AriseCoin: Bitcoin-Scam-Betreiber zahlen Strafe in Millionenhöhe

Quelle: Shutterstock

AriseCoin: Bitcoin-Scam-Betreiber zahlen Strafe in Millionenhöhe

Als die letzte Boom-Phase von Bitcoin gerade abebbte, begann die SEC verstärkt damit, in der ICO-Szene um sich zu greifen. So fror sie im Januar diesen Jahres vorerst den Geschäftsbetrieb des AriseCoin ein. Am 12.12. gab die Behörde nun die Höhe der Strafe und weitere strafrechtliche Konsequenzen bekannt.

Zu Beginn des Jahres 2018, als die Luft aus der Bitcoin-Blase abermals entwich, waren Scam-Meldungen an beinahe an der Tagesordnung. So auch der ICO mit dem vielversprechenden Namen AriseCoin: Das Unternehmen gab vor, die „erste dezentrale Bank der Welt“ zu sein. Mit einem attraktiven White Paper und Social-Media-Kampagne sammelten die Betreiber insgesamt 600 Millionen US-Dollar ein. Das Problem: Es gab weder eine Genehmigung, noch eine dezentrale Bank. Kurzum: Ein weiterer Scam, der auf der Bitcoin-Welle ritt.

Bitcoin- und Litecoin-Vermögen umgehend eingefroren

So kam es auch, dass die SEC das Vermögen der beiden Betreiber umgehend einfror. Darunter bafanden sich auch Bitcoin- und Litecoin-Einlagen. Nun, knappe 11 Monate später, veröffentlichte die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde am 12. Dezember das Urteil. In einer Pressemitteilung teilte sie mit, dass die beiden Betreiber des ICOs vor dem Bundesgericht zur Zahlung von fast 2,7 Millionen US-Dollar verurteilt worden sind. Ferner dürfen sie nicht mehr „als leitende Angestellte oder Direktoren von Aktiengesellschaften fungieren oder an zukünftigen Angeboten digitaler Wertpapiere“ teilnehmen.

Dementsprechend empört gab sich der Vorsitzende des Fort Worth Regional Office der SEC:

„Rice und Ford haben die Investoren von AriseBank belogen, indem sie das Unternehmen als eine der ersten dezentralen Banken mit einer eigenen Kryptowährung für Kundenprodukte und -dienstleistungen beworben haben. Die […] die digitale Wertpapierbörse werden Rice und Ford daran hindern, einen weiteren Kryptoasset-basierten Betrug zu begehen.“

Ohne die Vorwürfe einzuräumen oder zu bestreiten, akzeptierten die beiden Betreiber Jared Rice und Stanley Ford, 2,5 Millionen US-Dollar Strafe zu zahlen. Insgesamt waren die Betreiber also recht entgegenkommend. So heißt es in der Pressemitteilung weiter:

„Sie [die Betreiber und die SEC] einigten sich auch auf ein lebenslanges Verbot, als leitende Angestellte und Direktoren von Aktiengesellschaften zu fungieren und an digitalen Wertpapierangeboten teilzunehmen, sowie auf ein dauerhaftes Verbot, gegen die Betrugsbekämpfungs- und Registrierungsvorschriften der Wertpapiergesetze des Bundes zu verstoßen.“


[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf eToro handeln.Warum eToro? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies); Social Trading mit großer internationaler Community.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Sicherheit

Krytpo-Scammer schlugen erneut im Darknet zu. Um ahnungslosen Kunden von Darknet-Märkten die Bitcoin aus der Tasche zu ziehen, kam dieses Mal eine infizierte Variante des Tor Browsers zum Einsatz.

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Die Top Bitcoin-, IOTA und Ripple-News der Woche
Die Top Bitcoin-, IOTA und Ripple-News der Woche
Kolumne

Bitcoin steuert auf die 18 Millionengrenze zu, IOTA rühmt sich mit vielversprechenden Anwendungsfällen und wir haben das Ripple-Ökosystem im Blick. Das interessierte unsere Leser in der vergangenen Woche am meisten.

Wie ticken zentralisierte Krypto-Börsen?
Wie ticken zentralisierte Krypto-Börsen?
Wissen

Einer der größten Stolpersteine bei der Analyse von Krypto-Assets sind zentralisierte Börsen. Während on-chain ein Großteil des Verhaltens verschiedener Akteure verfolgt werden kann, arbeiten Börsen wie Bitfinex, Bithub oder Kraken immer noch weitgehend off-chain. Nur ein Bruchteil ihres Verhaltens kann direkt auf verschiedenen Blockchains beobachtet werden. Für Investoren und andere Akteure auf dem Markt könnten jedoch Blicke hinter diese Barriere viele Vorteile bringen: Anleger könnten eindeutig große Transaktionen zwischen verschiedenen Börsen verfolgen. Derartige Transaktionen stehen häufig im Verdacht, einen nachhaltigen Einfluss auf die Kurse zu nehmen, sodass ein schnelles Wissen über derartige Ereignisse hilfreich wäre. 

Krypto- und traditionelle Märkte: Bitcoin – trotz schwacher Performance attraktiv?
Krypto- und traditionelle Märkte: Bitcoin – trotz schwacher Performance attraktiv?
Märkte

Der Bitcoin-Kurs weist aktuell eine sehr geringe Korrelation zu den Vergleichsmärkten auf. Die Volatilität vom Bitcoin-Kurs liegt auch weiterhin bei 3 Prozent. Leider ist die Performance auch in dieser Woche noch vom Kurssturz von Ende September geprägt.

Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Sicherheit

Krytpo-Scammer schlugen erneut im Darknet zu. Um ahnungslosen Kunden von Darknet-Märkten die Bitcoin aus der Tasche zu ziehen, kam dieses Mal eine infizierte Variante des Tor Browsers zum Einsatz.

Angesagt

IOTA im Fokus: Mikrotransaktionen und das Tangle
Altcoins

IOTA könnte sich als entscheidende Technologie im Internet of Things etablieren. Dabei sticht vor allem die Möglichkeit kleinster Transaktionen in Echtzeit heraus. Die Killerapp treibt die Autonomisierung von Maschinen voran.

Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Blockchain

In Zukunft könnte der Verkauf der Broadway Tickets über eine Blockchain-Lösung laufen. So hat es zumindest der größte Ticketverkäufer des Broadways, die Shubert Organization, geplant. Die Blockchain-Lösung für das Projekt stellt das Bostoner Start-up True Tickets zur Verfügung.

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.