#AskDraghi: EZB-Chef bekräftigt Regulierungsabsage

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/march-9-2017-frankfurt-main-ecb-724362973?src=7ZGJQC_MeZmzhpMU0igQdA-1-20

#AskDraghi: EZB-Chef bekräftigt Regulierungsabsage

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, bekräftigt in dieser Woche seine Regulierungsabsage gegenüber Kryptowährungen. In einem Video, mit dem Draghi Twitter-Nutzern auf deren Fragen antwortet, unterstreicht er die Haltung, Krypto-Regulierung fielen nicht in die Zuständigkeit der EZB. Damit widerspricht der EZB-Chef Spekulationen um kommende gesamteuropäische Regulierungsinitiativen.

Während manch einer spekulieren mag, kommende Krypto-Regulierung in europäischen Breitengraden sei nur eine Frage der ablaufenden Sanduhr, widerspricht EZB-Präsident Mario Draghials Stimme der Europäischen Zentralbank in dieser Woche entschieden.

Im Zuge des PR-Initiative #AskDraghi beharrt der 70-Jährige auf Nachfrage von Twitter-Nutzern auf dem Standpunkt seiner Institution:

“Die Regulierung von Kryptowährungen liegt nicht im Verantwortungsbereich der EZB.”

Draghi empfiehlt im Video, „sorgfältig“ nachzudenken, bevor man in Bitcoin & Co. investiere. Dabei verweist der italienische Zentralbanker auf den „wilden Ausschlag“ etwa des Bitcoin-Kurses. Der Euro im Gegenzug sei stabil. Weiterhin unterstreicht er, keine Zentralbank garantiere für dessen Wert.

„Der Euro wird von der Europäischen Zentralbank gehalten. Der US-Dollar wird von der US-Notenbank gehalten. Währungen werden von Zentralbanken oder deren Regierungen gesichert. Niemand sichert den Bitcoin“,

so Draghi.

Zuletzt wandten sich diese Woche die drei europäischen Finanzaufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA in einer schriftlichen Mitteilung an die Bürger der Europäischen Union. Im Schreiben warnen die Behörden die Bürger vor den möglichen Risiken des Krypto-Handels. Die Warnung hatte in dieser Woche erneute Spekulationen über einen europäischen Regulierungsansatz laut werden lassen.

EZB-Haltung: Nicht zuständig

Mit seiner Regulierungsabsage bekräftigt Draghi nun die entschiedene Haltung der EZB. Bereits im vergangenen Jahr hatte Draghi mehrmals betont, seine Institution treffe keine Zuständigkeit, was die Regulierung der wachsenden Kryptowährungen betrifft. Im September etwa hatte er Entwarnung gegeben, von den digitalen Bezahlalternativen ginge kein „monetäres Risiko“ aus. Damit sei ihr Einfluss zu gering, um ins Handlungsfeld der EZB zu fallen. Diese ist in erster Linie für die Geldwertstabilität in der Euro-Zone verantwortlich.

Lies auch:  Zukunftsmusik: So funktionieren Bitcoin Futures

In diesem Zuge betonte Draghi zudem im September, seiner Institution fehle es an einer Grundlage für die konkrete Handhabung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Es läge „eigentlich nicht in unserer Macht“, diese zu regulieren oder gar gänzlich zu verbieten, so Draghi.

Mit voranschreitender Bedeutung und wachsender Etablierung des Bitcoin auf den internationalen Finanzmärkten wird auch der Ruf nach der Regulierung von Kryptowährungen immer lauter. Während zahlreiche Staaten bereits bestehende Kontroll-Initiativen auf den Weg gebracht haben, hatte zuletzt etwa die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, auf internationale Krypto-Regulierung und umfassende Aufsicht gedrängt.

Aller Absagen zum Trotze verfolgt man in Frankfurt die Entwicklungen im Bitcoin-Dunstkreis dennoch mit wachsamen Augen. So kann sich Draghi etwa vorstellen, dass europäische Banken künftig Bitcoin-Futures halten könnten. Die Sanduhr läuft also weiter.

BTC-ECHO

Blockchain- & Fintech-JobsAuf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In unserer Jobbörse findet Ihr aktuelle Stellenanzeigen von Blockchain- & Fintech-Unternehmen.

Anzeige

Ähnliche Artikel

Luxemburg gibt Startschuss für Blockchain-Wertpapiere
Luxemburg gibt Startschuss für Blockchain-Wertpapiere
Regulierung

Luxemburg hat Wertpapieren, die über die Blockchain herausgegeben werden, den legalen Status verliehen.

BaFin genehmigt Deutschlands erstes Security Token Offering (STO)
BaFin genehmigt Deutschlands erstes Security Token Offering (STO)
Regulierung

Das Kreditunternehmen Bitbond darf Deutschlands erstes Security Token Offering (STO) durchführen.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Instimatch erprobt Corda Settler mit XRP-Support
    Instimatch erprobt Corda Settler mit XRP-Support
    Ripple

    Der schweizerische Finanzdienstleister Instimatch Global AG erprobt derzeit in einem Pilotversuch die Distributed-Ledger-Technologie Corda.

    Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW8 – Weiter geht’s!
    Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW8 – Weiter geht’s!
    Kursanalyse

    Die Top 3 befinden sich wieder in guter Stimmung. Eine Bodenbildung geht immer langsamer voran als das Auffinden eines Allzeithochs.

    Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verspricht „Blockchain ohne Wenn und Aber“
    Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verspricht „Blockchain ohne Wenn und Aber“
    Unternehmen

    Die Landesbank Baden-Württemberg hat eine millionenschwere Transaktion mithilfe der Blockchain abgewickelt.

    Twitter: „Satoshis Spenden“ ist das neue „Like“
    Twitter: „Satoshis Spenden“ ist das neue „Like“
    Bitcoin

    Das Lightning Network wird praktikabler. Eine neue App namens Tippin erlaubt das Spenden auf Knopfdruck via Twitter.

    Angesagt

    Bundeskabinett startet Umfrage – Blockchain-Strategie bis Sommer
    Regierungen

    Das Bundeskabinett startet in dieser Woche eine öffentliche Befragung zum Themenkomplex „Blockchain“.

    Exklusiv-Interview: Head of Communications Patricia Zinnecker zum Rücktritt – Teil 1: „Du bist gefeuert. Und du weißt, wieso.“
    Interview

    Der Abgang von Dr. Julian Hosp als Präsident von TenX ließ einige Fragen offen.

    China: Elite-Uni eröffnet Blockchain Research Center
    Blockchain

    Die renommierte Fudan University in Shanghai verkündet die Eröffnung eines Forschungszentrums für Blockchain-Technologie.

    Die Lage am Mittwoch: Bitcoin in Aufbruchstimmung
    Kolumne

    Es bewegt sich was am Krypto-Markt. Nicht nur der Bitcoin-Kurs, Ethereum, Ripple und Konsorten kletterten in den letzten Tagen wieder nach oben.

    ×
    Anzeige