Aserbaidschan plant breiten Blockchain-Einsatz

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Die Vorteile der Blockchain-Technologie haben sich längst auch in Vorderasien herumgesprochen. So plant Aserbaidschan nun den Einsatz der Blockchain und Smart Contracts im Wohnungswesen- und Versorgungssektor. Dabei findet die Technologie bereits in einigen Diensten des Justizministeriums Anwendung – doch noch nicht ausreichend, meint der Vorsitzende des aserbaidschanischen Internetforums (AMF).

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Aserbaidschan will künftig auf die Blockchain-Technologie setzen, unter anderem wenn es um die Digitalisierung der Informationssysteme und Register des Justizministeriums geht. Dies gab der Vorsitzende des aserbaidschanischen Internetforums (AMF) Osman Gunduz nun bekannt. Am 30. Oktober fand hierzu ein Expertentreffen statt, bei die Regierung über Systeme und elektronische Dienste des Justizministerium informierte.

Mobiles Notariat und transparente Versorgungsverträge

Während des Treffens erhielten die Anwesenden Informationen über 30 elektronische Dienste, die sich unter anderem mit der Datenverarbeitung des Strafvollzugsdienstes, des Bevölkerungsregisters sowie nichtstaatlicher Organisationen beschäftigen. Gunduz hob dabei ein Projekt hervor, das den Titel „mobiles Notariatsbüro“ trägt. Hier will man notarielle Dokumente mithilfe der Blockchain nicht nur sammeln und sicher aufbewahren, sondern auch beglaubigen. Vor allem dieser Einsatz der Blockchain-Technologie fand großen Anklang im Expertenpublikum. So betont Gunduz:

„Insbesondere das Interesse des Ministeriums an der Einführung der Blockchain-Technologie erregte Aufsehen. Es wurde angekündigt, dass die Smart Contracts künftig im Bereich öffentlicher Versorgungsunternehmen (Wasser-, Gas- und Stromversorgung) eingeführt werden. Dies bezieht sich auf die Umstellung bestehender Verträge von Bürgern für Versorgungsleistungen auf Smart Contracts, die Transparenz gewährleisten und die Möglichkeit bieten, Fälschungen in diesem Bereich zu verhindern. Die Bürger selbst können alle diese Prozesse selbstständig steuern.“

E-Government kommt


Wie der AMF-Vorsitzende weiter erläutert, basieren bereits die meisten Dienste des Justizministeriums (Register und Datenbanken der Bevölkerung) auf Distributed-Ledger-Technologien. Zudem gebe es aber noch Bereiche, in denen die Blockchain von besonderer Bedeutung sein kann:

„Dies bezieht sich auf ‚elektronische Gerichte‘. Bisher ist die Arbeit in diese Richtung sehr schwach. In Anbetracht dessen, dass das Projekt selbst seit fast fünf Jahren umgesetzt wird, wird das E-Government dennoch nur in wenigen Gerichtsverfahren eingesetzt. Nach meiner Einschätzung ist hier noch mehr Unterstützung nötig. Bei den notariellen Institutionen wird hier ein gewisser Fortschritt beobachtet. Zum Beispiel wurden die Auszüge aus dem Register für Immobilien bereits in die Online-Umgebung integriert.“

Aserbaidschan ist also offensichtlich auf einem guten Weg in Richtung Blockchain-basiertes E-Government. Es lohnt sich, diese Entwicklung weiter zu beobachten.

BTC-ECHO


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