Arbeitet Google am eigenen Bitcoin? Warum Blockchain für konventionelle Banken nicht passt

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Die Blockchain ist nur eine von vielen Technologien, die das Bitcoin-Netzwerk befeuert und am Leben erhält. Sie ist eine gigantische Datenbank die sämtlich Transaktionen verwahrt, absichert und ausführt.

In den vergangenen Jahren hat die Blockchain auch das Interesse nahezu aller Großbanken auf sich gezogen. Resultat sind Forschungen an Anwendungen für den internationalen Zahlungsverkehr, Inter-Ledger Protokolle und viele weitere Anwendungsbereiche im Finanzsektor. Mehrere Milliarden US-Dollar wurden hier bereits für Forschungszwecke an „privaten Blockchains“ in die Hand genommen. Handfeste Resultate blieben bisher jedoch aus.

Ein Hauptgrund dafür, warum die Integration der Blockchain-Technologie in den Finanzsektor so schleppend vorangeht, ist ein Konflikt mit der Regulierbarkeit von Blockchain-Technologien. Blockchain ist von Natur aus dezentral.

Banken benötigen jedoch für den Transfer von Geldmitteln volle Transparenz und müssen viele bürokratische Hürden meistern. Würden Banken beispielsweise eine öffentliche und somit zu 100% dezentrale Blockchain nutzen, könnte ihnen keine volle Transparenz und Kontrolle über das Netzwerk gewährleistet werden. Davor scheuen sich die meisten Institutionen.

Somit kann eine öffentliche Blockchain bis dato aufgrund der regulatorischen Hürden nicht genutzt werden. Private Blockchains hingegen bieten nicht genügend Sicherheit. Konsortien und Forschunsgemeinschaften wie R3CEV haben das nach mehreren verbrannten Millionen gemerkt und widmen sich nun von der Blockchain inspirierten Anwendungen.

Arbeitet Google an einem eigenen Bitcoin?

Die von Google finanzierte Currencycloud verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie das R3-Konsortium. Einziger Unterschied: Currencycloud basiert nicht auf der Blockchain, sondern auf einer Technologie, die von der Blockchain inspiriert wurde. Das System ist auf eine Vielzahl von Finanzprodukten anwendbar, darunter auch die Abwicklung von Transaktionen.

Erst kürzlich erhielt Currencycloud vom Google Risikokapitalgeber GV (Google ventures) weitere 25 Millionen USD Funding und steht damit aktuell bei einem Invest von 55 Millionen US-Dollar. Zu den Investoren gehören neben Google auch Sapphire, Notion Capital und der japanische e-Commerce Gigant Rakuten.

Im Wesentlichen arbeitet die Currencycloud als Cross-Bank-Ledger, der schnelle und sichere Transaktionen in einem kostengünstigen Ökosystem ermöglicht. Um Gebrauch von der Currencycloud zu machen, benötigen Banken lediglich eine API.

Die Frage bleibt, ob die Blockchain-Technologie für das Finanzwesen relevant ist und ob sie tatsächlich die Bankdienstleistungen verbessern kann. Banken beginnen zu erkennen, dass eine Blockchain ohne Bitcoin oder dem wichtigsten digitalen Asset, der Hash Power und einer offenen Community von Entwicklern, nicht effizient und sicher ist.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via Cointelegraph

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Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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