatz Made in Germany

BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach handeln

Plus500 der führende CFD Anbieter

  • Direkt mobil handeln
  • Einzahlung per Kreditkarte oder PayPal
  • Bitcoin,Ether,IOTA,Ripple, uvm.
  • inkl. Demokonto

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD Handel mit diesem Anbieter